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06.03.2015 - Land
Müller-Klepper und Ravensburg: „Keine Geschmacksverirrung, sondern Anleitung zu sexualisierter Gewalt gegen Frauen“

Als „menschenverachtend und frauenfeindlich“ haben die CDU-Landtagsabgeordneten Petra Müller-Klepper und Claudia Ravensburg die so genannten „Aufreiß-Seminare“ kritisiert. „Diese Veranstaltungen müssen verhindert werden, weil sie eine Anleitung zu sexualisierter Gewalt gegen Frauen geben. Sie dürfen nicht als eine Geschmacksverirrung verharmlost werden, denn hier finden Erniedrigung, Diskriminierung und Gewaltverherrlichung statt“, erklärten die  Landesvorsitzende der Frauen Union Hessen und die frauenpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion heute gemeinsam in Wiesbaden. Die CDU-Landtagsfraktion hatte anlässlich des Weltfrauentags am 8. März gemeinsam mit BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN einen entsprechenden Antrag in den Hessischen Landtag eingebracht, der einstimmig beschlossen worden war.

„Es werden nicht nur flotte Sprüche einstudiert, sondern die Teilnehmer ermutigt, Frauen zu demütigen, zu nötigen und durch Gewalt zum Sex zu zwingen. Es wird zu sexuellen Übergriffen animiert. Dies ist ein Aufruf zu Erniedrigung und Misshandlung“, erläuterten die CDU-Politikerinnen. Videos der „selbsternannten Anmachkünstler“ (engl. Pick-up-Artists), die die Seminare durchführen, belegten dies.

Müller-Klepper und Ravensburg riefen zur Ächtung dieses sexistischen Frauenbilds, bei dem die Menschenrechte mit Füßen getreten würden, und zum Widerstand gegen die Veranstaltungen auf.  „In den USA hat sich eine Branche entwickelt, die die Propagierung von physischer und psychischer Gewaltanwendung an Frauen ökonomisch vermarktet. Die Verbreitung dieser Angebote in Deutschland und damit der Aufruf zu Misshandlung und Erniedrigung muss gestoppt werden, um Frauen zu schützen. Gewalt gegen Frauen ist keine Privatsache. Sie darf von der Gesellschaft nicht toleriert werden.“

Zynisch sei es, dass in Frankfurt eine solche Veranstaltung gerade für den Internationalen Frauentag, der am 8. März 2015 begangen wird, geplant sei. „Dies zeigt, wie notwendig dieser Tag ist, mit dem auf das Grundrecht der Gleichberechtigung von Mann und Frau und die Errungenschaften der Frauenbewegung hingewiesen werden“, so Müller-Klepper und Ravensburg. Sie begrüßten, dass die politisch Verantwortlichen in Frankfurt sich gegen diese Veranstaltungen stellten, Vermieter aufforderten, keine Räumlichkeiten für diesen Zweck zu überlassen und auch der Staatsanwalt tätig sei.

Themengebiet: Frauen, Allgemeines