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26.01.2015 - Land
Europaministerin Lucia Puttrich: Spitzenforschung auf höchstem Niveau für die Entwicklung neuer Wirksubstanzen in Medizin und Pflanzenschutz

Hessens Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten, Lucia Puttrich, hat sich beim Max-Planck-Institut für Biophysik in Frankfurt über die Arbeit der Wissenschaftler und den Forschungsstandort Hessen informiert. „Die Forschungsinstitute und Hochschulen sind die Herzkammern unseres Wissenschaftssystems. Hier entstehen Innovationen und Forschung, die unseren wirtschaftlichen Wohlstand sichern“, betonte Ministerin Puttrich. Forschung und Lehre seien für die Hessische Landesregierung von zentraler Bedeutung. „Noch nie wurde in Hessen so viel in Bildung und Wissenschaft investiert wie in dieser Legislaturperiode. Mit der Verabschiedung des Haushalts 2015 setzen wir einen Investitionsschub in Gang, der die Bedeutung der Wissenschaft in unserem Land weiter voranbringen wird und das exzellente Niveau auch künftig sichert“, hob die Europaministerin hervor.

Forschungsschwerpunkt

Schwerpunkt der Forschungsarbeit in den vier Abteilungen des Frankfurter Instituts ist die Aufklärung der physikalischen Prinzipien und molekularen Mechanismen des Lebens auf atomarer Ebene. Der Fokus liegt dabei auf Membranproteinen – den Bausteinen der Zellen – die an nahezu allen wichtigen Funktionen des Lebens beteiligt sind. Die Anwendung modernster Verfahren wie Elektronenmikroskopie, Röntgenkristallographie und spektroskopischer Methoden sowie die Ausstattung und die wohl einmalige Kombination unterschiedlichster Geräte und Verfahren machen das Max-Planck-Institut für Biophysik zu einem weltweit bekannten Zentrum für die Erforschung von Membranproteinen. Der Direktor der Abteilung Molekulare Membranbiologie, Prof. Dr. Dr. h.c. Hartmut Michel, erhielt für seinen wichtigen Beitrag zum Verständnis der Photosynthese 1988 den Nobelpreis für Chemie. Er erläuterte der Ministerin, dass Membranproteine, insbesondere die Signalrezeptoren, der Angriffspunkt der meisten Medikamente sind, die zur Behandlung von Krankheiten eingesetzt werden. Diese Erkenntnisse bilden darüber hinaus auch die Grundlage für die Entwicklung neuer Wirksubstanzen im Pflanzenschutz. „Die Entschlüsselung physikalischer und chemischer Mechanismen in biologischen Systemen gibt zudem wertvolle Impulse für die Entwicklung neuer Technologien“, machte Ministerin Puttrich die Wichtigkeit der Forschung des Max-Planck-Instituts deutlich.

Die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) zur Förderung der Wissenschaften ist eine unabhängige gemeinnützige Forschungsorganisation und wird gemeinsam von Bund und Ländern institutionell finanziert. Das Land Hessen förderte die MPG im Jahr 2014 mit rund 53 Millionen Euro. „Auch in diesem Jahr schreiben wir die Finanzierung auf diesem hohen Niveau fort“, bekräftige Puttrich. Die bundesweit 83 Max-Planck-Institute und 5 Forschungsstellen im Ausland betreiben Grundlagenforschung in den Natur-, Bio-, Geistes- und Sozialwissenschaften.

Hintergrund

Vom 26. bis 30. Januar 2015 besuchen die hessischen Staatsministerinnen und -minister bedeutende Forschungseinrichtungen in Hessen. „Wir wollen die ganze Bandbreite und Leistungsfähigkeit Hessens als Wissenschaftsstandort zeigen und herausragende Projekte und Einrichtungen vorstellen, die die Landesregierung fördert. Darüber hinaus wird das gesamte Kabinett eine auswärtige Kabinettssitzung in der Wissenschaftsstadt Darmstadt im dortigen Landesmuseum durchführen“, sagte Puttrich.

Themengebiet: Forschung und Innovation