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24.11.2014 - Land
Innenminister Peter Beuth: Kinder müssen früh auf das Abenteuer Lesen neugierig gemacht werden

Mit einer Vorlesestunde in der Katholischen Kindertagesstätte „St. Elisabeth“ in Reichelsheim/Dorn-Assenheim machte der Hessische Innenminister Peter Beuth am bundesweiten Vorlesetag, einer Initiative der Stiftung Lesen, der Wochenzeitung „Die Zeit“ und der Deutsche Bahn Stiftung, darauf aufmerksam, wie wichtig Vorlesen und Lesen für die Sprachkompetenz und damit für die gesamte Entwicklung von Kindern sind. „Unsere Kinder müssen umfassend gefördert werden. Vorlesen ist dabei eine äußerst wirksame Tätigkeit, die das Sprachvermögen stärkt, Neugier auf Geschriebenes weckt und darüber hinaus wichtig für die emotionale Entwicklung ist“, erklärte Beuth. Als Lektüre hatte er den Kindern das Buch „Emil auf der Baustelle“ von Sharon Rentta mitgebracht.

Landesregierung liest in 22 hessischen Einrichtungen

Rund um den offiziellen bundesweiten Vorlesetag am 21. November engagieren sich die Mitglieder der Hessischen Landesregierung zum neunten Mal in Folge mit eigenen Vorleseaktionen. Im Zeitraum vom 19. bis 24. November 2014 lesen sie in ausgewählten Institutionen vor. Insgesamt können sich die Kinder in 22 Einrichtungen in ganz Hessen auf spannende Geschichten freuen.

„Kinder müssen früh auf das Abenteuer Lesen neugierig gemacht werden“, sagte der Innenminister. Laut einer aktuellen Studie der Partner der Initiative lesen jedoch 30 Prozent aller Eltern in Deutschland ihren Kindern im „besten Vorlesealter“ nur selten oder gar nicht vor. „Hier muss es eine Trendwende geben““, so Beuth. Vorlesen und Lesen seien wichtige Elemente, um Phantasie und Kreativität anzuregen sowie die Aufnahme komplexer Sachverhalte einzuüben und den Wortschatz der Kinder auszubauen. Kinder, denen häufig vorgelesen werde, könnten sich besser konzentrieren und ausdrücken. Beobachtungsgabe und Gedächtnis würden geschult sowie Medienkompetenz vermittelt. „Lesen macht die Kindheit stark. Es führt zur Selbständigkeit, stärkt das eigene Urteilsvermögen und begleitet junge Menschen auf dem Weg hin zum mündigen Bürger”, so Beuth.

Leseförderung ist ein zentrales Thema

Sprach- und Leseförderung sind zentrale Bestandteile im Bildungsauftrag der hessischen Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen. Sie stehen daher auch im Zentrum des hessischen Bildungs- und Erziehungsplans für Kinder von 0 bis 10 Jahren. Der Erwerb der Sprachkompetenz ist die wesentliche Schlüsselqualifikation und Voraussetzung für schulischen und beruflichen Erfolg. Der Minister betonte, dass es dabei vor allem um frühe kindliche Erfahrungen und Kompetenzen rund um Buch-, Erzähl-, Reim- und Schriftkultur gehe: „Kinder erwerben Freude am Sprechen, am Dialog und lernen, sich sprachlich mitzuteilen und mit anderen auszutauschen. Die Hessische Landesregierung engagiert sich seit Jahren für Projekte der Stiftung Lesen, die die Sprach- und Leseförderung für Kinder im Vorschulalter zum Inhalt haben.“

Themengebiet: Kinder und Jugend