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10.01.2015 - Land
Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz: Die Duale Ausbildung in Deutschland ist ein Erfolgsmodell

Bei der Meisterfeier in der Frankfurter Paulskirche haben 322 Frauen und Männer ihre Meisterbriefe entgegengenommen. Geehrt wurden auch die besten Betriebswirte (HWK) sowie die Verkaufsleiter. Zudem zeichnete die Frankfurter Handwerksstiftung die fünf besten Jungmeister aus Frankfurt mit je 1.000 Euro aus. Festredner der Frankfurter Meisterfeier war der Hessische Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz.

Die Nachfrage nach der Premium-Marke des deutschen Handwerks war 2014 groß. Mit insgesamt 922 (davon 176 Frauen und 746 Männer) lag die Zahl der im Kammerbezirk Frankfurt-Rhein-Main bestandenen Meisterprüfungen ähnlich hoch wie im Jahr zuvor. Im Hinblick auf die aktuelle Debatte um die zukunftssichere Ausrichtung und Stärkung der Aus- und Weiterbildung sagte Ehinger: „Dem Handwerk geht es nicht darum, die beiden beruflichen Wege – „duale Bildung“ und „akademischer Werdegang“ – gegeneinander aufzurechnen. Das geht auch gar nicht, denn wir brauchen beide Seiten in unserer Gesellschaft. Jedoch werden jungen Leuten aus unserer Perspektive beide Optionen noch nicht gleichwertig vermittelt: Wir müssen die Berufsorientierung bei jungen Menschen neu organisieren.“

2015 kann das Jahr der Bildung werden

Ehinger verwies auf gleichlautende Einschätzungen anderer Bildungseinrichtungen zum Verhältnis akademische und berufliche Bildung: „Die ersten Tage im neuen Jahr haben bereits gezeigt, dass wichtige gesellschaftspolitische Aufgaben anstehen: Auch für die Bildung müssen wir jetzt entscheiden, wie es weitergehen soll. 2015 kann das Jahr der Bildung werden – wenn wir jetzt gemeinsam handeln.“

Staatsminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz gratulierte zunächst den Jungmeisterinnen und Jungmeistern zu ihrer bestandenen Prüfung. In seiner Festrede würdigte er die Leistungen der frisch gebackenen Handwerksmeister, die für den Meisterlehrgang einen enormen zeitlichen und finanziellen Aufwand auf sich genommen haben. „Am Ende bleibt aber die Feststellung: Ja, der Aufwand hat sich gelohnt!“ Nach der Qualifizierung könne nun der nächste berufliche Schritt folgen: „Mit dem Meistertitel übernehmen Sie auf jeden Fall Verantwortung – für das eigene Handwerk und für den Betrieb.“ Lorz wies daraufhin, dass der Meisterbrief seit 2009 als berufliche Aufstiegsqualifikation auch die allgemeine Hochschulzugangsberechtigung umfasse. „Nicht jeder Meister muss studieren, aber er oder sie kann!“

Gleichwertigkeit von akademischer und beruflicher Bildung

Der Kultusminister betonte die Gleichwertigkeit von akademischer und beruflicher Bildung: „Die Duale Ausbildung in Deutschland ist ein Erfolgsmodell, das immer stärker über die Grenzen Deutschlands hinaus auf Interesse stößt. Es ist die Grundlage für eine langfristige Qualifikation und den beruflichen Erfolg. Als Jungmeisterinnen und Jungmeister haben Sie sicherlich selbst diese Erfahrung machen können und sind nun befähigt, Ihre Kenntnisse an junge Menschen weiterzugeben.“

Die 23 Jungmeisterinnen und 299 Jungmeister, die ihren Meisterbrief in der Paulskirche erhalten, stammen unter anderem aus Kroatien, der Türkei und Bosnien. Sie vertreten insgesamt 21 Berufe: Bäcker, Boots- und Schiffbauer, Drechsler, Elektrotechniker, Feinwerkmechaniker, Fleischer, Friseur, Gebäudereiniger, Installateur und Heizungsbauer, Kälteanlagenbauer, Karosserie- und Fahrzeugbauer, Kraftfahrzeugtechniker, Maler und Lackierer, Maßschneider, Maurer und Betonbauer, Metallbauer, Schornsteinfeger, Siebdrucker, Tischler, Uhrmacher und Zahntechniker.

Die Elite-Auszeichnung des deutschen Handwerks

Die Meisterprüfung ist die Elite-Auszeichnung des deutschen Handwerks: Mit dem Bestehen der Meisterprüfung können die Jungmeister mit ihrem Handwerk in die Handwerksrolle eingetragen werden. Sie erhalten dadurch die Berechtigung, sich selbstständig zu machen und einen Betrieb zu eröffnen oder zu führen. Außerdem berechtigt der Meisterbrief zur Ausbildung von Auszubildenden und zur Aufnahme eines Studiums an einer Hochschule in Hessen.

Themengebiet: Bildung