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08.11.2014 - Land
Sportminister Peter Beuth: Sport eint das Land und hält eine Gesellschaft zusammen

Der Vorsitzende der Sportministerkonferenz, Hessens Sportminister Peter Beuth, hat die Ausweitung des Länderanteils an der Finanzierung der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) begrüßt. Die Ministerinnen und Minister haben sich nach konstruktiven Diskussionen auf ihrer Jahrestagung in Frankfurt einstimmig darauf verständigt, dass die NADA von den Ländern ab 2015 insgesamt bis zu 500.000 Euro pro Jahr mehr enthält. Das Geld fließt unter Zugrundelegung des Königsteiner Schlüssels in die Präventionsarbeit der NADA.

Sportminister Peter Beuth: „Diesen Beschluss begrüße ich mit Nachdruck. Er zeigt den großen Willen aller Länder, gemeinsam den Kampf gegen das Doping entschlossen zu führen. Und zwar dort, wo es nach übereinstimmender Aussage aller Kolleginnen und Kollegen aus den Bundesländern unsere Aufgabe ist: In der Prävention. Hier haben die Länder mit dem Nationalen Dopingpräventionsplan die Planungs- und Handlungsgrundlage geschaffen, um gemeinsam mit dem Bund, dem DOSB und der NADA wirksam gegen Doping vorzugehen. An dieser Stelle bündeln wir die Ressourcen und Kräfte aller Länder.“

Antidopinggesetz des Bundes noch nicht diskutiert

Das Antidopinggesetz des Bundes wurde inhaltlich noch nicht diskutiert, weil die Sportminister der Länder den Beratungen des Bundeskabinetts nicht vorgreifen wollen.

Auf der Agenda der Sportministerkonferenz standen weitere sportpolitische Themen. Sie verabschiedete während der zweitägigen Tagung in Gravenbruch bei Frankfurt einstimmig die „Frankfurter Erklärung“. Darin betont die Sportministerkonferenz ausdrücklich die wichtige gesellschaftliche Bedeutung des Sports und seine unverzichtbaren Leistungen. Ziel ist es, den Sport offensiver in der Gesellschaft zu positionieren. Dies wird nicht in Konkurrenz zu anderen Politikfeldern gesehen. Vielmehr gilt es, den Sport als Querschnittsaufgabe mit all seinen Kompetenzen und gesellschaftlichen Pluspunkten offensiv darzustellen. Wörtlich erklärte Sportminister Peter Beuth mit Blick auf die „Frankfurter Erklärung“:

Das beste Mittel einer aktiven Sozial- und Integrationspolitik

„Wir alle wissen um die überragende Wirkung des Sports. Er ist das beste Mittel einer aktiven Sozial- und Integrationspolitik. Sport hält gesund und dient der ganzheitlichen Erziehung von Kindern und Jugendlichen. Sport ist ein Wirtschaftsfaktor, dessen Anteil am Bruttosozialprodukt höher ausfällt, als der Anteil der Versicherungswirtschaft. Er schafft es mit all seinen Facetten, einerseits eine ganze Nation hinter sich zu vereinen, und er trägt andererseits ganz wesentlich zur Völkerverständigung bei. Ich persönlich setze mich dafür ein, dass dieser Stellenwert des Sports für unsere Zivilgesellschaft anerkannt und als ein unverzichtbarer Teil dieser Gesellschaft wertgeschätzt wird.“

Vor diesem Hintergrund geht von Frankfurt ein klares Signal an den organisierten Sport aus. Die 38. Sportministerkonferenz befürwortet die Bewerbung einer deutschen Stadt um Olympische Spiele und Paralympische Spiele 2024 oder 2028 sowie die Begleitung und Unterstützung der Bewerbung durch den DOSB und die Bundesregierung. Wenn diese Bewerbung erfolgreich sein will, muss sie in der Bevölkerung eine breite Zustimmung erfahren. Diese Zustimmung beabsichtigt der DOSB mit einer breiten öffentlichen Debatte und einem Bürgerentscheid in der Bewerberstadt herbeizuführen.

