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09.03.2015 - Land
Gesundheitsminister Stefan Grüttner: 9. Hessischer Palliativtag und 3. Südhessisches Symposium für Hospizarbeit

Gesundheitsminister Stefan Grüttner stellt sich gegen den Bundesvorstoß einer flächendeckenden Versorgung mit stationären Hospizen. „Es ist die Leistung der ehrenamtlichen Hospizbewegung gewesen, den Sterbeprozess als einen natürlichen Prozess ins öffentliche Bewusstsein zu rücken und den Tod und das Sterben nicht länger zu separieren und zu verdrängen“, sagt Grüttner anlässlich des 9. Hessischen Palliativtages und des 3. Südhessischen Symposiums für Hospizarbeit und Palliativversorgung am 7. März in Darmstadt. „Wir wollen nicht dahin zurück, dass die Menschen nur noch in stationären Einrichtungen beim Sterben begleitet werden können.“ Vielmehr, formuliert der Minister Hessens Ziel, sollen Menschen mit einer guten Schmerztherapie von haupt- und ehrenamtlich Tätigen zuhause, im Altenpflegeheim, im Krankenhaus oder im stationären Hospiz begleitet und gepflegt werden und dort auch sterben können.

Ambulante Strukturen stärken

Nach Auffassung der hessischen Landesregierung steht daher im Vordergrund, die ambulanten Strukturen der hospizlichen Begleitung und palliativen Versorgung zu stärken und die hospizliche Haltung in allen Einrichtungen zu verankern, in denen Menschen leben und sterben.

Mittlerweile gibt es in Hessen 105 ambulante Hospizinitiativen sowie sieben ambulante Kinderhospizdienste. Die Landesregierung unterstützt deren wichtige Arbeit durch die Koordinierungs- und Anlaufstelle für Dienste der Sterbebegleitung und Angehörigenarbeit (KASA) sowie die Finanzierung von Qualifizierungskursen für ehrenamtlich Tätige in der Sterbebegleitung im Rahmen des Qualifizierungsprogramms des Hessischen Sozialministeriums für bürgerschaftliches Engagement im sozialen Bereich.

Bedürfnisse und Wünsche der Betroffenen

Für eine stationäre Versorgung stehen landesweit 17 Hospize für Erwachsene, ein Kinderhospiz, 36 Krankenhäuser mit einer Palliativeinrichtungund 22 ambulante Palliativteams zur Verfügung. Diese Dienste wollen ein Sterben ermöglichen, das sich an den Bedürfnissen und Wünschen des Betroffenen ausrichtet.

Eine gute Sterbebegleitung, gepaart mit einer umfassenden palliativen Versorgung könne der Angst vor einem langen Sterbeprozess wirksam begegnen und ein menschenwürdiges Leben bis zuletzt ermöglichen, betont Grüttner abschließend.

Themengebiet: Gesundheit, Soziales