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12.03.2015 - Land
Wissenschaftsminister Rhein und Finanzstaatssekretärin Weyland: Richtfest für Pädiatrisches Zentrum

In Frankfurt haben heute Hessens Wissenschaftsminister Boris Rhein und Finanzstaatssekretärin Dr. Bernadette Weyland gemeinsam mit Vertretern des Universitätsklinikums und vielen weiteren Gästen das Richtfest für den Forschungsneubau des Pädiatrischen Zentrums für Stammzellentransplantation und Zelltherapie (PZStZ) gefeiert. Wissenschaftsminister Boris Rhein betonte: „Das Forschungszentrum gibt vielen krebskranken Kindern und ihren Familien Hoffnung, denn das Pädiatrische Zentrum für Stammzellentransplantation und Zelltherapie verbessert die Behandlung und Heilung von krebskranken Kindern und Jugendlichen erheblich. Die 7,6 Millionen Euro, mit denen das Wissenschaftsministerium diesen Neubau fördert, sind hier sehr gut angelegt. Das bundesweit führende Team, bestehend aus Ärzten und Wissenschaftlern, arbeitet Hand in Hand, um den Krebs erfolgreich zu bekämpfen sowie neue Therapieformen zu entwickeln.“

Die Finanzstaatssekretärin ging in ihrem Grußwort darauf ein, dass der Neubau die Möglichkeiten für die Forschung auf dem Gebiet der Stammzelltransplantation und Zelltherapie entscheidend verbessern werde. „Nur das, was heute erforscht wird, kann morgen in die klinische Anwendung transferiert werden. Die Entwicklung neuer Therapiestrategien im Labor ist deshalb von enormer Bedeutung. Aus diesem Grund wird der Forschungsneubau der optimalen Behandlung krebskranker Kinder und Jugendlicher dienen“, erläuterte Weyland. Der Brückenschlag „vom Labor - ins Krankenhaus - ans Krankenbett“ werde mit der Fertigstellung des Rohbaus zukünftig auch architektonisch umgesetzt, da dieser eine Verbindung zum benachbarten Stammzelltherapiezentrum schaffe.

Förderung durch Bund, Land und Privatspender

Das neue Gebäude wird für rund 60 Wissenschaftler und Mitarbeiter Forschungsstätte sein. Es umfasst rund 1.770 m² Nutzfläche und soll in der zweiten Hälfte des Jahres 2016 in Betrieb genommen werden. Bis zu diesem Zeitpunkt werden rund 18 Mio. Euro Planungs- und Ausführungsleistungen erbracht und der Neubau mit Forschungs- und Einrichtungsgegenständen mit einem Wert von rund drei Mio. Euro ausgestattet sein. Der Forschungsbau der Goethe-Universität wird durch den Bund, das Land Hessen sowie durch Privatspender finanziert. Der Bund fördert die Baumaßnahme mit 7,6 Mio. Euro, aus dem Hochschulbauprogramm HEUREKA des Landes Hessen werden ebenfalls 7,6 Mio. Euro aufgewendet. Zusätzlich wird der Forschungsneubau durch eine Spende der Ehrensenatorin Johanna Quandt in Höhe von 5,6 Mio. Euro finanziert.

„Frankfurt ist bereits heute ein bundesweites Referenzzentrum in der Stammzellentransplantation und liegt international an der Spitze der Forschung. Mit den 7,6 Millionen Euro aus unserem landesweiten Hochschulbauprogramm HEUREKA helfen wir nicht nur maßgeblich mit, den Neubau zu finanzieren, wir stärken damit gleichzeitig auch die Spitzenforschung und damit den Wissenschaftsstandort Hessen. Ich freue mich zudem sehr, dass sich Johanna Quandt einmal mehr um die Universität Frankfurt mit ihrer großzügigen Spende verdient gemacht hat. Ihr Engagement für den Neubau des Pädiatrischen Zentrums für Stammzelltransplantation und Zelltherapie verdient größten Dank und Anerkennung“, so Wissenschaftsminister Boris Rhein.

Spitzenplatz in deutscher Forschungslandschaft

„Die große Unterstützung, die dieses herausragende Bauprojekt von allen Seiten erfährt, ist auch ein Beleg für die hohe Wertschätzung der Universität und des Universitätsklinikums. Die enormen Anstrengungen der vergangenen Jahre haben dem Fachbereich Medizin und dem Klinikum einen Spitzenplatz in der deutschen Forschungslandschaft eingebracht“, betonte die Finanzstaatssekretärin.

Weyland zeigte sich zudem erfreut darüber, dass der entstehende Neubau über einen hohen Standard zur Energieeffizienz verfügen werde: „Wir wissen heute sehr genau, dass der Energieverbrauch von Gebäuden einen großen Anteil des Gesamtenergieverbrauchs ausmacht. Umso besser, dass das neue Bauwerk auch hier positive Akzente setzt und durch seine Konstruktionsweise zum Ziel der CO2-neutralen Landesverwaltung beitragen wird.“

Bessere Therapierbarkeit von Krebserkrankungen

Die Finanzstaatssekretärin dankte allen Baubeteiligten für ihren engagierten Einsatz: „Sie haben durch Ihre gute Zusammenarbeit maßgeblich dafür gesorgt, dass die Fertigstellung des Rohbaus gelungen ist und wir heute diesen wichtigen Meilenstein des Bauverlaufs feiern können.“ Weyland wünschte allen Beteiligten weiterhin ein gutes Gelingen und vor allem einen reibungslosen Bauablauf. „Ich freue mich, dass der Betrieb des Gebäudes immer näher rückt, denn damit kommen wir einen wichtigen Schritt weiter auf dem Weg zur Therapierbarkeit und Heilung von Krebserkrankungen“, so die Staatssekretärin abschließend.

Themengebiet: Gesundheit, Finanzen