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25.11.2014 - Land
Gesundheitsminister Stefan Grüttner: Hessen ist medizinisch hervorragend aufgestellt für die Patientinnen und Patienten

Gesundheitsminister Stefan Grüttner hat anlässlich der Regierungserklärung klargestellt, dass „Hessen medizinisch hervorragend aufgestellt ist für die Patientinnen und Patienten“. „Ob es nun um die Behandlung einer einfachen Grippe geht oder die Spitzenmedizin bei der Behandlung eines Ebola-Patienten gefordert ist, das alles haben wir zu bieten in unserem Bundesland“, so Grüttner am Dienstag im Hessischen Landtag. „Wir können stolz sein auf das, was wir gemeinsam mit den vielen Ärztinnen und Ärzten, Pflegerinnen und Pflegern und allen in der Gesundheitsbranche Tätigen erreicht haben. Das werden wir aufrechterhalten und unseren erreichten Standard in die Zukunft tragen, damit sich auch weiterhin alle Bürgerinnen und Bürger in Hessen auf eine hochwertige medizinische Versorgung verlassen können“, so der Minister weiter.

„Gesundheitspolitik ist ein lernendes System“

Dies sei aber vor dem Hintergrund einer immer älter werdenden Gesellschaft keinesfalls eine Selbstverständlichkeit, sondern erfordere ein stetes Engagement aller Beteiligten. „Die Gesundheitspolitik ist ein lernendes System, das wir immer wieder überdenken müssen. Die Hessische Landesregierung stellt sich dem und setzt hier die Rahmenbedingungen, indem wir nicht nur finanziell investieren, sondern auch zukunftssichere Konzepte ausarbeiten und bspw. den Kliniken anbieten“, so Grüttner. So werde die Krankenhausförderung in Hessen ab 2016 weitestgehend pauschaliert. „Krankenhäuser erhalten Fördermittel für Baumaßnahmen künftig als jährliche Pauschale und nicht mehr nach einem langwierigen Bewilligungsverfahren. Für die Kliniken bedeutet dies mehr Flexibilität und Planungssicherheit, da sie selbstständig über Investitionen entscheiden können und um die zur Verfügung stehenden Summen wissen. Sie können dann investieren, wenn es notwendig ist und müssen nicht mehr warten, ob und wann sie eine Einzelförderung erhalten“, erläuterte der Gesundheitsminister die Vorteile, die das Gesetz für die Kliniken bringen wird.

Mit den Gesundheitsnetzen und Gesundheitsreporten investiere Hessen in „neue und regional passgenaue Antworten auf die sich verändernden Anforderungen“ an die Medizin. „Wir fördern Modellversuche in den Regionen. So erweitert bspw. Marburg so genannte Pflege- und Gesundheitsstützpunkte, von denen aus gerade ältere Menschen in der Region wohnortnah versorgt werden können. Hier investieren wir 250.000 Euro auf zwei Jahre. In Frankfurt am Main fördern wir ein Projekt, das sich mit der Früherkennung von Demenz befasst mit 100.000 Euro auf zwei Jahre. Insgesamt fördert die Hessische Landesregierung neun Regionen mit insgesamt 800.000 Euro in 2014.“ Grüttner stellte zudem heraus, dass die regionalen Gesundheitsreports, die das Land gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung (KVH) aufgelegt habe, sehr differenziert Auskunft auf Ebene der Landkreise und kreisfreien Städte geben. Es seien  sektorenübergreifende Versorgungsanalysen und Entwicklungsszenarien bis zum Jahr 2020 für die Bereiche hausärztliche Versorgung, wohnortnahe fachärztliche Versorgung, Apotheken, Krankenhaus, Pflege und Demenz in den Reporten einzusehen.

