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17.04.2015 - Land
Innenminister Peter Beuth zieht positivie Bilanz aus Blitzmarathon

In der vergangenen Nacht endete um 24.00 Uhr der dritte „Blitzmarathon“. „Erstmals wurden Raser nicht nur bundes- sondern sogar europaweit ins Visier genommen. Das Ergebnis zeigt, dass sich mehr Verkehrsteilnehmer als sonst an die vorgegeben Geschwindigkeiten gehalten haben. Der Blitzmarathon war daher ein voller Erfolg“, erklärte der Hessische Innenminister Peter Beuth.

Die Polizei will mit dieser Aktion die Verkehrsteilnehmer auf die Gefahren zu schnellen Fahrens aufmerksam machen. Die Zahlen sprechen für sich: Fast alle Verkehrsteilnehmer zeigten sich verantwortungsbewusst und hielten sich an die Tempolimits. Lediglich 3,8 Prozent der gemessenen Fahrzeuge waren zu schnell unterwegs. Darüber hinaus bewegten sich die Beanstandungen mehr als sonst im Verwarnungsgeldbereich.

In der Zeit von 06.00 Uhr bis 24.00 Uhr waren auf den hessischen Straßen an über 400 Messstellen mehr als 900 Bedienstete der Polizei sowie der teilnehmenden Kommunen im Einsatz. Sie kontrollierten die Geschwindigkeit von fast 280.000 Fahrzeugen.

10.500 Verkehrsteilnehmer fuhren zu schnell

Obwohl die „Blitzstellen“ im Vorfeld über die Medien bekanntgegeben worden waren, fuhren immer noch rund 10.500 Verkehrsteilnehmer zu schnell. 1.300 Verstöße sind so schwerwiegend, dass sie neben einem Bußgeld auch einen Eintrag in das Verkehrszentralregister beim Kraftfahrtbundesamt in Flensburg zur Folge haben. Zudem müssen 133 Raser mit einem Fahrverbot rechnen.

„Durch die Aktion setzen sich immer mehr Menschen mit den Gefahren des zu schnellen Fahrens auseinander“ so Beuth. Das zeigt auch die breite mediale Befassung und die intensive öffentliche Diskussion. Im vergangenen September waren bei der gleichen Aktion sogar 1.366 Verstöße im Bußgeldbereich und 128 Fahrverbote zu verzeichnen. Dabei passierten jedoch nur rund 256.000 Fahrzeuge die Kontrollstellen – rund 24.000 Fahrzeuge weniger als am gestrigen Tage.

Aber auch in diesem Jahr gab es wieder einige wenige Unbelehrbare. So fuhr ein aus Russland stammender Autofahrer auf der A 480 bei Gießen im Baustellenbereich bei erlaubten 80 km/h mit 140 km/h durch die Kontrolle. Der Fahrer ist russischer Polizist und hatte sich vor seiner Tour offensichtlich nicht über den europaweiten Blitzmarathon informiert.

Im Lahn-Dill-Kreis fuhr ein Pkw mit 143 km/h in die Messtechnik. Auf der Bundesstraße 255 in Richtung Rheinland-Pfalz sind maximal 100 km/h erlaubt. Der Fahrer hatte sich für seine Tour die „Blitzstellen“ sogar notiert und wusste, dass ihn auf seiner Strecke ab Rheinland-Pfalz kein Blitzer mehr erwarten würde. Allerdings glaubte er fälschlicher Weise schon die Landesgrenze passiert zu haben und raste in die hessische Blitzstelle. Auf den Raser kommen nun 160 Euro Bußgeld, zwei Punkte in Flensburg sowie ein vierwöchiges Fahrverbot zu.

Auftakt für verstärkte Überwachung von Motorrädern

In Hessen bildet der gestrige „Blitzmarathon“ den Auftakt für die verstärkte Geschwindigkeitsüberwachung auch von Motorrädern. Im Rahmen der landesweiten Aktion „(B)RENNPUNKT Geschwindigkeit“ kommt verstärkt modernste Geschwindigkeitsmesstechnik zum Einsatz, die parallel zum klassischen Frontfoto bei einem festgestellten Verstoß auch eine Aufnahme von hinten fertigt. So wird eine sichere Fahrererkennung gewährleistet – auch nach festgestellten Geschwindigkeitsverstößen von Motorradfahrern.

Erst gestern hatte das Statistische Bundesamt über die zunehmende Zahl von Motorradunfällen bei schönem Frühjahrswetter berichtet. Die Geschwindigkeitsüberwachung von Motorrädern wird daher am kommenden Wochenende fortgeführt – dann nicht mit innerörtlichem Schwerpunkt wie beim „Blitzmarathon“, sondern an den klassischen Strecken z.B. rund um den Aartalsee, den Feldberg und im Odenwald.

Themengebiet: Verkehr