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27.01.2015 - Land
Sozialminister Stefan Grüttner: Das ist ein erster wichtiger Schritt - Nur in Verbünden können sich Kliniken zukunftsfest aufstellen

Den erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen zwischen den Lahn-Dill-Kliniken und dem Gesundheitszentrum Wetterau über die Bildung eines Klinikverbundes nannte Hessens Gesundheitsminister Stefan Grüttner am Montag einen ersten wichtigen Schritt. „Der geplante Zusammenschluss der beiden Klinikverbünde ist sinnvoll und zielführend, denn er sichert mittel- und langfristig die Gesundheitsversorgung in ganz Mittelhessen auf hohem Niveau“. Grüttner sagte, nun liege es an den Aufsichtsräten und den kommunalen Gremien, den eingeschlagenen Weg zu Ende zu gehen. "Ich werbe seit 2012 für Klinikverbünde, weil ich überzeugt bin, dass Einzelkämpfer in einem sich verändernden Gesundheitssystem in Zukunft keine Chance haben, hochwertige Medizin in einer modernen Struktur für die Patientinnen und Patienten anzubieten. Hier wird auch die große Krankenhausreform im Bund Wirkung zeigen und helfen, die Spreu vom Weizen zu trennen", stellte Grüttner klar.

Die Krankenhäuser beider Verbünde immunisieren

Zusammenschlüsse wie der zwischen den Lahn-Dill Kliniken und dem Gesundheitszentrum Wetterau immunisierten die Krankenhäuser beider Verbünde auf lange Sicht gegen die Auswirkungen der strukturellen Probleme im Gesundheitswesen. „In einem Verbund mit 300 Millionen Euro Jahresumsatz sind Investitionen auch in den Krankenhausneu- und -umbau in ganz anderem Maße möglich als in kleineren Verbünden“, erklärte der Minister. Angesichts der im Januar 2016 in Kraft tretenden Modifikation der Krankenhausfinanzierung in Hessen sei dies „ein nicht zu unterschätzender Aspekt“. Das Hessische Sozialministerium fördert dann nicht mehr einzelne Investitionsprojekte. Vielmehr erhält jedes Krankenhaus jährlich einen Pauschalbetrag pro Fall, den es für investive Maßnahmen verwenden kann. Damit erhalten die Kliniken mehr Flexibilität bei ihrer Planung. 

„Ich freue mich, dass mein Impuls für einen starken Verbund so vielfach aufgegriffen wird in Hessen. Das ist der richtige Weg in die Zukunft und dabei kommt es nicht darauf an, dass meine Idee eins zu eins umgesetzt wird, sondern vielmehr, dass die Erkenntnis, dass es nur zusammen geht, mehr und mehr ein Allgemeinplatz in der Kliniklandschaft wird", so Grüttner. Ein größerer Verbund könne anders mit den Krankenkassen verhandeln als kleinere Verbünde mit geringeren Fallzahlen. Alle Maßnahmen, die ein größerer Verbund ermögliche, seien "wichtig und notwendig, damit die öffentlich-rechtlichen Krankenhäuser mit den privaten Kliniken Schritt halten und so neben den privaten und den freigemeinnützigen Kliniken als dritte Säule des deutschen Krankenhauswesens erhalten bleiben können“, sagte der Gesundheitsminister abschließend.  

Themengebiet: Gesundheit