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28.01.2015 - Land
Justizministerin Eva Kühne-Hörmann: Hinter jedem unentdeckten unnatürlichen Tod kann sich auch ein unerkanntes Opfer verbergen

Im Rahmen der Woche der Wissenschaft besuchte Justizministerin Eva Kühne-Hörmann heute das Institut für Rechtsmedizin des Universitätsklinikums Gießen und Marburg. „Die Rechtsmedizin leistet einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung von Straftaten. Hier konzentrieren sich seit Jahrzehnten Professionalität und wissenschaftliche Qualität. Diese Erfahrungen möchte ich zur Verbesserung der ärztlichen Leichenschau nutzbar machen“, so die Justizministerin.

„Hinter jedem unentdeckten unnatürlichen Tod kann sich auch ein unerkanntes Opfer verbergen. Studien schätzen, dass nahezu jedes zweite Tötungsdelikt in Deutschland nicht entdeckt wird. Grund dafür sind oftmals mangelhafte Kenntnis und fehlende Erfahrung der leichenschauenden Ärzte. Straftaten können aber nur aufgeklärt werden, wenn sie auch als solche erkannt werden. Eine verbesserte Leichenschau hilft deshalb überhaupt Opfer als Opfer zu erkennen“, so Eva Kühne-Hörmann weiter.

„Die Leichenschau ist der letzte Dienst am Patienten“

Empfangen wurde die Justizministerin von Prof. Dr. Dr. Reinhard Dettmeyer, dem Direktor des Instituts für Rechtsmedizin an der Justus-Liebig-Universität Gießen. „Die Rechtsmedizin kann am Standort Gießen auf eine 50-jährige Tradition zurückblicken und umfasst die  Obduktionstätigkeit, DNA-Analysen und toxikologische Bestimmungen bis hin zur Gewaltopferuntersuchung.“ Zum Thema Verbesserung der Leichenschau sagte Prof. Dr. Dr. Dettmeyer: „Die Leichenschau ist der letzte Dienst am Patienten. Ärzte und Rechtsmediziner stehen deshalb in einem besonderen Vertrauensverhältnis auch zum verstorbenen Patienten.“

Hintergrund des Besuches ist die Woche der Wissenschaft der Landesregierung. „Die Hessischen Hochschulen können sich auf die Landesregierung verlassen. Entsprechend der Vereinbarungen zum Hessischen Hochschulpakt steigt die Hochschulfinanzierung im Jahr 2015 von rund 1,523 Milliarden Euro auf rund 1,549 Milliarden Euro. Auch in den nächsten Jahren wird es jährliche Budgetsteigerungen in Höhe von einem Prozent über der Inflation geben. „Damit stehen wir bundesweit ganz vorn“, so die Justizministerin. 

Themengebiet: Wissenschaft