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10.02.2015 - Land
Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz: Erlernen der deutschen Sprache eine der großen Herausforderungen

Am zweiten Tag der ‚Woche der Bildung‘ der Hessischen Landesregierung ist Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz nach Nordhessen aufgebrochen und hat heute zunächst die Anne-Frank-Schule in Eschwege besucht. Schwerpunktthema des Besuchs war die Deutschförderung für Seiteneinsteiger, die auch im ländlichen Raum zunehmend an Bedeutung gewinnt. Das neue Schuljahr habe die Schulverwaltung durch die Zunahme der Zahl der schulpflichtigen Kinder und Jugendlichen, die bei fortgeschrittener Schullaufbahn aus dem Ausland nach Hessen zuziehen, vor weitere Herausforderungen gestellt, so Lorz. „Voraussetzung für eine gelingende Integration dieser jungen Menschen ist zweifelsfrei die Beherrschung der deutschen Sprache.“ An der Anne-Frank-Schule besteht eine sogenannte Intensivklasse, in der junge Seiteneinsteiger vor der Integration in regulären Unterricht zunächst ausschließlich in deutscher Sprache unterrichtet werden.

Land investiert rund 60 Mio. Euro in Deutschförderung

Das Land Hessen hat die Zahl der Lehrerstellen für die Förderung von Schülerinnen und Schülern in Intensivklassen und -kursen im laufenden Schuljahr noch einmal von 300 auf jetzt 365 erhöht. Insgesamt stehen nun für Deutschfördermaßnahmen im Rahmen des schulischen Sprachförderprogramms 1085 Stellen zur Verfügung. „Die Herausforderungen für die Schulgemeinden bei der Integration sind groß“, erklärte Lorz. „Doch wir sind sehr froh, dass unsere vorhandenen Maßnahmen und Konzepte greifen.“ Für den Bereich der Deutschförderung investiert das Land rund 60 Mio. Euro pro Jahr. Neben den Intensivkursen und -klassen gehören dazu auch die Vorlaufkurse, an denen aktuell mehr als 9.000 Kinder teilnehmen, Deutschförderkurse sowie das Programm Deutsch & PC. „Das Beherrschen der deutschen Sprache ist eine Grundvoraussetzung dafür, dass Kinder und Jugendliche in Schule und Beruf Erfolg haben. Deshalb ist es wichtig, alle Schülerinnen und Schüler bei diesem Spracherwerb zu unterstützen“, betonte der Kultusminister.

Die Anne-Frank-Schule ist eine Integrierte Gesamtschule mit weiteren pädagogischen Schwerpunkten. So gibt es ein Ganztagsangebot im Profil I – das heißt mit Hausaufgabenhilfe und Wahlunterricht an vier Nachmittagen, Cafeteria und Schulbibliothek und einer gesicherten Betreuung montags bis donnerstags bis 16 Uhr und freitags bis 15.30 Uhr. Die Schule bietet darüber hinaus Gemeinsamen Unterricht sowie inklusive Beschulung für Kinder mit und ohne Beeinträchtigungen bzw. Behinderungen und nimmt am Europaschulprogramm teil.

Hintergrund: Woche der Bildung

Vom 9. Februar bis 13. Februar 2015 besuchen die Ministerinnen und Minister der Hessischen Landesregierung Schulen in ganz Hessen. Sie informieren sich dabei sowohl über die Schwerpunkte der Stellenzuweisung – von Ganztag bis Deutschförderung – bis hin zu politischen Schwerpunkten wie dem Parallelangebot von G8- und G9-Klassen an Gymnasien oder die selbstständigen Schulen. Die Vielfalt der Schulen und Schulformen kommt dabei genauso zum Ausdruck wie die große Bandbreite der individuellen Förderung von Schülerinnen und Schülern im hessischen Bildungssystem.

Die Landesregierung fühlt sich einer soliden Haushaltsführung verpflichtet, weiß jedoch zugleich auch um die Notwendigkeit von Zukunftsinvestitionen. „Wir halten die Schuldenbremse ein und werden nach 50 Jahren die erste Landesregierung sein, die keine neuen Schulden mehr aufnehmen wird“, betonte Lorz abschließend. Dennoch wolle und werde man auch klug investieren. „Ausgaben für Bildung und Wissenschaft sind Investitionen in die Zukunftsfähigkeit Hessens. Unser Engagement für kluge Köpfe sichert Innovationsfähigkeit, Arbeitsplätze und Wohlstand in den kommenden Jahren. Diese Leistungen entscheiden mit über die Zukunft unseres Landes.“

Themengebiet: Bildung