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04.05.2015 - Land
Sozialminister Stefan Grüttner: Wir bauen Hürden für Menschen mit Behinderung ab

Sozialminister Stefan Grüttner und Bürgermeister Arno Goßmann stellen barrierefreie Verwaltung vor

Anlässlich der Verlängerung der Zusammenarbeit zwischen der Hessischen Landesregierung und der Stadt Wiesbaden als Modellregion Inklusion um ein weiteres Jahr, stellten Sozialminister Stefan Grüttner und der Wiesbadener Bürgermeister und Sozialdezernent Arno Goßmann am Montag die Pläne für eine barrierefreie Wiesbadener Verwaltung im Rathaus vor.

Wertschätzung gegenüber Menschen mit Behinderung

„Wiesbaden ist eine von zehn Modellregionen, die das Land Hessen in ihren beispielhaften Ansätzen, Barrieren für Menschen mit Behinderungen abzubauen, fördert. Ich danke Arno Goßmann und seinem Team für das Konzept, hier in der Wiesbadener Verwaltung solche Hürden abzubauen“, so Sozialminister Grüttner. Besonders den Seminaren für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung käme eine hohe Bedeutung zu, weil hier Wertschätzung und Respekt gegenüber Menschen mit Behinderung im Mittelpunkt stünden. „Solche Seminare sind ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu unserem gemeinsamen Ziel, dass Menschen mit und ohne Behinderung selbstverständlich miteinander umgehen und leben“, stellte Grüttner klar. Bürgermeister Goßmann erläuterte: „Bereits in den ersten beiden Projektjahren wurden in Wiesbaden konkrete Möglichkeiten erprobt, Barrieren für Menschen mit Behinderungen abzubauen, die sich von der ersten Kontaktaufnahme mit der Verwaltung bis hin zum Lesen und Verstehen von Dokumenten und Bescheiden gezeigt haben. So ist es inzwischen beispielsweise möglich, Bescheide als Hörversion oder in Großdruck zu erhalten, was insbesondere Menschen mit Sehbehinderungen zugutekommt, auch wurden Hilfestellungen für Menschen mit Lernbehinderung entwickelt, die beim Verstehen von Bescheiden helfen.“

Grüttner betonte in dem Zusammenhang das Engagement der Hessischen Landesregierung. „Die Modellregion Wiesbaden wurde in den Jahren 2013 und 2014 von Seiten des Ministeriums für Soziales und Integration mit insgesamt 90.000 Euro unterstützt. Für das Projektjahr 2015 werden weitere 25.000 Euro zur Verfügung gestellt. Die zusätzlichen Mittel sollen dabei helfen, die in den ersten beiden Jahren geschaffenen Strukturen zu verstetigen und die Ergebnisse zu vertiefen. Auch sollen diese so aufbereitet werden, dass sie auch auf andere Gebietskörperschaften übertragen werden können.“ Abschließend erklärte Grüttner: „Die Ergebnisse aus der Modellregion Wiesbaden erleichtern nicht nur Menschen mit Behinderungen den Umgang mit den Behörden, sondern auch ältere Menschen oder Menschen mit Migrationshintergrund profitieren von den ergriffenen Maßnahmen. Die Stadt Wiesbaden leistet damit nicht nur einen Beitrag für die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen, sondern auch für die gesellschaftliche Vielfalt.“

Information zu den hessischen Modellregionen

Bundesweit einmalig gibt es ab dem 1. April 2015 insgesamt zehn Modellregionen in Hessen. Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration fördert diese mit mehr als 400.000 Euro jährlich und weitere Landkreise und Städte haben bereits Interesse  bekundet ab 2016 Modellregion werden zu wollen. Die Regionen:

  • Lahn-Dill-Kreis
  • Waldeck-Frankenberg
  • Werra-Meißner-Kreis
  • Stadt Hochheim
  • Stadt Wiesbaden
  • Stadt Hanau
  • Stadt Hofheim am Taunus
  • Landkreis Limburg-Weilburg
  • Universitätsstadt Marburg in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Marburg-Biedenkopf
  • Landkreis Wetterau
Themengebiet: Soziales