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06.05.2015 - Land
Kultusminister Prof. Dr. Alexander Lorz: Der Mathematikwettbewerb ist eine gute Tradition in Hessen

Am 47. Hessischen Mathematikwettbewerb haben im Schuljahr 2014/15 rund 52.000 Schülerinnen und Schüler der achten Klassen teilgenommen. Sie kommen von insgesamt 517 Haupt-, Real- und Gesamtschulen sowie Gymnasien. Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz hat die Veröffentlichung der Ergebnisse als „Zeichen für ein stabiles Leistungsniveau“ gewertet. „Der zentrale, landesweite Mathematikwettbewerb ist eine gute Tradition in Hessen und ein wichtiges Instrument zur Evaluation der Leistungen in Mathematik“, erklärte Lorz. Die Erkenntnisse, die Schulen und Lehrkräfte daraus ziehen können, leisten einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der Schul- und Unterrichtsqualität in Hessen. Das Endergebnis bringt für jede Schule wichtige Informationen, die den Unterricht und vor allem die individuelle Förderung der Schülerinnen und Schülern verbessern können“, so der Minister.

Die besten Kreise in den jeweiligen Aufgabengruppen sind:

Fulda, Hochtaunus, Waldeck-Frankenberg (Gymnasium G8)
Limburg-Weilburg, Waldeck-Frankenberg, Fulda (Gymnasium G9)
Fulda, Waldeck-Frankenberg, Limburg-Weilburg, Odenwald (Realschule)
Fulda, Waldeck-Frankenberg, Odenwald (Hauptschule)

Wie in jedem Jahr werden bei der Landessiegerehrung in Kooperation mit HESSENMETALL am 2. Juli 2015 auch die Schulen geehrt werden, die eine ganz besonders hohe Leistungskontinuität im Rechnen zeigen und sich über mehrere Jahre hinweg mit überdurchschnittlichen Leistungen in der Endrunde des Mathematikwettbewerbes hervorgetan haben.

Hintergrund:

Der Mathematikwettbewerb des Landes Hessen besteht seit 1969. Teilnehmer sind Schülerinnen und Schüler des 8. Schuljahres. Zunächst zur freiwilligen Teilnahme angeboten, ist er seit 2001 für alle hessischen allgemeinbildenden Schulen verpflichtend. Nach der ersten Wettbewerbsrunde, dem Schulentscheid, nehmen die Schulsieger an der zweiten Runde, dem Kreisentscheid, teil. Die Erstplatzierten auf Kreisebene messen sich dann untereinander in der 3. Runde, dem Landesentscheid, der dann die Besten in Hessen ermittelt.

In dem Wettbewerb werden die drei Aufgabengruppen (A=Gymnasium, B=Realschule und C=Hauptschule) mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden ausgeschrieben. Schülerinnen und Schüler der entsprechenden Bildungsgänge an Gesamtschulen werden den Aufgabengruppen zugewiesen. Beim Schulentscheid stehen den Schülerinnen und Schülern zwei Unterrichtsstunden zur Verfügung, in denen sie je acht Pflichtaufgaben und nach Möglichkeit zwei von fünf Wahlaufgaben zu lösen haben. Je Pflichtaufgabe werden maximal drei Punkte vergeben, je Wahlaufgabe 12 Punkte. Insgesamt sind somit maximal 48 Punkte zu erreichen.

Das Schulergebnis ergibt sich aus der Addition der Schülerergebnisse. Die Punktezahl der Schulen wird je Bildungsgang in vier Leistungsstufen eingeteilt, d.h. jeweils 25 Prozent aller Schulen werden zu einer Gruppe – einem Quartil – zusammengefasst. Daraus ergeben sich jedes Jahr für den jeweiligen Schuldurchschnitt unterschiedliche Quartilsgrenzen. Am Beispiel der Aufgabengruppe B (Realschulen) haben sich die Quartilsgrenzen gegenüber dem Vorjahr wie folgt verschoben: 1. Quartil zwischen 10,18 und 20,79 Punkten (2013/14: 9,69 und 19,54), 2. Quartil zwischen 20,8 und 24,18 Punkten (2013/14: 19,63 und 23,08), 3. Quartil zwischen 24,19 und 27,47 Punkten (2013/14: 23,09 und 25,78), 4. Quartil zwischen 27,55 und 40,5 (2013/14: 25,80 und 39,00). Anhand der Quartile kann jede Schule ablesen, wie sie innerhalb ihres Bildungsgangs im Vergleich zum Landesdurchschnitt und zur erreichbaren Maximalpunktzahl steht.

Links: 

Ergebnisse des diesjährigen Wettbewerbs sowie die der vergangen Jahre
Weitere Informationen zum Mathematik-Wettbewerb des Landes Hessen

Themengebiet: Schule, Ausbildung