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07.10.2014 - Land
Europaministerin Lucia Puttrich: Eine solche Ordensverleihung ist eine gute Gelegenheit, die Öffentlichkeit auf das vorbildhafte ehrenamtliche Wirken aufmerksam zu machen

Die Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Bevollmächtigte des Landes beim Bund, Staatsministerin Lucia Puttrich, hat am Montag aus Anlass des Tags der Deutschen Einheit Doris Gutberlet-Grumbach aus Poppenhausen, Johann Philipp Held aus Bürstadt, Leonore Kleff aus Nidderau und Robert Preußer aus Büdingen das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht. „Eine solche Ordensverleihung wie heute ist immer eine gute Gelegenheit, die Öffentlichkeit auf das vorbildhafte ehrenamtliche Wirken unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger aufmerksam zu machen. Wir brauchen Menschen wie Sie, die aktiv unsere Gesellschaft prägen und mitgestalten“, so die Ministerin bei einer Feierstunde in Wiesbaden.

Doris Gutberlet-Grumbach

Der Schwerpunkt des ehrenamtlichen Engagements von Doris Gutberlet-Grumbach aus Poppenhausen liegt im sozialen Bereich. Neben ihrer langjährigen beruflichen Tätigkeit als Geschäftsführerin des Internationalen Familienzentrums e.V. in Frankfurt am Main ist die 65jährige Sonderpädagogin seit 1981 ehrenamtliches Vorstandsmitglied des Vereins „Jugendberatung und Jugendhilfe e.V.“, der aus dem Haus der katholischen Volksarbeit in Frankfurt hervorgegangen ist. Ziel des Vereins ist es, hilfsbedürftigen, behinderten, gefährdeten oder psychisch kranken Menschen fachkundige Beratung, Behandlung und Lebenshilfe anzubieten. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt im Bereich der Jugend- und Suchthilfe. Insbesondere bei dem Themenschwerpunkt „Betreuung und Behandlung von Drogenabhängigen mit Migrationshintergrund“ wirkte Frau Gutberlet-Grumbach maßgeblich bei der Konzeptentwicklung mit und unterstützte den Verein immer wieder bei der Beantragung von Forschungsprojekten in diesem Tätigkeitsfeld. Ebenso engagiert sich Frau Gutberlet-Grumbach seit 1999 ehrenamtlich im Verein „Frankfurter Werkgemeinschaft e.V.“ und ist dort ebenfalls eine enge und geschätzte Beraterin der Geschäftsführung. Im Jahre 2007 wurde sie einstimmig zum Vorstandsmitglied gewählt und nimmt diese Funktion sehr engagiert wahr. Der „Frankfurter Werkgemeinschaft e.V.“ trägt und entwickelt seit 1967 Dienste und Einrichtungen der Gemeindepsychiatrie in der Stadt Frankfurt am Main. 

Johann Philipp Held

Johann Philipp Held aus Bürstadt hat sich im sportlichen Bereich engagiert. Bereits kurz nach seinem Eintritt in die Radfahrervereinigung 03 Bürstadt im Jahre 1946 wurde er zum Leiter der Saalsportabteilung gewählt. Als Fachwart Rennsport half er der damals neuen Abteilung, sich zu entwickeln und zu etablieren. Mitte der 1960er Jahre zog sich Herr Held aus dem Vereinsvorstand zurück, bis er sich im Jahre 1986 erneut als Beisitzer in den Vorstand wählen und wurde kurze Zeit Fachwart für Wanderfahren und Volksradfahren. Diesen Bereich hat er bis zum Jahre 2003 alleine organsiert. Im Vorfeld des 100-jährigen Jubiläums des Vereins hat Herr Held in akribischer Kleinarbeit Fotos, Bilder und Zeitungsberichte für eine Bilderausstellung zusammengetragen und aufgearbeitet, die die Entwicklung des Vereins dokumentieren. Der 87jährige ehem. Maschinenschlosser hat sich darüber auch im kulturellen Bereich engagiert. Er hat den Ausbau des privaten Heimatmuseums in Bürstadt unterstützt und die Ausstellung um einige Raritäten bereichert. Den Besuchern des Museums, darunter auch viele Schulklassen, wird bei den Führungen, die Herr Held seit dem Jahre 2000 leitet, durch sein umfangreiches und fundiertes Wissen die Geschichte der Stadt näher gebracht. Zudem setzt sich Johann Philipp Held seit rund 25 Jahren für den Kindergarten Spatzennest in Bürstadt ein und unterstützt die Erzieherinnen bei der Arbeit. Er nimmt an den sogenannten Waldtagen teil und spendet selbst angefertigte Spielsachen. Für die Schillerschule in Bürstadt unterstützt Herr Held den Heimatkundeunterricht, in dem den Schülerinnen und Schülern der dritten und vierten Jahrgangsstufe die Geschichte der Stadt vermittelt werden soll.