Gesellschaftlicher Konsens vonnöten

„Wer die Spiele für sich gewinnen will, der muss vorher die Gesellschaft, die Menschen, für seine Idee gewinnen und sie in einem offenen und ehrlichen Dialog in den Entscheidungsprozess einbinden. Gerade bei einem Sport-Großereignis wie den Olympischen Spielen muss es einen gesellschaftlichen Konsens geben, damit eine deutsche Bewerbung von breitem Rückhalt getragen wird. Daran arbeitet der DOSB. Durch das vorgesehene Verfahren gewinnt die deutsche Olympia-Bewerbung zusätzlich an Glaubwürdigkeit und Nachhaltigkeit. Dies ist ein Signal, das Mut macht. Die deutsche Olympia-Bewerbung verdient daher umso mehr die Unterstützung aller gesellschaftlicher Gruppen und aller politisch Handelnder“, sagte Sportminister Peter Beuth.

Die Sportministerinnen und -minister waren sich darin einig, dass es der gemeinsamen Anstrengung aller Beteiligter bedarf, um die Gewalt im Zusammenhang mit Fußballspielen in den Griff zu bekommen. Angesichts der nach wie vor hohen Anzahl von Sicherheitsstörungen und gewalttätigem Verhalten im Zusammenhang mit Fußballveranstaltungen stellt die SMK fest, dass auch künftig allen Formen von Gewalt und Extremismus mit Nachdruck entschieden entgegenzutreten ist, so dass Straftäter und Störer im Umfeld von Fußballspielen diese nicht länger für ihre eigenen sportfremden Zwecke instrumentalisieren können. In der Saison 2013/2014 sind sicherheitsgefährdendes und gewalttätiges Verhalten von so genannten Fußball-Fans  im Bereich der Ersten und Zweiten Liga im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Allein die Anzahl der eingeleiteten Strafverfahren stieg bei Partien mit Vereinen aus der Ersten und Zweiten Liga um rund 20 Prozent. Dies belegt der Jahresbericht der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS).

Kräfte bündeln

Sportminister Peter Beuth: „Das Ausleben von Gewalt, auch gegen die Polizei, hat nichts mit dem Grundrecht auf Meinungsfreiheit zu tun. Es hat auch rund um Sportveranstaltungen wie Fußballspiele nichts zu suchen. Wir als Sportminister werden den engen Schulterschluss mit der DFL, dem DFB und der Innenministerkonferenz der Länder suchen, um derartigen gewaltbereiten Chaoten das Handwerk zu legen. Wir werden das Phänomen der Gewalt nur im gesamtgesellschaftlichen Ansatz lösen können. Hier gilt es, alle Kräfte zu bündeln, um auch neuesten Tendenzen, wie der Wiedererstarkung der Hooligan-Szene, Einhalt zu gebieten. Dabei leisten die Fußball-Fan-Projekte hervorragende Arbeit und wertvolle Unterstützung. Gewalttäter müssen auch im Zusammenhang mit Fußballspielen die ganze Härte des Gesetzes spüren.“

Abschließend stellten die Sportministerinnen und -minister übereinstimmend fest, dass sich der deutsche Sport 25 Jahre nach dem Mauerfall als wichtiges Bindeglied im deutschen Einheitsprozess  bewährt hat. Gerade angesichts des sich zum 25. Mal jährenden Tages des Mauerfalls am 9. November ist diese Integrationsleistung gar nicht hoch genug einzuschätzen.

Partnerschaftliches Handeln

„Der Sport hat bei der historischen Dimension, die Teilung zweier Länder durch Zusammenwachsen zu überwinden, Überragendes geleistet. Durch das partnerschaftliche Handeln im organisierten Sport ist es gelungen, gemeinsame demokratische  Vereins- und Verbandsstrukturen aufzubauen, eine öffentliche Sportverwaltung zu etablieren und – viel wichtiger noch – den Sport gemeinsam als etwas Schönes, Freude bringendes zu erleben. Sei es beim Gewinn von internationalen Meisterschaften durch Nationalmannschaften oder den Triumphen von Athleten. Sport eint das Land und hält eine Gesellschaft zusammen. Dass dies 25 Jahre nach dem Mauerfall im wiedervereinigten Deutschland so selbstverständlich erlebt und auch gefeiert wird, daran möchte ich gerade in den jetzigen Tagen voller Dankbarkeit erinnern“, sagte Sportminister Peter Beuth.

Die 38. Sportministerkonferenz (SMK) war der Höhepunkt der zweijährigen Vorsitzzeit von Hessen. Diese endet am 31. Dezember 2014. Bei der Konferenz in Gravenbruch bei Frankfurt übergab daher Sportminister Peter Beuth symbolisch den Staffelstab an seine Amtskollegin Ute Schäfer aus Nordrhein-Westfalen, die neue SMK-Vorsitzende sein wird.

Themengebiet: Sport