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19.03.2015 - Land
Sozialminister Stefan Grüttner: Bekämpfung der Entgeltungleichheit zwischen Männern und Frauen

Für die Hessische Landesregierung ist die Bekämpfung der Entgeltungleichheit zwischen Männern und Frauen ein Schwerpunkt im Rahmen ihrer Aktivitäten, Frauen bessere Beschäftigungsmöglichkeiten zu eröffnen. „Die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern ist diskriminierend und muss beseitigt werden“, unterstrich der Hessische Minister für Soziales und Integration, Stefan Grüttner, anlässlich des Equal Pay Day. Die Equal Pay Day Kampagne 2015 steht unter dem Motto „Spiel mit offenen Karten: Was verdienen Frauen und Männer?“ und hat damit die Transparenz zum Schwerpunktthema. „Transparenz über die Gehälter in den Betrieben ist eine wichtige Voraussetzung zur Herstellung der Entgeltgleichheit von Frauen und Männern“, zeigte sich Minister Grüttner überzeugt. Nach wie vor betrage der geschlechtsspezifische Lohnunterschied in Deutschland 22 Prozent, Deutschland bilde damit eines der Schlusslichter im europäischen Vergleich.

Ursachen für die Lohnlücke sind vielfältig

Die Ursachen für die Lohnlücke seien vielfältig. Immer noch folge die Hälfte aller jungen Frauen in ihrer Berufswahl traditionellen Rollenstereotypen. Sie entschieden sich für die fünf klassischen „Frauenberufe“ Bürofachkraft, Arzthelferin, Friseurin, Verkäuferin und Kauffrau, die vergleichsweise niedrig bezahlt und mit wenigen Aufstiegschancen verknüpft seien. Hinzu kämen häufigere und längere Erwerbsunterbrechungen aufgrund von Kindererziehung und Pflege von Angehörigen. Gravierende Auswirkungen habe auch die im Vergleich mit den Vollzeit-Arbeitsstellen deutlich schlechtere Vergütung der überwiegend durch Frauen ausgeübten Teilzeit-Arbeitsplätze in Deutschland. „Gleichwohl ist zu unterstreichen, dass Lohnunterschiede in einer Größenordnung von zehn Prozent verbleiben, die nicht durch beobachtbare Merkmale zu erklären sind“, so Minister Stefan Grüttner.

Die von Hessen ausgerichtete ESF Jahrestagung „Entgeltgleichheit“ im November 2014 in Fulda sowie die letztjährige Konferenz der Gleichstellungsministerinnen und –minister, -senatorinnen und –senatoren (GFMK) unter hessischem Vorsitz haben das Thema Transparenz bereits 2014 aufgegriffen und dazu einen Antrag beschlossen. Dieses Jahr werden seitens der GFMK weitere Vorschläge und Materialien erarbeitet, auf deren Grundlage die Länder und der Bund Maßnahmen zur Herstellung der Entgeltgleichheit von Frauen und Männern ergreifen können. Die Vorträge der ESF-Jahrestagung 2014 zum Thema Entgeltgleichheit können über www.esf-hessen.de heruntergeladen werden. Dort steht ab Frühjahr 2015 zudem eine ausführliche Dokumentation der Veranstaltung bereit.

Themengebiet: Soziales, Arbeitsmarkt