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27.01.2015 - Land
Staatsminister Axel Wintermeyer: Das größte Verbrechen unserer Geschichte darf sich nicht wiederholen

70 Jahre nach der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz hat Staatsminister Axel Wintermeyer, Chef der Hessischen Staatskanzlei, in Wiesbaden gemeinsam mit dem früheren Auschwitzer Bürgermeister Janusz Marszalek an die Opfer des Nationalsozialismus und an den Auftrag, der sich aus der dunkelsten Epoche deutscher Geschichte ergibt, erinnert. 

„Wenn wir unseren Kindern und Enkeln erklären wollen, was sich damals zugetragen hat, stockt uns noch immer der Atem. Es bleibt die immer währende Pflicht aller Bürgerinnen und Bürger unseres Landes, dafür Sorge zu tragen, dass sich das größte Verbrechen unserer Geschichte nicht wiederholt“, sagte Wintermeyer am Dienstag in der Staatskanzlei in Wiesbaden. Der Besuch Janusz Marszaleks sei ein Symbol für die Freundschaft zweier Völker, die nach den schrecklichen Ereignissen des Zweiten Weltkriegs viel verbindet. „Ein Pole kommt hierher als Freund, auch das ist eine historische Aussage.“

Aus der Erinnerung an die Befreiung von Auschwitz ergebe sich aber auch ein aktueller Auftrag. „Es darf keinen Fremdenhass, keinen Religionshass und keinen Völkermord mehr geben. Die Völkergemeinschaft muss sich entschieden gegen die Gräueltaten wenden, die wir derzeit in Syrien, im Irak und auch in Nigeria erleben“, sagte Wintermeyer. Aber auch in Deutschland müsse das friedliche Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Kulturen gefördert werden. Dies gelte aber für beide Seiten.

Janusz Marszalek kämpft im In- und Ausland weiter gegen das Vergessen. „Ich wünsche mir, dass die Welt menschlicher wird. Es soll nie wieder ein Auschwitz geben. Nirgendwo“, sagte der frühere Bürgermeister. In seiner Stadt entsteht ein Friedens- und Begegnungszentrum, in dem zum aktiven Einsatz für Frieden und Menschenrechte aufgerufen werden soll. Steine aus allen Teilen der Welt werden dort als Symbole des Friedens ausgestellt. Aus Hessen stammt ein Stein aus dem Hohen Dom zu Fulda. Auch finanziell leistet das Land einen Beitrag für das Zentrum. Staatsminister Wintermeyer übergab Marszalek einen Scheck in Höhe von 1000 Euro.

Themengebiet: Geschichte, Nachruf