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28.11.2014 - Land
Gesundheitsminister Stefan Grüttner: Trotz guter Therapiemöglichkeiten bei Vorbeugung und Aufklärung nicht nachlassen

Anlässlich des am Montag stattfindenden Welt-AIDS-Tages (1. Dezember jeden Jahres) hat der Hessische Gesundheitsminister Stefan Grüttner davor gewarnt, angesichts der guten Therapiemöglichkeiten für AIDS-Patienten in den Bemühungen um Vorbeugung, Aufklärung und Früherkennung nachzulassen. „Trotz der wichtigen Fortschritte, die in der Prävention und Behandlung von HIV erzielt wurden, müssen wir unserer Anstrengungen aufrecht erhalten“, betonte der Minister. Er begrüßte in diesem Zusammenhang die bundesweite Ausstellung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung "GROßE FREIHEIT - liebe.lust.leben." zu HIV- und STI-Prävention. „Die Ausstellung vermittelt die schwierigen Themen HIV und sexuell übertragbare Infektionen zeitgemäß und trägt dazu, ein Interesse zu wecken. Die Lebensgeschichten von Menschen unterschiedlicher sexueller Orientierung und die interaktiven Stationen werden sicherlich bleibend im Gedächtnis der Besucherinnen und Besucher sein“, lobte der Gesundheitsminister.

Ca. 5.900 Menschen mit einer HIV-Infektion in Hessen

In Hessen leben nach Angaben des Robert-Koch-Institutes (RKI) ca. 5.900 Menschen mit einer HIV-Infektion, nach Expertenschätzungen sind zwei Drittel von ihnen berufstätig. Etwa 290 Menschen haben sich laut RKI in Hessen im Jahr 2013 mit HIV infiziert. Damit bewegt sich die Zahl der Neuinfektionen auf einem in europäischem Maßstab gleichbleibend niedrigen Niveau.

Das RKI weist darauf hin, dass von den in Deutschland lebenden rund 78.000 Infizierten ungefähr 14.000 Personen noch nicht von ihrer HIV-Infektion erfahren haben, weil sie seit ihrer Infektion noch keinen HIV-Test gemacht haben. Nur ein Drittel der Infektionen werde im ersten Jahr diagnostiziert. Die Früherkennung einer HIV-Infektion ist von besonderer Bedeutung, weil nur bei rechtzeitig erkannten Infektionen alle Behandlungsoptionen offen stehen.

Anonyme HIV-Tests besonders wichtig

Grüttner weist deshalb abschließend auf die besondere Bedeutung niedrigschwelliger HIV-Testangebote hin: „Wir dürfen in unseren Bemühungen, Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen HIV-Infektionen möglichst frühzeitig erkannt werden, nicht nachlassen. Besonders wichtig ist es angesichts der guten medizinischen Behandlungserfolge, dass wir niedrigschwellige Testangebote für jene Gruppen vorhalten, in denen die Zahl der der HIV-Infektion besonders hoch liegt.“ Die hessischen Aidshilfen seien in dieser Hinsicht wichtige Partner. Sie realisierten in vielen hessischen Städten zielgruppenspezifische anonyme Testangebote. Anonyme HIV-Tests würden darüber hinaus in Hessen von allen Gesundheitsämtern angeboten.

Themengebiet: Gesundheit