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20.11.2014 - Land
Gesundheitsminster Stefan Grüttner: Das ist ein Weg, eine Klinik für die Patienten gut aufzustellen und dauerhaft hochwertige Medizin bieten zu können

Der hessische Gesundheitsminister Stefan Grüttner hat anlässlich der Fachtagung der Hochtaunus-Kliniken deren „Mut, neue Wege zu gehen“ und „als erste Klinik bundesweit“ eine öffentlich-private Partnerschaft (PPP) zu begründen gelobt. „Ich freue mich heute, wo wir in diesem imposanten Neubau stehen, sagen zu können, dass das Projekt bislang sehr erfolgreich ist. Und ich freue mich, dass das auch Ausdruck im Besuch von unserem Bundesgesundheitsminister Gröhe findet, der heute hier zu Gast ist. Das zeigt: Hessische Medizin findet bundesweit Beachtung“, so Grüttner.

Land hat Projekt mit 70 Millionen Euro unterstützt

Der Minister erläuterte, das Land Hessen habe dieses Projekt mit 70 Millionen Euro Fördermitteln unterstützt. Eine solche Summe werde in Deutschland nur äußerst selten für ein einziges Projekt investiert. „Wir haben damit deutlich gemacht, dass wir die Krankenhausstandorte für die Notfallversorgung als dauerhaft notwendig ansehen, denn hier wird Versorgung bis tief in den Taunus hinein garantiert.“ Grüttner stellte heraus, dass der Standort „an dem wir uns hier befinden, einmalig in Deutschland ist, denn er ist der erste komplette Klinikneubau, der als PPP-Projekt umgesetzt wurde. Nun muss sich zeigen, ob auch die Betriebsphase funktioniert, denn der private Partner ist ja nun auch für große Teile des Facility-Managements verantwortlich. Aber ich bin zuversichtlich, dass dies gelingen wird.“

Grüttner sagte, eine öffentlich-private Partnerschaft wie diese sei eine Möglichkeit unter anderen, eine Klinik wirtschaftlich stabil aufzustellen. „Nur wer solide wirtschaftet, kann auch hochwertige Medizin und moderne Strukturen für die Patientinnen und Patienten bieten. Das eine bedingt das andere. Dabei muss das Patientenwohl aber immer im Mittelpunkt allen Handelns stehen“, stellte Grüttner klar.

Kommunale Kliniken müssen neue Wege gehen

Der Gesundheitsminister führte aus, dass alle kommunalen Kliniken neue Wege gehen müssen, da „als Einzelkämpfer“ ein Überleben dauerhaft nicht möglich sein werde. Deshalb werbe er für Verbünde und Zusammenschlüsse. „Hierfür habe ich ein deutschlandweit beachtetes Konzept entwickeln lassen, das bei den kommunalen Trägern einen Bewusstseinswandel herbeigeführt hat und an vielen Stellen in Hessen aktuell zu konkreten Verbundverhandlungen geführt hat. Es müssen aber auch die bundesrechtlichen Rahmenbedingungen verbessert werden. Dafür setze ich mich aktuell als Sprecher der CDU/CSU-Länder sehr aktiv in der Bund-Länder-AG zur Krankenhausreform ein und vertrete dort natürlich auch unsere hessischen Interessen.“ Dabei stünden Qualität und Transparenz sowie das Patienteninteresse im Fokus sowohl des Bundes- als auch hessischen Handelns. Fehlanreize zur Mengensteigerung im Vergütungssystem dürften nicht sein. Dem Streben nach Wirtschaftlichkeit, das es brauche, um gute Medizin zu bieten, werde die Bundespolitik mit der Krankenhausreform sicherlich „ein starkes Gewicht zugunsten des Patientenwohls und der Patientensicherheit in die Waagschale werfen“ und entgegenstellen.     

Abschließend dankte Grüttner den Hochtaunus-Kliniken: „Hier ist ein tolles Krankenhaus entstanden, hier sind gute und hochmotivierte Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte und alle die anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig, um dieses Projekt hier zum Erfolg zu bringen und um den Patientinnen und Patienten die Hilfestellung zu geben, die sie brauchen.“

Themengebiet: Gesundheit