Herzlich Willkommen
bei der CDU Hessen

Aktuelles

16.06.2015 - Land
Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz: Pakt für den Nachmittag - Ausbau der Ganztagsangebote in Hessen

Auftaktveranstaltung für die Schulträger und die Schulen, die nach den Sommerferien an den Start gehen

„Mit dem ‚Pakt für den Nachmittag‘ wollen wir in den kommenden fünf Jahren eine Bildungs- und Betreuungsgarantie für alle Grundschulkinder in Hessen verwirklichen, an allen Orten, wo der Wunsch nach diesem Ganztagsangebot besteht“, sagte der Hessische Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz heute bei der Auftaktveranstaltung für die am Pakt teilnehmenden Schulen und Schulträger in Frankfurt. „Das ist der Auftakt für das größte Programm zum Ausbau von Ganztagsangeboten, das es je in Hessen gab. Und es ist ein großer Schritt hin zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie einer besseren individuellen Förderung für die einzelnen Schüler.“ Die besonderen Anstrengungen der Landesregierung zur Umsetzung der bildungspolitischen Vorhaben im Ganztagsbereich inklusive des Pakts für den Nachmittag seien in Zeiten knapper Kassen keineswegs selbstverständlich, sondern Ausdruck einer bewussten politischen Prioritätensetzung, so der Minister.

Zum kommenden Schuljahr 2015/16 startet der Pakt zunächst in sechs Pilotregionen: Mit Frankfurt, Kassel und Darmstadt sowie Gießen-Land, Darmstadt-Dieburg und Bergstraße waren dafür drei Großstädte und drei Landkreise als Pilotschulträger ausgewählt worden. Mit dem ‚Pakt für den Nachmittag‘ sollen innerhalb von fünf Jahren an allen Grundschulen, die dies wünschen, gemeinsame Ganztagsangebote von Land und Kommunen eingerichtet werden. Das Ganztagsangebot wird bedarfsorientiert aufgestellt und erstmals ist eine Ferienbetreuung integraler Bestandteil. Insgesamt werden nach jetzigem Stand 57 Grundschulen in den sechs Pilotschulregionen im kommenden Schuljahr mit dem Pakt starten.

Ein hochwertiges Bildungs- und Betreuungsangebot

Das Land stellt die personellen Ressourcen in Form von Lehrerstellen zur Verfügung und leistet damit einen wichtigen Beitrag für ein hochwertiges Bildungs- und Betreuungsangebot, das hohen pädagogischen Standards entspricht. „Die Ausweitung des Ganztagsschulprogramms soll unsere Schulen dabei unterstützen, im Unterricht und darüber hinaus Kindern vielfältige Lernanregungen zu geben – mit Angeboten, die sie fördern, bereichern und ihr Interesse wecken“, erklärte Lorz. Gerade Kinder aus bildungsfernen Haushalten seien auf diese Möglichkeiten zur Verbesserung ihrer Bildungschancen besonders angewiesen. Qualitativ hochwertige Bildungs- und Betreuungsangebote seien zudem Voraussetzung für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. „Dieses Bedürfnis vieler Eltern endet nicht mit dem Übergang vom Kindergarten in die Schule. Diese Bedarfe der Kinder und ihrer Eltern nimmt die Landesregierung sehr ernst und daher nimmt sie sehr viel Geld in die Hand, um ihnen gerecht zu werden“, so der Kultusminister.

Frankfurts Dezernentin für Bildung und Frauen, Sarah Sorge, begrüßte als Gastgeberin und betonte: „Alle Eltern, die eine Ganztagsbetreuung für ihre Grundschulkinder wünschen, sollen einen Betreuungsplatz für ihr Grundschulkind bekommen. Das ist mein Ziel als Dezernentin für Bildung und Frauen der Stadt Frankfurt. Mit dem Pakt für den Nachmittag sind wir auf dem richtigen Weg und werden gemeinsam mit dem Land deutlich mehr ganztägig arbeitende Schulen ermöglichen. Land und Kommunen gehen mit dem Pakt für den Nachmittag in eine Verantwortungsgemeinschaft. Der Pakt für den Nachmittag bietet erstmalig die Chance, den Vormittag im schulischen Bereich und den Nachmittag im Betreuungsbereich miteinander zu verzahnen.“

Bildungs- und Betreuungsangebote von 7.30 bis 17.00 Uhr

Kern der Vereinbarung ist ein verlässliches und integriertes Bildungs- und Betreuungsangebot von 7.30 bis 17.00 Uhr. Das Land leistet seinen Beitrag für die Angebote rechnerisch an fünf Tagen in der Woche bis 14.30 Uhr. Der Schulträger leistet seinen Beitrag rechnerisch für den Zeitraum von 14.30 Uhr bis 17.00 Uhr und in den Schulferien. Vorhandene Träger bewährter Bildungs- und Betreuungsangebote vor Ort werden in die Angebote einbezogen. Grundlage der Ressourcenberechnung von Seiten des Landes ist die Anzahl der Schülerinnen und Schüler in der jeweiligen Grundschule. Insgesamt stellt das Land für die sechs Pilotschulträger bis zu 145 Stellen zusätzlich zur Verfügung.

An die Vertreter der teilnehmenden Schulen und Schulträger gerichtet, sagte Lorz abschließend: „Sie – als Mitglieder der sechs ausgewählten Pilotschulregionen – gehören zur ‚Avantgarde‘: Ihre Erfahrungen sind hessenweit von Interesse. Und sie bereiten denjenigen Schulträgern, die erst in späteren Phasen am Pakt für den Nachmittag teilnehmen werden, den Weg. Sie erleichtern ihn sicherlich auch, denn aus Ihren Projekterfahrungen wollen wir lernen.“ Der Kultusminister dankte allen Beteiligten für ihr Engagement bei der Umsetzung und insbesondere den Lehrerinnen und Lehrern sowie den Schulleitungen vor Ort: „Sie haben durch Ihre Vorbereitung und Ihr Tun Anteil daran, dass unser Weg gelingt.“

Themengebiet: Bildung, Schule