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17.10.2014 - Land
Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz: Die Arbeitsgruppen sollen nun ausloten, inwieweit eine Verständigung in den jeweiligen Themenschwerpunkten möglich ist und Empfehlungen für die Vereinbarung des Bildungsgipfels formulieren

Nach der Auftaktveranstaltung vor genau einem Monat konstituiert sich heute die erste der fünf Arbeitsgruppen des Hessischen Bildungsgipfels zur Arbeitssitzung. Unter der Leitung des Hessischen Kultusstaatssekretärs Dr. Manuel Lösel und der Landesschulsprecherin Fevzije Zeneli treffen sich am Nachmittag rund 50 Vertreter der beim Bildungsgipfel beteiligten Gruppen sowie der Impulsgeber, darunter Lehrer-, Schüler- und Elternverbände, Vertreter von Kommunen und Kirchen, Wirtschaft und Gewerkschaften sowie zahlreicher Interessengruppen im Bildungsbereich, um zum Themenbereich ‚Gestaltung von Schule‘ in den Dialog zu treten. Dahinter steht die Leitfrage, wie sich Schule – unter stetiger Veränderung der Rahmenbedingungen – in Zukunft abgestimmt auf die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler weiterentwickeln lässt.

Hessens Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz sagte dazu im Vorfeld: „Wir freuen uns sehr, dass es nun in den Arbeitsgruppen losgeht. Hier können die relevanten Themen im Detail erörtert werden, Ideen und Vorschläge eingebracht sowie Ziele vorgeschlagen und definiert werden.“ Damit verbunden ist für die Landesregierung sowie für die Mitglieder des Bildungsgipfels das gemeinsame Ziel, eine langfristige Verständigung über Leitlinien der hessischen Bildungspolitik zu erreichen. „Die Arbeitsgruppen sollen nun ausloten, inwieweit eine Verständigung in den jeweiligen Themenschwerpunkten möglich ist und Empfehlungen für die Vereinbarung des Bildungsgipfels formulieren.“

Wissenschaftsminister Boris Rhein leitet Arbeitsgruppe 5

Die Teilnehmer der Auftaktveranstaltung am 17. September hatten sich auf die Bildung von fünf Arbeitsgruppen geeinigt. Neben den vom Kultusministerium auf der Grundlage der Rückmeldungen vorgeschlagenen vier Arbeitsgruppen hatten sich die Teilnehmer aus dem Diskussionsprozess heraus einvernehmlich darauf verständigt, dem Themenbereich ‚Lehrerbildung‘ eine eigene Arbeitsgruppe zu widmen. Im Nachgang hat sich der Hessische Minister für Wissenschaft und Kunst, Boris Rhein, bereiterklärt, gemeinsam mit dem Präsidenten der Justus-Liebig-Universität Gießen, Prof. Dr. Joybrato Mukherjee, als Vertreter der lehrerbildenden Universitäten den Vorsitz der Arbeitsgruppe zu übernehmen.
„Ich freue mich auf eine konstruktive Zusammenarbeit in der Arbeitsgruppe. Gemeinsam mit Prof. Mukherjee habe ich das Ziel, wichtige Leitlinien für die Lehrerbildung zu erarbeiten. Eine moderne Aus- und Weiterbildung ist die Garantie für eine gute Bildung unserer Kinder, hierauf sollten wir deshalb besonderes Augenmerk legen“, erklärte Wissenschaftsminister Boris Rhein.

Start der Bürgerbeteiligung über Online-Plattform

Neben dem eigentlichen Bildungsgipfel und den fünf thematischen Arbeitsgruppen sollen sich darüber hinaus auch die Bürgerinnen und Bürger aktiv einbringen können. „Der Bildungsgipfel ist als partizipativer Prozess angelegt; eine breite Beteiligung ist Philosophie des Gipfels“, betonte Kultusminister Lorz. So bestehe über eine Online-Beteiligungsplattform (www.bildungsgipfel-hessen.de) die Möglichkeit, zu den von den Arbeitsgruppen entwickelten Fragen Stellung zu nehmen. Jede AG erhält dafür einen eigenen Beteiligungsbereich. So kann der registrierte Nutzer beispielsweise um Einschätzung eines Sachverhalts oder um die Bewertung von Handlungsalternativen gebeten werden. „Der inhaltlichen Ausgestaltung der jeweiligen Frage sind keine Grenzen gesetzt“, hob Lorz hervor. Der Nutzer bzw. die Nutzerin kann sowohl eigene Beiträge verfassen als auch andere kommentieren oder durch Stimmabgabe unterstützen. In der folgenden Arbeitsgruppensitzung werden dann die zwei Beiträge von Bürgerinnen und Bürgern zur Diskussion gebracht, die die meisten Stimmen der registrierten Nutzer erhalten haben.

Das Ergebnis der Diskussion in den Arbeitsgruppen bzw. die daraus folgenden Entscheidungen des Bildungsgipfels werden im Nachgang wiederum auf der Bürgerbeteiligungsplattform veröffentlicht. Das wird standardmäßig nach der darauffolgenden Bildungsgipfelsitzung sein, also zum ersten Mal nach dem 30. Januar. Grund dafür ist die Tatsache, dass erst dann klar ist, ob die Empfehlungen der AGs von den Mitgliedern des Bildungsgipfels aufgenommen, mit der Bitte um Nachbesserung zurückgegeben oder verworfen worden sind.

Hintergrund:

Die Mitglieder des Hessischen Bildungsgipfels haben sich auf folgende Arbeitsgruppen verständigt:

  1. Gestaltung von Schule
    Leitung: Kultusstaatssekretär Dr. Manuel Lösel und Landesschulsprecherin Fevzije Zeneli
  2. Herausforderungen der Bildungsregionen
    Leitung: Innenminister Peter Beuth und als Vertreter der Schulträger der Erste Vizepräsident des Hessischen Landkreistags, Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt
  3. Gestaltung individueller Unterstützungsangebote
    Leitung: Sozial- und Integrationsminister Stefan Grüttner und die stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Landeselternbeirats, Karen Anschütz
  4. Schule als Vorbereitung auf die Arbeits- und Lebenswelt
    Leitung: Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir und die Vize-Präsidentin der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU), Désirée Derin-Holzapfel
  5. Lehrerbildung
    Leitung: Wissenschaftsminister Boris Rhein und als Vertreter der lehrerbildenden Hochschulen der Präsident der der Justus-Liebig-Universität Gießen, Prof. Dr. Joybrato Mukherjee

Termine der konstituierenden AG-Sitzungen:

  • AG 1 17. Oktober 2014
  • AG 2 21. Oktober 2014
  • AG 3  28. Oktober 2014
  • AG 4 18. November 2014
  • AG 5 11. November 2014
Themengebiet: Bildung