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26.01.2015 - Land
Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz: Folgen des Klimawandels entscheiden über unsere Zukunft

Bei einem Besuch der Hochschule Geisenheim hat sich der Hessische Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz heute über das Forschungsprojekt FACE2FACE informiert. Der Besuch der Hochschule fand zum Auftakt der „Woche der Wissenschaft“ statt, die die Mitglieder Landesregierung zu bedeutenden Forschungseinrichtungen in Hessen führt. FACE2FACE ist ein Schwerpunkt des hessischen Forschungs¬förde¬rungsprogramms LOEWE und beschäftigt sich mit den Folgen des Klimawandels, der Anpassung an den Klimawandel und der Verminderung von Treibhausgasemissionen bis 2050. „Ich bin sehr beeindruckt von der Arbeit der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler“, erklärte Lorz. „Der Klimawandel ist eines der Phänomene, die die Veränderungen in unserer Welt in Gegenwart und Zukunft maßgeblich bestimmen. Viele seiner Folgen können wir heute noch nicht abschätzen. Deshalb ist es umso nötiger, hier einen Schwerpunkt für Forschungsinvestitionen zu setzen.“

Forschungsprojekt FACE2FACE mit 4,5 Mio. Euro gefördert

Das Projekt wird in der aktuellen Förderperiode (2014 – 2016) mit insgesamt 4,5 Mio. Euro vom Land gefördert. „Forschung und Lehre sind für die Hessische Landesregierung von zentraler Bedeutung. Noch nie wurde in Hessen so viel in Bildung und Wissenschaft investiert wie in dieser Legislaturperiode“, erklärte der Kultusminister. Mit der Verabschiedung des Haushalts 2015 werde ein Investitionsschub in Gang gesetzt, der die Bedeutung der Wissenschaft in Hessen weiter voranbringen und das exzellente Niveau auch künftig sichern werde.

„Als Landesregierung fühlen wir uns einer soliden Haushaltsführung verpflichtet“, betonte Lorz. „Gleichzeitig wissen wir jedoch auch um die Notwendigkeit von Zukunftsinvestitionen. Wir halten die Schuldenbremse ein und werden nach 50 Jahren die erste Landesregierung sein, die keine neuen Schulden mehr aufnehmen wird. Dennoch wollen wir auch klug investieren.“ Ausgaben für Bildung und Wissenschaft seien Investitionen in die Zukunftsfähigkeit Hessens, so der Minister. „Unser Engagement für kluge Köpfe sichert Innovationsfähigkeit, Arbeitsplätze und Wohlstand in den kommenden Jahren. Diese Leistungen entscheiden mit über die Zukunft unseres Landes.“

Worum geht es bei FACE2FACE?

Steigende atmosphärische CO2-Konzentrationen sind eine der zentralen Komponenten des Klimawandels und wirken sich auf Pflanzen und deren Lebensraum aus. Die Interaktionen von Klimawandel mit mikrobiellen Prozessen in Boden und Pflanzen sowie Auswirkungen auf Produktqualität sind dabei noch weitgehend unverstanden. Um die Vielzahl von Auswirkungen und Interaktionen auf das System Boden-Pflanzen zu untersuchen sind Freiland-CO2-Anreicherunganlagen, sogenannte FACE-Systeme (Free Air Carbon Dioxide Enrichment) am geeignetsten. Im Rahmen des LOEWE-Schwerpunkts FACE2FACE werden ein seit 15 Jahren bestehendes FACE-System für Grünland an der Justus-Liebig-Universität Gießen und ein neues FACE-System für Weinbau und Gemüse an der Hochschule Geisenheim University zu einer hessischen FACE2FACE-Forschungsplattform verzahnt, um sowohl kurz- als auch langfristige Veränderungen einer erhöhten atmosphärischen CO2-Konzentration auf die Agrarökosysteme Grünland, Feldgemüse, Weinbau sowie Obst- und Strauchgehölze zu untersuchen.

Hochschulen erhalten mehr Geld für Wissenschaft und Forschung

Das von der Landesregierung geschnürte neue Hochschulfinanzierungspaket garantiert den hessischen Hochschulen nicht nur zusätzliche finanzielle Unterstützung in Millionenhöhe, sondern insbesondere auch Planungssicherheit für die nächsten Jahre.

Die wichtigsten Säulen des neuen Finanzierungspakets für die Hochschulen sind:

  • Eine Steigerung der Grundfinanzierung der Hochschulen im Jahr 2015 um rund 26 Millionen Euro auf 1,55 Milliarden Euro.
  • Ab 2016 ist eine jährliche Budgetsteigerung für die Hochschulen in Höhe von einem Prozent über der Inflation vorgesehen.
  • Die frei werdenden BAföG-Mittel von jährlich rund 81 Millionen Euro werden eins zu eins für die Hochschulen genutzt.
  • Der Bund-Länder Hochschulpakt 2020, bei dem das Land für jeden Euro, den der Bund in Hessen investiert, einen weiteren Euro zur Verfügung stellt. 2015 erhalten die Hochschulen voraussichtlich rund 275 Millionen Euro aus dem Hochschulpakt 2020.
  • Die Mittel zur Qualitätssicherung von Studium und Lehre (QSL) bleiben erhalten. Für das Jahr 2015 betragen die QSL-Mittel erneut 92 Millionen Euro.
  • Die Fortsetzung des bundesweit einmaligen Forschungsförderungsprogramms „LOEWE“ sowie des erfolgreichen Hochschulbauprogramms „Heureka“. Hier investiert Hessen seit 2010 im Schnitt rund 400 Millionen Euro pro Jahr in die Infrastruktur der Hochschulen.

Die Federführung bei FACE2FACE hat die Justus –Liebig-Universität Gießen, die mit diversen Instituten am Projekt beteiligt ist. Neben der Hochschule Geisenheim University sind darüber hinaus auch die Philipps-Universität Marburg, das Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie sowie das Hessische Landesamt für Umwelt und Geologie beteiligt. Mit den LOEWE-Mitteln werden in dem Dreijahreszeitraum an Personal zwei Wissenschaftler (Postdoc), zwölf Doktoranden, ein Gärtner sowie zwei technisch-administrative Mitarbeiter finanziert. Weitere Gelder fließen in Verbrauchsmittel, wie bspw. CO2 für Experimente.

„Die Hochschulen sind die Herzkammern unseres Wissenschaftssystems“, betonte Kultusminister Lorz zum Abschluss seines Besuchs. „Hier entstehen Innovationen und Forschung, die unseren wirtschaftlichen Wohlstand sichern.“ Deshalb lege die Landesregierung einen ihrer Investitionsschwerpunkte ganz bewusst in Forschung und Wissenschaft.

Themengebiet: Forschung und Innovation