Ein besonderes Augenmerk lenkte der Minister in seiner Regierungserklärung auf die Hospizarbeit und die Sterbebegleitung. „Ich danke allen hier Engagierten von ganzem Herzen, weil es eine so wichtige Arbeit ist, die Sterbebegleitung und die Hospizarbeit in die Mitte unserer Gesellschaft zu holen. Die Menschen sollen dort begleitet werden können, wo es ihnen gut tut auf ihrem letzten Weg. Ich bin überzeugt, dass sich viele Diskussionen um bspw. Suizidhilfe von selbst erledigen wenn es uns gelingt, über die Möglichkeiten und eine sehr gute Palliativmedizin nicht nur zu verfügen, sondern auch gut zu informieren. Ich stelle mich ausdrücklich gegen die Suizidhilfe, hingegen muss die Versorgung der unheilbar Kranken verbessert werden“, stellte der Minister klar.

Zukunft der Hessischen Gesundheitspolitik

Abschließend gab der Minister einen Ausblick auf die Zukunft der Hessischen Gesundheitspolitik: „Es ist beabsichtigt, den Hessischen Pakt zur Sicherstellung der gesundheitlichen Versorgung über das Jahr 2014 hinaus fortzuführen und die Fördermaßnahmen entsprechend den in den letzten Jahren gemachten Erfahrungen weiterzuentwickeln. Dann werden Fragen der Zusammenarbeit von Gesundheits- und Pflegeberufen im Fokus zur Sicherstellung der gesundheitlichen Versorgung für die Jahre 2015 bis 2018 stehen“, stellte der Gesundheitsminister die Planungen vor. Die Mittel für den Pakt wie auch die Mittel für die genannten Zentren für Allgemeinmedizin haben wir in den geschützten Bereich des Hessischen Sozialbudgets gestellt, damit sind diese Mittel bis zum Ende der Legislatur sicher. „Mit dem im Jahr 2011 geschlossenen Hessischen Gesundheitspakt tun wir etwas für den Nachwuchs, damit die Versorgung im ländlichen Raum aufrechterhalten werden kann“, betonte Grüttner. Für eine verstärkte Gewinnung von Hausärzten wurden zwei Kompetenzzentren Allgemeinmedizin an den Universitäten Frankfurt und Marburg aufgebaut. Das Land Hessen fördere diese beiden Einrichtungen mit jährlich 150.000 €.

Auch werde das Land, um Prävention und Gesundheitsförderung flächendeckend auszuweiten, die Kommunen stärker einbeziehen. In der Alkohol- und Suchtprävention werde man Aufklärung und Beratung weiter fördern. Aspekte zur Förderung betrieblicher Gesundheitsförderung würden in den Blick genommen: „Wir können angesichts des anstehenden Fachkräftebedarfs nicht auf die Erfahrung und das Wissen älterer Arbeitnehmer verzichten“, so Grüttner. Die Gesundheitskonferenzen würden zu Versorgungskonferenzen weiterentwickelt, um alle Akteure wie Ärzte, Pfleger bis hin zu Krankenhäusern einzubinden. Auf Basis der Gesundheitsreporte werde ein Versorgungsatlas für Hessen entwickelt und Qualität werde weiter im Mittelpunkt stehen, nannte Grüttner Beispiele. „Wir haben in Hessen bereits ein Referat für Qualität und Patientensicherheit. Gemeinsam mit der Hessischen Krankenhausgesellschaft läuft aktuell eine Umfrage bei den Hessischen Krankenhäusern zu Risikomanagement und Qualität. Im Bund steht das Thema im Rahmen der geplanten Krankenhausreform ganz oben auf der Agenda“, erklärte Grüttner. Dort gehe es darum, Fehlanreizen zu begegnen und das Patientenwohl klar in den Mittelpunkt zu stellen, erläuterte der Hessische Minister, der als Koordinator der CDU-CSU geführten Länder in der Bundes-AG auch die hessischen Interessen vertritt. 

„Wir sind engagiert bei der Arbeit und die Gesundheit der Menschen liegt der Hessischen Landesregierung am Herzen. Auch bei sich verändernden Bedingungen, die Herausforderungen mit sich bringen, werden sich die hessischen Bürgerinnen und Bürger auf eine qualitativ hochwertige medizinische Versorgung verlassen können.“

Themengebiet: Gesundheit