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26.02.2015 - Land
Gesundheitsminister Stefan Grüttner: Mehr Qualität und Patientensicherheit in den Kliniken

Rhein-Main Zukunftskongress in Offenbach

Am Mittwoch hat der Hessische Gesundheitsminister auf dem Rhein-Main Zukunftskongress die Bedeutung der Krankenhausreform des Bundes in den Blick genommen und einen „Riesenschritt für die Patientinnen und Patienten“ und hin zu „mehr Qualität und Sicherheit“ genannt. „Qualität schreiben wir in Hessen schon lange groß. Das Anfang 2014 gegründete Referat für Qualität und Patientensicherheit im Hessischen Gesundheitsministerium ist nur ein Baustein unseres Engagements. Umso wichtiger war es mir, dass die Krankenhausreform im Bund auch vom Menschen her gedacht wird und ich freue mich, dass ich als Sprecher der CDU/CSU-geführten Länder hier eine starke hessische Handschrift einbringen konnte“, so Grüttner auf der Pressekonferenz des Kongresses. Im Dezember hatte sich in Berlin die Bund-Länder AG auf Eckpunkte zu einer Krankenhausreform geeinigt. Der Hessische Gesundheitsminister Stefan Grüttner nannte die Reform „vom Menschen her gedacht“ und einen „Riesenschritt hin zu mehr Qualität und Patientensicherheit in den Kliniken.“

Mehr Transparenz über die Qualität der Leistungen

Wie zuvor in seiner Rede vor dem Fachpublikum betonte Grüttner auch gegenüber der Presse, dass die hessischen Patientinnen und Patienten und die hessischen Krankenhäuser von der beabsichtigten Reform enorm profitieren würden. „Die Patienten erhalten mehr Transparenz über die Qualität der Leistungen in den Krankenhäusern und können sicher sein, dass sie auch in den ländlichen Regionen die notwendige Versorgung erhalten. Bei geplanten Eingriffen erhalten sie ein explizites Recht auf eine Zweitmeinung. Sie profitieren auch davon, dass die Qualität künftig bei der Krankenhausplanung die entscheidende Rolle spielen wird“, nannte der Minister die Kernpunkte. Es werde undesweit einheitliche Qualitätsindikatoren geben. Für besonders gute Qualität wird es Zuschläge geben. Kliniken mit nicht akzeptabler Qualität werden zunächst Vergütungsabschläge hinnehmen müssen und können ihren Versorgungsauftrag verlieren.

„Ein Punkt, der mir besonders am Herzen lag, konnte im Rahmen der Reform umgesetzt werden, nämlich die Beseitigung von Fehlanreizen im System, die bspw. zu unnötigen Operationen geführt haben. Zwar müssen Kliniken wirtschaftlich arbeiten, um hochwertige und moderne Medizin bieten zu können. Das Maß muss aber immer das Patientenwohl sein. Jetzt wird den Krankenhäusern in Ballungsräumen der Fehlanreiz genommen werden, ihre Patientenzahlen immer weiter zu steigern, weil durch Zweitmeinungsverfahren und höhere Abschläge auf Mehrleistungen die Qualität der Leistungen, nicht aber die ständige Leistungssteigerung, im Interesse der Kliniken liegen wird“, führte der Gesundheitsminister aus. 

Initiative „Patientensicherheit und Qualität in Hessen“

Zur Erarbeitung eines Qualitätskonzepts für Hessen wurde im Bereich der Krankenhausversorgung die Initiative „Patientensicherheit und Qualität in Hessen“ ins Leben gerufen, als gemeinsame Initiative des HMSI mit der Hessischen Krankenhausgesellschaft. „Das ist ein Schwerpunkt, mit dem das neue Referat sich befasst. Daneben ist es Gelenk- und Anlaufstelle, um sowohl innerhalb Hessens wie auch zwischen Bund und Land Informationen zu kanalisieren und nutzbar zu machen“, erklärte Grüttner. Im Rahmen der Initiative habe ein Expertengremium bestehend aus Mitarbeitern des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration und Experten der Hessischen Krankenhausgesellschaft zunächst das Konzept der Initiative erarbeitet und anschließend einen Fragebogen entwickelt. Nach der Auswertung aller teilnehmenden Kliniken, 88 haben mitgemacht, diese behandeln 79 Prozent aller Krankenhauspatienten, bewertete die Expertengruppe die Auswertung und empfahl Maßnahmen. „Ziel der Initiative ist die Verbesserung und Weiterentwicklung der Patientensicherheit und der Qualität in hessischen Krankenhäusern und die Darstellung der bereits vorhandenen Maßnahmen und Aktivitäten der hessischen Krankenhäuser gegenüber der Öffentlichkeit.“

Abschließend betonte Grüttner, die Patientinnen und Patienten müssten sich absolut sicher sein können, dass nur die Maßnahmen ergriffen werden, die „medizinisch notwendig sind und nicht solche, die für den Behandelnden finanziell attraktiv“ sind. „Das ist das Kernstück unserer Reform und das ist das erklärte Ziel meiner Arbeit als Gesundheitsminister für Hessen.“

Themengebiet: Gesundheit, Soziales