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11.05.2015 - Land
Sozialminister Stefan Grüttner: Altenpflege ist ein Beruf mit Zukunft

Anlässlich des Internationalen Tages der Pflege morgen wirbt der Hessische Minister für Soziales und Integration für den Beruf der Altenpflegerin / des Altenpflegers. „Altenpflege ist ein Beruf mit Zukunft. In den vergangenen zehn Jahren hat sich die Zahl der Beschäftigten in diesem Sektor um mehr als 60 Prozent gesteigert – und in den kommenden Jahren wird es angesichts einer alternden Gesellschaft weiterhin einen steigenden Fachkräftebedarf geben“, betonte der Minister heute in Wiesbaden.

Zahl der Pflegebedürftigen steigt

Mit der zunehmenden Zahl älterer Menschen in unserer Gesellschaft steigt auch die Zahl der Pflegebedürftigen. Allein in Hessen sind über 200.000 Menschen pflegebedürftig, von denen mehr als 75% zu Hause vor allem von Angehörigen gepflegt werden. Ein Viertel der pflegebedürftigen Menschen werden teilstationär oder in stationären Einrichtungen versorgt, Tag für Tag mit hohem Engagement der Pflege- und Betreuungskräfte. „Hessen hat in den vergangenen Jahren konsequent auf den steigenden Fachkräftebedarf reagiert und konsequent die Ausbildungskapazitäten gesteigert“, erklärte Minister Grüttner. Erfreulicherweise steige die Zahl der Anfänger, die eine Fachkraftausbildung beginnen (Anfänger Fachkraftausbildung 2011/12: 1.341, 2012/13: 1.740 und 2013/14: 2.238). Die zur Verfügung gestellten Landesmittel für die Erstattung der Schulgeldkosten wurden in den letzten Jahren kontinuierlich erhöht: Von 8,65 Millionen Euro im Jahr 2005 sind die Landesmittel für die gesetzliche Schulgelderstattung auf 23 Millionen Euro im laufenden Jahr gewachsen.

„Ich werbe um jeden zusätzlichen Auszubildenden für diesen sinnvollen und dringend gebrauchten Beruf der Altenpflege. Jeder Interessent soll die Möglichkeit haben, diese Ausbildung aufzunehmen“,  forderte Grüttner. Dabei dürfe der Blick nicht nur in Richtung Erstausbildung gehen. „Gerade im Bereich der Nachqualifizierung von an- und ungelernten Pflegehilfskräften und im Bereich der beruflichen Fort- und Weiterbildung arbeitsloser Menschen liegen erhebliche stille Reserven für die Gewinnung von Fachkräften in der Altenpflege. Diese Personen müssen stärker als bisher für eine Ausbildung gewonnen werden, damit auch langjährig in der Pflege tätigen Hilfskräften eine wirklich sichere Berufsperspektive durch einen Abschluss in der Fachkraftausbildung eröffnet wird“.

Modellprojekt zur Entbürokratisierung in der Pflege

Um die Arbeitsbedingungen der Pflegekräfte zu erleichtern und um ihnen mehr Zeit für die Betreuung älterer Menschen – ihre Kernaufgabe – zu ermöglichen, beteiligt sich Hessen am aktuellen Modellprojekt des Bundes zur Entbürokratisierung in der Pflege. Das Land Hessen hat bereits 2012 in § 24 des Hessischen Gesetzes über Betreuungs- und Pflegeleistungen den Bürokratieabbau in der Pflegedokumentation als Aufgabe festgelegt. „Unbestritten ist die Pflegedokumentation wichtig, um planvoll und effektiv die pflegebedürftigen Menschen betreuen zu können. Sie muss gleichwohl auf das notwendige Maß reduziert werden“, unterstrich der Minister. Das neue Dokumentationskonzept wurde mit Bund, Ländern und mit den Verbänden der Einrichtungs- und Kostenträger, dem Medizinischen Dienst der Krankenversicherung sowie der Vertretern der Heimaufsichtsbehörden der Länder abgestimmt. Die neue Dokumentation lässt sich mit viel weniger Zeitaufwand erstellen und berücksichtigt die Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner besser. 

Mit dem Hessischen Pflegemonitor stellt das Land Hessen zudem ein wissenschaftlich fundiertes Steuerungsinstrument zur Verfügung, um die Auswirkungen der demografischen Entwicklung gestalten zu können. Der Pflegemonitor als bundesweit einmalige Datenbank und Prognoseinstrument ermöglicht allen Steuerungsverantwortlichen – Land, Kommunen, Arbeitsverwaltung und Schulträgern -  den zukünftigen Fachkräftebedarf in den hessischen Landkreisen zu analysieren und Aus- und Weiterbildungskapazitäten zu planen. Die Daten des Pflegemonitors werden alle zwei Jahre aktualisiert und weisen sowohl aktuelle Personalbedarfe im Bereich der Pflege aus als auch eine Vorausberechnung auf die nächsten Jahre aus

Ansprechpartner:

Informationen zur Effizienzsteigerung der Pflegedokumentation: regine.krampen@rpg.hessen.de
Informationen zum Pflegemonitor: nicole.benthin@hsm.hessen.de

Links:

Hessischer Pflegemonitor

Themengebiet: Pflege, Ausbildung