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01.04.2015 - Land
Innenminister Peter Beuth: Jeder Verkehrstote ist einer zu viel

Am Donnerstag, 16. April 2015 findet der „Blitzmarathon“ erstmalig nicht nur bundes- sondern europaweit statt. Im Rahmen der Aktion „(B)RENNPUNKT Geschwindigkeit“ wird die Hessische Polizei gemeinsam mit den anderen Ländern und über 20 europäischen Staaten Raser ins Visier nehmen.

Im Jahr 2014 sind auf hessischen Straßen 223 Menschen tödlich verunglückt. Dies ist der zweitniedrigste Stand seit Beginn der Erhebung im Jahr 1953. Innenminister Peter Beuth erklärte aber bei der Vorstellung der Verkehrsunfallstatistik 2014: „Jeder Verkehrstote ist einer zu viel“.

Bekämpfung der Hauptunfallursache „Geschwindigkeit“

Beinahe die Hälfte der tödlich verunglückten Personen zählen zu den schwächeren bzw. weniger geschützten Verkehrsteilnehmern, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad bzw. dem Motorrad oder Moped am Straßenverkehr teilnehmen. Der Bekämpfung der Hauptunfallursache „Geschwindigkeit“ kommt hier eine besondere Bedeutung zu: Wissenschaftliche Studien belegen, dass bei 65 km/h acht von zehn Fußgängern bei der Kollision mit einem Pkw sterben, während bei 50 km/h acht von zehn Fußgängern überleben.

„Rasen ist kein Kavaliersdelikt. Geschwindigkeit entscheidet bei Verkehrsunfällen oft über Leben und Tod“, so der Innenminister. Die länderübergreifende Aktion zielt insbesondere auf die Sensibilisierung der Verkehrsteilnehmer für die Gefahren zu schnellen Fahrens. Die Messstellen werden daher im Vorfeld über die Medien bekannt gegeben.

Intensive verkehrspolizeiliche Aufklärungsarbeit

Eine Auseinandersetzung mit den Sicherheitsvorteilen einer angemessenen Fahrweise ist zu Beginn der Zweiradsaison explizit bei den Motorradfahrern erwünscht. Nach den Wintermonaten oder gar jahrelanger Pause wird das eigene Fahrvermögen im Umgang mit den leistungsstarken Maschinen leicht überschätzt. Daher stehen die ersten April-Wochenenden stets im Zeichen intensiver verkehrspolizeilicher Aufklärungsarbeit. Die Sicherheit im Straßenverkehr kann jedoch nur durch die Kombination von Aufklärung, Prävention aber auch gezielten Kontrollen erhöht werden.

„Wir setzen zuerst auf die Besonnenheit der Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer sowie auf Prävention. Auf fehlende Einsicht haben wir mit der Beschaffung modernster Geschwindigkeitsmesstechnik reagiert, die im Rahmen der landesweiten Aktion ‚(B)RENNPUNKT Geschwindigkeit‘ flächendeckend eingesetzt wird“, erläuterte der Minister. Diese fertigt bei einer festgestellten Geschwindigkeitsüberschreitung gleichzeitig eine Fahrzeugaufnahme sowohl von vorne als auch von hinten. So wird eine sichere Fahrererkennung gewährleistet – auch nach festgestellten Geschwindigkeitsverstößen von Motorradfahrern.

Hintergründe zum Blitzmarathon

Am 16. April 2015 werden in Hessen ab 6 Uhr mehr als 900 Bedienstete der Polizei sowie der teilnehmenden Kommunen an über 400 Kontrollstellen Geschwindigkeitsmessungen durchführen. Ursprünglich sollte der Blitzmarathon wie schon in den beiden Vorjahren 24 Stunden dauern. Aufgrund der Trauerfeier für die Opfer des Germanwings-Flugzeugabsturzes am 17. April 2015 im Kölner Dom wird die Aktion jedoch auf den 16. April beschränkt.

Themengebiet: Verkehr