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16.03.2015 - Land
Bundesagentur für Arbeit startet Woche der Ausbildung

„Die Auszubildenden von heute sind die Fachkräfte von morgen!“ – so lautet auch in diesem Jahr das Motto der „Woche der Ausbildung“, die vom 16. bis 20. März 2015 stattfindet. Die Aktion steht dabei nicht losgelöst, sondern findet sich wieder unter dem Dach der von Bundesregierung, Wirtschaft, Gewerkschaften und Bundesländern unterzeichneten „Allianz für Aus- und Weiterbildung“. In Hessen unterzeichneten Politik, Kammern und Gewerkschaften im Februar ein Bündnis für Ausbildung. Gemeinsam wollen die Allianzpartner die Attraktivität der dualen Ausbildung und ihre Karrierechancen vor Augen führen. Der Hessische Minister für Soziales und Integration, Stefan Grüttner, und die Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit werben in dieser Woche gemeinsam dafür, benachteiligten Bewerbern eine Chance auf Ausbildung zu geben. Arbeitgeber in Hessen können dabei mit Unterstützung und Förderung rechnen.

2015 mehr Ausbildungsplätze als im Vorjahr

Staatsminister Stefan Grüttner verweist auf die Bedeutung der dualen Ausbildung für die Fachkräftesicherung am Standort Hessen: „Wir haben im ‚Bündnis für Ausbildung‘ vereinbart, dass die ausbildungsberechtigten Betriebe in diesem Jahr deutlich mehr Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen als im Vorjahr. Das ist vernünftig für die Betriebe, weil sie so die in Zukunft benötigten Fachkräfte selbst unter Berücksichtigung ihrer eigenen Anforderungen ausbilden können. Das ist zudem wichtig für den Standort Hessen. Hier ist der Anteil junger Menschen überdurchschnittlich hoch. Wir sollten alle Potenziale heben, die sich daraus ergeben. Bei einem immer größer werdenden Anteil von Abiturienten und Studienanfängern sollten Betriebe für ihre duale Ausbildung auch junge Menschen mit nicht so guten Schulnoten und Benachteiligungen in Betracht ziehen. Gerade sie sind oft sehr dankbar für die gebotene Chance und blühen in der Ausbildung förmlich auf.“

Dr. Frank Martin, Leiter der Regionaldirektion Hessen, sieht die Woche der Ausbildung als wichtige Ergänzung zum in der letzten Woche in Hessen von Politik, Kammern und Gewerkschaft unterzeichneten Bündnis für Ausbildung: „Es gilt weiterhin den Blick aller Beteiligten zu schärfen, wie das duale Ausbildungssystem in seiner einzigartigen Qualität erhalten werden kann. Da ist die Woche der Ausbildung, die die Bundesagentur jedes Jahr ausrichtet, ein wichtiges Signal. Wir müssen Schüler, Lehrer und Eltern vom Thema Ausbildung überzeugen, aber auch Betriebe mit der Tatsache konfrontieren, dass sie in enger Konkurrenz zueinander stehen und mittlerweile um Auszubildende noch intensiver werben müssen. Dabei dürfen benachteiligte junge Menschen nicht auf der Strecke bleiben. Da reicht nicht allein die Unterstützung der Arbeitsagenturen und Jobcenter, sondern es braucht in erster Linie die Bereitschaft der Betriebe, Chancen zu eröffnen und damit längerfristig den eigenen Fachkräftebedarf zu decken.“

Der Blick ist bei der Woche der Ausbildung auf beide Seiten gerichtet: Arbeitgeber und Jugendliche bzw. junge Erwachsene. Während Arbeitgeber Auszubildende benötigen, um Ihren Fachkräftebedarf zu decken und die Zukunft ihres Unternehmens zu sichern, setzen junge Menschen mit einer Ausbildung den Grundstein für eine solide berufliche Zukunft und ein selbstbestimmtes Leben.

Duale Ausbildung „made in Germany“

Das duale Ausbildungssystem in Deutschland ist einzigartig und erntet über die europäischen Grenzen hinaus allgemein Bewunderung. Das erfolgreiche Rezept „made in Germany“ von Handwerk und Industrie, das in der Ausbildung Schule und Praxis verbindet, steht derzeit vor neuen Herausforderungen. Die Ausbildungsbetriebe sehen sich mit einschneidenden Veränderungen konfrontiert: Die demografische Entwicklung lässt die Zahl der Bewerber/innen zurückgehen, Angebot und Nachfrage finden zum Teil durch räumliche Entfernung nicht zueinander und immer weniger junge Menschen entscheiden sich für eine klassische Ausbildung als Eintrittskarte ins Berufsleben.

Dies hat zur Folge, dass immer mehr gemeldete Stellen bei den Agenturen für Arbeit unbesetzt bleiben. Im Ausbildungsjahr 2012/2013 gab es zum Stichtag noch 2.040 unbesetzte Stellen, ein Jahr später stieg die Zahl auf 2.138.

Gemeinsam mit den Jobcentern in Hessen sind auch in diesem Jahr die Agenturen für Arbeit in der Woche der Ausbildung vom 16. bis 20. März mit unterschiedlichen Aktionsformaten unterwegs. Neben Informationsveranstaltungen mit und in Ausbildungsbetrieben, der Verleihung von Ausbildungszertifikaten, Elternabenden und Telefonaktionen werben die Vermittler der Agenturen und Jobcenter in dieser Woche ebenfalls weitere Lehrstellen bei Betrieben ein.

Themengebiet: Bildung, Förderung