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27.01.2015 - Land
Sozialminister Stefan Grüttner: Integrationspolitik in Hessen setzt auf die Potenziale der Menschen, die bei uns eine neue Heimat gefunden haben

Angehende Unternehmer müssen nicht nur eine kluge Idee haben, sie müssen Behördengänge absolvieren, Steuerangelegenheiten regeln und Businesspläne zur Finanzierung erstellen. Dies ist für Menschen mit Migrationshintergrund oft mit großen Hürden verbunden. Das im Jahr 2010 mit dem Sonderpreis des Hessischen Integrationspreises ausgezeichnete Projekt „Migranten werden Unternehmer“ der Peter Fuld Stiftung richtet sich an junge Migrantinnen und Migranten, die sich in der Wirtschaftsregion Frankfurt/Rhein-Main und Main-Kinzig-Kreis selbständig machen möchten. Sie sollen durch Kompaktkurse in ihrem Ziel der Existenzgründung unterstützt werden. 

Ehrenamtliche Paten

„Mit ihrem Projekt „Migranten werden Unternehmer“ stellt sie gründungswilligen Migrantinnen und Migranten erfahrene Wirtschaftspaten zur Seite, die ihnen ein Coaching insbesondere zum Erstellen eines Business Plans geben. Und - das möchte ich hervorheben - diese Wirtschaftspaten sind ehrenamtlich tätig! Sie sind damit ein Vorbild für die gesamte Gesellschaft.“ sagte der Schirmherr des Projekts, Integrationsminister Stefan Grüttner, anlässlich des heutigen Informationstages in Frankfurt, und dankte allen beteiligten Partnern - insbesondere der Peter Fuld –Stiftung - für die Realisierung des „wegweisenden Konzeptes“. „Gastarbeiter“ gibt es nicht mehr. Es gibt nur noch Hessinnen bzw. Hessen mit und ohne Migrationshintergrund, die sich hier zu Hause fühlen und ihr Geschick selbst in die Hand nehmen. Denn sie wollen wirtschaftlich nicht abhängig, sondern eigenverantwortlich tätig und wirtschaftlich und sozial erfolgreich sein.“ führte Grüttner weiter aus.

Ziel des Projekts

Ziel des Projektes ist es, die Selbständigenquote bei Migrantinnen und Migranten zu erhöhen und neue Ausbildungs- und Arbeitsplatzmöglichkeiten zu schaffen. Gefördert wird das Projekt durch die Peter Fuld Stiftung und das Bankhaus HSBC Trinkaus & Burkhardt AG Frankfurt. Kooperationspartner sind die Wirtschaftspaten e.V., Gesellschaft für Wirtschaftskunde und dem IHK Forum Rhein/Main. „Mehr und mehr gehen Migrantinnen und Migranten den Weg der Selbständigkeit. Nach dem Mikrozensus 2011 gibt es in Hessen etwa 77.000 Selbständige mit Migrationshintergrund; dies entspricht ca. 10% aller Erwerbstätigen mit Migrationshintergrund. In Städten wie Offenbach mit ihrem hohen Migrationsanteil sieht es sogar noch besser aus. Mehr als die Hälfte der Unternehmensgründungen erfolgen hier durch Menschen nichtdeutscher Herkunft. Dies zeigt eine Entwicklung auf, die unterstützt und gefördert werden muss“, so Grüttner

Qualifizierte einjährige Schulung

Im Rahmen des seit 2010 laufenden Projektes erhalten ausgewählte Migrantinnen und Migranten eine einjährige qualifizierte Schulung und die Möglichkeit von Einzelcoachings. Dies betrifft insbesondere auch die Bereiche Marketing und Aquise. Auch bei Behördengängen erfolgt ggfs. eine Begleitung. Durch die Beteiligung der Wirtschaftspaten e.V. am Projekt wird die langfristige Begleitung der Existenzgründer über die Anfangsphase hinweg gewährleistet. Die Wirtschaftspaten üben ihre Tätigkeit ehrenamtlich aus. „Ich würde mich sehr freuen, wenn es als „Best practice“ nicht nur im Rhein-Main-Gebiet, sondern auch in anderen Regionen Hessens und Deutschlands umgesetzt werden würde. Die Chancen dafür stehen nicht schlecht: Die Peter Fuld Stiftung hat am 21. Januar ihr Projekt in der Hessischen Landesvertretung Berlin einem bundesweiten Publikum vorgestellt“, so Grüttner abschließend.

Themengebiet: Integration, Wirtschaft