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28.01.2015 - Land
Wissenschaftsminister Boris Rhein: Hessen ist Vorreiter in der Cybersicherheit

Wissenschaftsminister Boris Rhein hat sich am Mittwoch beim LOEWE-Zentrum CASED (Center for Advanced Security Research Darmstadt) über die Grundlagen und Anwendungen der IT-Sicherheit informiert. Der Besuch ist einer der Höhepunkte in der Woche der Wissenschaft der Landesregierung.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Technischen Universität Darmstadt (TUD), der Hochschule Darmstadt sowie des Fraunhofer-Instituts für Sichere Informationstechnologie (SIT) arbeiten hier Hand in Hand und entwickeln gemeinsam mit Unternehmen aus der Wirtschaft, IT-Sicherheitslösungen für unterschiedliche Branchen und Anwendungsfelder.

Wissenschaftsminister Boris Rhein: „38 Prozent aller Internetnutzer in Deutschland waren bereits Opfer von Cyberkriminalität, 27 Prozent aller Unternehmen in Deutschland Opfer von Wirtschaftsspionage. Diese alarmierenden Zahlen belegen, wie wichtig es, ist sich vor Cyberangriffen zu schützen. Das LOEWE-Zentrum CASED ist europaweit führend, wenn es um die IT-Sicherheit geht. Das ist ein großer Erfolg für unser landeseigenes Forschungsförderungsprogramm LOEWE.“

Vorreiter im Bereich der Cybersicherheit

Beim Besuch informierte sich Wissenschaftsminister Boris Rhein beispielsweise über neue Software-Testverfahren. Damit hatten CASED-Forscher erst vor kurzem einen Banking-Trojaner aufgespürt, der sich als Smartphone-App tarnte. Highlight des Besuchs bildete ein Blick ins neu eingerichtete Cyber Physical Security Labor, in dem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler datenschutzfreundliche IT-Systeme für das Auto der Zukunft entwickeln.

Insgesamt fördert die Landesregierung das LOEWE-Zentrum CASED bis 2016 mit insgesamt 36,5 Millionen Euro. Hinzu kommen Investitionen beispielsweise in Höhe von 9,1 Millionen Euro für den Neubau des Fraunhofer Instituts SIT, der insgesamt 170 moderne Arbeitsplätze bietet.

„Mein Ziel ist der gezielte Ausbau des Cyber-Security Forschungsstandorts Darmstadt als national und international sichtbarer Hotspot der IT-Sicherheit. Daher begrüße ich die Pläne, in Darmstadt ein Spitzenforschungszentrum für Cybersicherheit einzurichten, das die Forschungskapazitäten von Technischer Universität, Hochschule Darmstadt und Fraunhofer SIT weiter bündeln soll“, erklärte Wissenschaftsminister Boris Rhein.

Im Bereich Informatik konnte die TUD zudem mit dem neuen Studiengang „IT-Sicherheit“ einen weiteren Baustein zur Ausbildung von Nachwuchskräften in der IT-Sicherheitsforschung legen.

„Forschung und Lehre sind für die Hessische Landesregierung von zentraler Bedeutung. Noch nie wurde in Hessen so viel in Bildung und Wissenschaft investiert wie in dieser Legislaturperiode“, erklärte Wissenschaftsminister Boris Rhein. Mit der Verabschiedung des Haushalts 2015 in der kommenden Woche werde ein Investitionsschub in Gang gesetzt, der die Bedeutung der Wissenschaft in Hessen weiter voranbringen und das exzellente Niveau auch künftig sichern werde.

Mehr Geld für Wissenschaft und Forschung

Das von der Landesregierung geschnürte neue Hochschulfinanzierungspaket garantiert den hessischen Hochschulen nicht nur zusätzliche finanzielle Unterstützung in Millionenhöhe, sondern insbesondere auch Planungssicherheit für die nächsten Jahre.

Die wichtigsten Säulen des neuen Finanzierungspakets für die Hochschulen sind:

  • Eine Steigerung der Grundfinanzierung der Hochschulen im Jahr 2015 um rund
    26 Millionen Euro auf 1,55 Milliarden Euro.
  • Ab 2016 ist eine jährliche Budgetsteigerung für die Hochschulen in Höhe von einem Prozent über der Inflation vorgesehen.
  • Die frei werdenden BAföG-Mittel von jährlich rund 81 Millionen Euro werden eins zu eins für die Hochschulen genutzt.
  • Der Bund-Länder Hochschulpakt 2020, bei dem das Land für jeden Euro, den der Bund in Hessen investiert, einen weiteren Euro zur Verfügung stellt. 2015 erhalten die Hochschulen voraussichtlich rund 275 Millionen Euro aus dem Hochschulpakt 2020.
  • Die Mittel zur Qualitätssicherung von Studium und Lehre (QSL) bleiben erhalten. Für das Jahr 2015 betragen die QSL-Mittel erneut 92 Millionen Euro.
  • Die Fortsetzung des bundesweit einmaligen Forschungsförderungsprogramms „LOEWE“ sowie des erfolgreichen Hochschulbauprogramms „Heureka“. Hier investiert Hessen seit 2010 im Schnitt rund 400 Millionen Euro pro Jahr in die Infrastruktur der Hochschulen.

„Wissenschaft und Forschung sind die Grundlage für Wohlstand und wirtschaftliche Stärke in Hessen. Das neue Hochschulfinanzierungspaket schafft die nötigen Rahmenbedingungen für unsere Hochschulen, um so die Zukunft unseres Landes zu sichern“, erklärte Wissenschaftsminister Boris Rhein abschließend.

Themengebiet: Internet, Wissenschaft