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28.11.2014 - Land
Innenminister Peter Beuth ehrt Erfinder der hessischen Body-Cam

Der Hessische Innenminister Peter Beuth hat heute im Rahmen einer Feierstunde die Erfinder des hessischen Erfolgsmodells „Body-Cam“, Polizeihauptkommissar Oliver Heß und Michael Roesner vom Polizeipräsidium Frankfurt am Main, geehrt. Der Bewertungsausschuss des Ideenmanagements des Hessischen Ministeriums des Innern und für Sport hatte beschlossen, beide für ihre Erfindung zu prämieren.

Innovative Idee aus der Praxis

„Polizeihauptkommissar Oliver Heß und Michael Roesner aus dem Polizeipräsidium Frankfurt haben gemeinschaftlich den Vorschlag ‚Body-Cam‘ eingereicht. Sie sind das beste Beispiel, wie aus der Praxis innovative Ideen entstehen. Mit der Body-Cam ist die Hessische Polizei Vorreiter für eine technische Neuerung, die die Polizeiarbeit für die Beamten landes-, bundes- und  sogar europaweit messbar sicherer macht“, sagte Innenminister Peter Beuth, für deren Engagement er sich ausdrücklich bedankte und ihnen eine Prämie in Höhe von 1.500 Euro überreichte.

Polizeien aus dem gesamten Bundesgebiet und aus dem europäischen Ausland haben sich in den vergangenen Wochen und Monaten bei der Polizei Hessen über das Projekt ‚Body-Cam‘ informiert und prüfen ebenfalls entsprechende Vorhaben. Die Body-Cam verfolgt das Ziel, durch den Einsatz einer mobilen Videoüberwachung präventiv zu wirken, um Polizistinnen und Polizisten im Rahmen von Brennpunktmaßnahmen vor gewalttätigen Übergriffen zu schützen. Der Ursprung dafür war die Tatsache, dass sich im Frankfurter Stadtteil Alt-Sachsenhausen die Zahl der Angriffe bzw. Widerstandshandlungen auf die eingesetzten Polizistinnen und Polizisten im Rahmen von Kontrollmaßnahmen häuften. Dabei wurden auch Beamtinnen und Beamte verletzt.

Angriffe auf Polizeibeamtinnen und –beamte gingen zurück

Nach Beginn des Body-Cam-Pilotprojekts ging die Zahl der Angriffe auf Polizeibeamtinnen und –beamte allein in dem Stadtteil Alt-Sachsenhausen binnen eines halben Jahres von 27 auf 20 Fälle zurück. Im Gegensatz zu vier verletzten Polizeibeamtinnen und –beamten im vergleichbaren Vorjahres-Zeitraum wurden keine Beamtinnen und Beamten verletzt. Dem Pilotprojekt in Alt-Sachsenhausen folgte die Ausdehnung des Body-Cam-Einsatzes auf die Frankfurter Zeil sowie Brennpunktbereiche in Offenbach und Wiesbaden. Im kommenden Jahr soll die Body-Cam in ganz Hessen eingesetzt werden. „Auf Basis der positiven Erfahrungen bin ich mir sicher, dass wir mit der Body-Cam und Ihrer Hilfe für die hessische Polizei ein wegweisendes polizeiliches Einsatzmittel entwickelt haben, um der zunehmenden Gewalt gegen Polizistinnen und Polizisten wirksam zu begegnen“, sagte der Innenminister.

Der Vorschlag sowie das persönliche Engagement der beiden Prämierten haben diese Erfolgsgeschichte in Gang gesetzt. Neben der taktischen und technischen Entwicklung haben die beiden die konzeptionelle Umsetzung der Pilotprojekte in Frankfurt am Main wesentlich getragen und auch die anderen Pilotbehörden beratend unterstützt. „Mit dem Einsatz der Body-Cam werden die Arbeitsbedingungen der hessischen Polizeibeamtinnen und -beamten verbessert und gleichermaßen die Unfall- bzw. Verletzungsgefahren für Ihren Kollegenkreis minimiert. Das ist auch das Verdienst der Kollegen Heß und Roesner“, so Innenminister Beuth.

Themengebiet: Polizei