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13.03.2015 - Land
Wissenschaftsminister Rhein und Finanzstaatssekretärin Weyland: Hessen leistet wichtigen Anteil bei der Finanzierung des Deutschen Sprachatlas

Grund zum Feiern gab es heute in Marburg: Der erste Bauabschnitt des Forschungszentrums Deutscher Sprachatlas (DSA) – der zukünftigen Wirkungsstätte der Marburger Sprachgeographen – ist fertiggestellt. Wissenschaftsminister Boris Rhein und Finanzstaatssekretärin Dr. Bernadette Weyland begrüßten die zahlreichen Gäste zum Richtfest für den Forschungsneubau.

Wissenschaftliche Kooperation schafft Synergien

„Der Neubau schafft die nötigen Rahmenbedingungen für eine exzellente Forschung. Die 6,9 Millionen Euro, mit denen das Wissenschaftsministerium diesen Neubau fördert, sind hier sehr gut angelegt. Hessen ist mit dem Forschungszentrum im Bundesvergleich spitze. Das Konzept der Zusammenarbeit verschiedener Wissenschaftsdisziplinen unter einem Dach schafft Synergien und erleichtert die zentrale Aufgabe des Forschungszentrums Deutscher Sprachatlas zu erfüllen, nämlich die Erforschung der Dialekte und Regionalsprachen auf Grundlage umfangreicher, zum größeren Teil einmaliger Sammlungen und Dokumentationen.“

Die Finanzstaatssekretärin erläuterte, dass der nun entstehende Neubau aus mehreren Gründen etwas Besonderes sei: „Die wissenschaftliche Disziplin der Sprachgeographie wurde hier in Marburg vor rund 140 Jahren begründet. Mit dem Forschungszentrum am Pilgrimstein schlägt die Philipps-Universität nun ein neues Kapitel in der Geschichte des Fachs auf: Forscherinnen und Forscher aus unterschiedlichen Bereichen der Sprachforschung und Linguistik werden dann gemeinsam unter einem Dach arbeiten.“ Den jetzt entstehenden Forschungsneubau könne man in seiner Bedeutung als Leuchtturm für den Wissenschaftsstandort Marburg und Mittelhessen betrachten. „Ich bin stolz darauf, dass wir als Land Hessen eine solche Institution vorweisen können. Ihre Ansiedelung hier vor Ort spiegelt auch die tief verwurzelte Wertschätzung unserer Sprache mit all ihren Facetten wider“, betonte Weyland.

6,9 Mio. Euro aus landeseigenen Hochschulbauprogramm

„Das Forschungszentrum Deutscher Sprachatlas ist fest mit Marburg verwurzelt, hier begannen vor rund 140 Jahren erstmals Forscher auf dem Feld der Sprachgeographie wissenschaftlich zu arbeiten. Somit ist die Entscheidung, den Deutschen Sprachatlas in das Zentrum der Stadt Marburg, bildlich gesprochen in die Mitte der Gesellschaft, zu platzieren ein starkes Zeichen. Die Wissenschaftler erhalten somit einen nach ihrer nationalen Bedeutung entsprechenden und gebührenden Platz. Mit den 6,9 Millionen Euro aus unserem landeseigenen Hochschulbauprogramm HEUREKA helfen wir nicht nur maßgeblich mit, den Neubau zu finanzieren, wir stärken damit gleichzeitig auch die Spitzenforschung und damit den Wissenschaftsstandort Hessen“, so Wissenschaftsminister Boris Rhein.

Der Forschungsneubau des DSA ist ein Teil des Campus Firmanei, der sowohl bei der baulichen Entwicklung der Stadt als auch der räumlichen Neuordnung der Universität eine Schlüsselrolle einnimmt. Gemeinsam mit den Neubauten der Zentralbibliothek und zwei weiteren geplanten Bauwerken wird das Areal um den botanischen Garten durch das Forschungszentrum eine erhebliche Aufwertung erfahren. Das Bauvorhaben wird im Rahmen der 2012 mit dem Land vereinbarten Teil-Bauautonomie von der Philipps-Universität Marburg eigenständig umgesetzt. Die Kosten für die Baumaßnahme liegen bei insgesamt circa 10,5 Mio. Euro: Das Land Hessen leistet im Rahmen des Hochschulbauprogramms HEUREKA mit rund 6,9 Mio. Euro einen wichtigen Anteil bei der Finanzierung des Forschungsneubaus. Der Bund fördert das Bauprojekt aufgrund seiner überregionalen wissenschaftlichen Bedeutung mit 3,6 Mio. Euro.

Neubau setzt hinsichtlich Energieeffizienz Maßstäbe

„Das Forschungszentrum setzt auch hinsichtlich der Energieeffizienz Maßstäbe: Die Gebäudehülle wird um 50 Prozent besser sein, als es die Energieeinsparverordnung des Bundes vorgibt“, erläuterte die Finanzstaatssekretärin an die Gäste des Richtfests gewandt. Dadurch werde auch bei diesem Projekt die Nachhaltigkeitsstrategie Hessen vorbildlich umgesetzt. „Stück für Stück bewegen wir uns so auf unser Ziel der CO2-neutralen Landesverwaltung bis zum Jahr 2030 zu“, ergänzte Weyland.

Ihren abschließenden Dank richtete die Finanzstaatssekretärin an die Projektleitung, Architekten und Handwerker: „Eine Baumaßnahme in dieser Größenordnung bedeutet auch stets eine enge Kooperation aller Beteiligten – wie wir heute sehen können, ist diese bisher sehr gut gelungen.“ Weyland verband ihren Dank mit der Hoffnung, dass der Neubau termingerecht fertiggestellt werden könne und wünschte den Baubeteiligten weiterhin eine unfallfreie Arbeit und Gottes Segen.

Themengebiet: Forschung und Innovation, Finanzen