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09.03.2015 - Land
Staatssekretär Dr. Wolfgang Dippel: 25 Jahre Wiesbadener Kinder- und Jugendtelefon

Bei seinem Besuch der Jubiläumsveranstaltung im Festsaal des Wiesbadener Rathauses anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Wiesbadener Kinder- und Jugendtelefons und des 15-jährigen Bestehens des Angebots „Jugendliche beraten Jugendliche“ bezeichnete der Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration, Dr. Wolfgang Dippel, die Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als bewundernswert und einen „unverzichtbaren Beitrag für junge Menschen“, nicht zuletzt, „weil Prävention, je früher Sie einsetzt, umso wirksamer und nachhaltiger ist“.

Das Kinder- und Jugendtelefon – auch „Nummer gegen Kummer“ genannt - wird in Wiesbaden vom eigenständigen Verein Kinder- und Jugendtelefon Wiesbaden e.V. in Zusammenarbeit mit dem Dachverband Nummer gegen Kummer e.V. geführt und ist erreichbar Montag bis Samstag von 14.00 bis 20.00 Uhr. Kinder und Jugendliche, die Rat und Unterstützung suchen, erhalten Zuspruch kostenlos, anonym und vertraulich. Seit 15 Jahren gibt es samstags zusätzlich das Angebot „Jugendliche beraten Jugendliche“; in dieser Zeit stehen Jugendliche im Alter von 16 bis 20 Jahren ihren Altersgenossinnen und -genossen in der telefonischen Beratung zur Seite.

Zielgerichtete und bedarfsgerechte Empfehlungen

„Kinder und Jugendliche, die Rat und Unterstützung suchen, erhalten dank des Kinder- und Jugendtelefons Wiesbaden Zuspruch, wenn sie mit sich oder mit ihren Eltern, mit Freunden, mit der Schule oder in der Ausbildung mit Ängsten, Bedrohung und auch Einsamkeit hadern. Dankbarerweise sind Sie als gut vernetztes Team in der Lage, den Kindern und Jugendlichen zielgerichtete, bedarfsgerechte Empfehlungen zu geben, wie es weitergehen kann. So sorgen Sie dafür, dass Kinder und Jugendliche, die in einer akuten Notsituation sind, in einer altersgerechten Sprache erfahren, dass sie nicht auf sich allein gestellt sind, sondern dass es auch weiterführende Hilfen gibt.“ führte Dippel weiter aus und betonte, dass man stolz darauf sein könne, dass eine solch qualitativ hochwertige Beratung für Kinder und Jugendliche bereits über einen so langen Zeitraum solide geleistet wird.

2014 engagierten sich sieben Jugendliche und 23 Erwachsene als Telefonberaterinnen und -berater für den Verein in Wiesbaden. Die Telefonberaterinnen und –berater der sechs hessischen Standorte erhalten eine 100 Stunden umfassende sechsmonatige Ausbildung und kontinuierliche Supervision nach bundesweit abgestimmten systematischen Standards. Zur Ausbildung gehören theoretische Wissensvermittlung, Gesprächsführung, Themen aus der Beratungspraxis, Selbsterfahrung und der Besuch von Hilfsorganisationen für Jugendliche. Die Beraterinnen und Berater sind in der Regel mindestens zwei Jahre für den Verein tätig – einmal wöchentlich für jeweils zwei Stunden. Der Dachverband Nummer gegen Kummer e.V. hat in Zusammenarbeit mit dem Kinderschutzbund Leitbilder für die Qualifikation und Organisation des Kinder- und Jugendtelefons entwickelt.

Solide Ausbildung und Supervision aller Mitwirkender

„Das Land Hessen engagiert sich seit 2001 gern finanziell, seit 2004 mit jährlich 40.000 Euro, um die solide Ausbildung und Supervision aller Mitwirkenden der Kinder- und Jugendtelefone zu unterstützen. Der Landesregierung liegt sehr viel daran, einen Beitrag zur Qualitätssicherung und Weiterentwicklung Ihrer Arbeit zu leisten. Es geht uns darum, dass Sie als Team und in der individuellen Begegnung mit Ihren jungen Klientinnen und Klienten weiterhin über die bemerkenswert große Handlungssicherheit verfügen, die Sie schon seit 25 Jahren, und die Jugendlichen im Team jetzt bereits seit fünfzehn Jahren, an den Tag legen.“, so Dippel abschließend.

Foto: Kinder- und Jugendtelefon e. V.

Themengebiet: Kinder und Jugend, Soziales