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18.12.2014 - Land
Wissenschaftsminister Boris Rhein: LOEWE ist ein unverzichtbares zukunftsorientiertes Förderinstrument

Wissenschaftsminister Boris Rhein erklärte heute zu der vom Kabinett beschlossenen neuen Förderrichtlinie des bundesweit einmaligen Forschungsförderungsprogramms „LOEWE“ der Landesregierung:

„LOEWE ist ein unverzichtbares zukunftsorientiertes Förderinstrument der Landesregierung. Mit dem LOEWE-Programm unterstützen wir die Spitzenforschung in Hessen, um so die Innovationskraft der Wissenschaftseinrichtungen für die Entwicklung von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zu nutzen. Rund 520 Millionen Euro an Landesmitteln haben wir von 2008 bis Ende 2014, für hervorragende LOEWE-Projekte, zur Verfügung gestellt. Mit der am Montagabend vom Kabinett beschlossenen neuen Förderrichtlinie entwickeln wir das LOEWE-Programm gezielt weiter und erhöhen den Qualitätsstandard nochmals.“

Neue Förderrichtlinie nach positiver Evaluierung

Der Wissenschaftsrat evaluierte im Jahr 2012 das LOEWE-Programm in seiner Gesamtheit und kam zu dem Ergebnis, dass das Programm ein sinnvolles Instrument zur Förderung von Profilbildung, Schwerpunktsetzungen und Vernetzungen sowie zur Förderung von Transferprozessen darstellt. Nach der positiven Evaluierung hatte das Land Hessen unter Einbindung der Hochschulen und begleitet durch den LOEWE-Programmbeirat die neue Förderrichtlinie erarbeitet.

„Die Programmarchitektur bleibt - wie vom Wissenschaftsrat empfohlen - erhalten. Die wissenschaftliche Exzellenz ist weiterhin der wichtigste Bewertungsmaßstab, um im wettbewerblichen Auswahlverfahren bestehen zu können. Darüber hinaus werden künftig beispielsweise im Auswahlverfahren ökonomische Aspekte positiv bewertet und der Wissenstransfer verstärkt beachtet. Ein weiteres Beispiel ist die Verlängerung der Laufzeiten von LOEWE-Zentren und LOEWE-Schwerpunkten um ein Jahr. So bleibt mehr Zeit, um die neuen Forschungsverbünde in innovativen Themenfeldern aufzubauen und die Weichen für eine Anschlussfinanzierung erfolgreich zu stellen“, erklärte Wissenschaftsminister Boris Rhein. 

Neunte Förderstaffel im Programm LOEWE ausgeschrieben

Auf Grundlage dieser neuen Förderrichtlinie, hat das Ministerium für Wissenschaft und Kunst aktuell die neunte Förderstaffel, die am 1. Januar 2017 startet, ausgeschrieben.

Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen können ihre Anträge bis zum 15. April 2015 einreichen.

Die wichtigsten Änderungen der neuen LOEWE-Förderrichtlinie im Überblick:

  • Ökonomische Aspekte in Anträgen sollen positiv bewertet werden. Der Begriff der Ökonomie soll nicht nur wirtschaftlich im engeren Sinne sondern auch volks- und sozialwissenschaftlich verstanden werden (ökonomische und gesellschaftliche Relevanz). Vor allem der Wissenstransfer z.B. in den Gesundheitssektor, die öffentliche Hand oder in Unternehmen soll deutlich herausgestellt werden. Die wissenschaftliche Exzellenz wird weiterhin der wichtigste Bewertungsmaßstab sein. Bei anwendungsorientierten LOEWE-Projekten wird von den Antragstellern erwartet, dass sie explizite Strategien und Meilensteinplanungen zur Anwendung und Verwertung ihrer Forschungsergebnisse entwickeln.
  • Bei Anträgen für LOEWE-Zentren und – Schwerpunkten wird ein konkretes Nachhaltigkeitskonzept und mindestens eine alternative Nachhaltigkeitsperspektive erwartet, die durch die Fachgutachter ebenfalls zu bewerten ist. Die Plausibilität der Zeit- und Finanzplanung insbesondere auch beim Übergang von der Förderung in die Nachhaltigkeit ist projektseitig nachvollziehbar darzulegen.
  • Die Laufzeit von LOEWE-Zentren wird auf sieben statt bisher sechs Jahre verlängert. Die Fördersumme beträgt 1,5 bis 6 Mio. Euro pro Jahr.
  • Die Laufzeit von LOEWE-Schwerpunkten wird von drei auf vier Jahre verlängert. Die Fördersumme beträgt 0,5 – 1,2 Mio. Euro pro Jahr.
  • Die Abschlussevaluierung von LOEWE-Zentren und LOEWE-Schwerpunkten erfolgt nach Vorlage eines Ergebnisberichts im schriftlichen Verfahren unter Einbindung externer Gutachter.

Die Zahl der Mitglieder des LOEWE-Programmbeirats wird von 13 auf 15 Mitglieder erweitert. Dem Programmbeirat gehören künftig 12 statt bisher 11 Wissenschaftler/innen sowie künftig drei statt bisher zwei Vertreter/innen der Wirtschaft an.

 

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Weitere Informationen zum Landesprogramm LOEWE

Themengebiet: Wissenschaft