Leonore Kleff

Leonore Kleff aus Nidderau hat sich durch die ehrenamtliche Organisation von verschiedenen Musikprojekten und Musical-Aufführungen in Nidderau im kulturellen Bereich engagiert. Im Jahre 1993 war sie Gründerin und Leiterin des Nidderauer Jugendchores und wurde 1997 in den Kulturbeirat der Stadt Nidderau berufen. Sie bereichert das kulturelle Leben in Nidderau durch verschiedene Musikprojekte. Dazu gehörten mehrere Musical-Aufführungen, die sie organisiert und gestaltet hat, darunter „Tabaluga“ in den Jahren 1997 und 1998, „Die Nacht der Katzen“ 1999 und 2000, „Joseph“ 2001 und 2002, „Jesus Christ Superstar“ im Jahre 2006, „Tanz der Vampire“ im Jahre 2008, „Anatevka“ 2009 und 2010 sowie „My Fair Lady“ 2011 und 2012. Die Stücke, an denen teilweise über 100 Personen mitgewirkt haben, wurden mehrfach aufgeführt und fanden in der breiten Öffentlichkeit, in den Medien und in Fachkreisen große Beachtung und Anerkennung. Die Bürgerinnen und Bürger von Nidderau haben die Möglichkeit, sich an den verschiedenen Musikprojekten von Frau Kleff aktiv zu beteiligen. So wirken bei den Musicals und bei Konzerten auch unterschiedliche Projektchöre mit, in denen sich zahlreiche Jugendliche musikalisch engagieren. Die 60jährige Lehrerin ist zudem verantwortlich für die Organisation und Durchführung von öffentlichen Konzerten der Nidderauer Grundschulen und der Bertha-von-Suttner-Schule sowie für Musikveranstaltungen speziell für Grundschüler. Mit dem von ihr geleiteten Schulchor und mehreren Instrumentalgruppen sowie der Musical-AG und der Schulband der Bertha-von-Suttner-Schule wirkt sie sowohl bei Veranstaltungen der Stadt Nidderau als auch bei Veranstaltungen Nidderauer Vereine und Einrichtungen mit. Zudem arbeitet sie eng mit den Kirchen beider Konfessionen zusammen. Sie ist als Organistin in Gottesdiensten, bei Hochzeiten und Beerdigungen tätig. Als Chorleiterin hat sie zahlreiche musikalische Veranstaltungen in den Kirchen initiiert und durchgeführt sowie mit verschiedenen Chören in Gottesdiensten mitgewirkt. Frau Kleff wurde im Jahre 1998 mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen ausgezeichnet.

Robert Preußer

In der Kommunalpolitik ist Robert Preußer aus Büdingen seit mehr als drei Jahrzehnten ehrenamtlich tätig. Der heute 65jährige selbständige Unternehmer wurde 1972 im Alter von 23 Jahren in den Kreistag des Wetteraukreises gewählt und gehörte diesem bis 1977 an. Daraufhin war Herr Preußer zunächst bis 1981 Mitglied im Ortsbeirat von Düdelsheim und gehört diesem erneut seit 1985 ununterbrochen an. Seit dem Jahre 2006 ist er Ortsvorsteher. Gerade in Zeiten leerer öffentlicher Kassen ist es ihm gelungen, Projekte zu verwirklichen, für die der städtische Haushalt keine Mittel vorsehen konnte. Zudem ist Herr Preußer seit dem Jahre 2011 Mitglied der Stadtverordnetenversammlung von Büdingen und fungiert dort als stellvertretender Vorsitzender der CDU-Fraktion. Er ist Mitglied in mehreren parlamentarischen Ausschüssen und vertritt die städtischen Belange zudem in der Verbandsversammlung des Abwasserverbandes Seemenbach sowie im Zweckverband „Interkommunales Gewerbegebiet LIMES“. Seit 1991 ist er Mitglied im Aufsichtsrat der Raiffeisenbank Düdelsheim und seit 2006 Mitglied im Vorstand der Jagdgenossenschaft Düdelsheim. Dem Vorstand des Bürger- und Heimatvereins Düdelsheim gehört Herr Preußer seit dem Jahre 2011 an.  Darüber hinaus ist er seit dem Jahre 1995 Ortsgerichtsschöffe beim Ortsgericht Büdingen II, das für die Stadtteile Düdelsheim und Rohrbach zuständig ist. Für sein ehrenamtliches Engagement wurde Herr Preußer im Jahre 1999 mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen ausgezeichnet.

„Eine Verleihung wie heute zeigt, auf welch vielfältige Art und Weise sich Menschen für das Gemeinwesen einsetzen. Ich danke Ihnen allen für Ihren besonderen Einsatz und freue mich sehr, dass ich Ihnen heute diese Auszeichnung für Ihr bemerkenswertes ehrenamtliches Engagement überreichen darf“, so Staatsministerin Puttrich in ihrer Laudatio.

Themengebiet: Soziales