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03.10.2014 - Bund
Gesundheitsminister Stefan Grüttner: Die Universitätsklinik Frankfurt ist für diese Versorgung bestens gerüstet

Am Freitag teilte der Hessische Gesundheitsminister Stefan Grüttner mit, dass das Universitätsklinikum Frankfurt in der Nacht von Donnerstag auf Freitag einen NGO-Mitarbeiter („non-governmental organization“, Hilfsorganisation), der an Ebola erkrankt ist, auf der dortigen Isolierstation aufgenommen hat und versorgen wird.

Behandelnde Ärztinnen und Ärzte sehr gut vorbereitet

Der Leiter des Kompetenzzentrums für hochkontagiöse lebensbedrohliche Erkrankungen (HKLE) betonte, dass dies eine „wichtige Form der humanitären Hilfe“ sei, die die Kompetenzzentren in Deutschland leisteten. Es handelt sich um einen infizierten Mitarbeiter einer NGO. Der Patient sei ohne weitere Passagiere mit einem Spezialjet eingeflogen worden. „Die Universitätsklinik Frankfurt ist für diese Versorgung bestens gerüstet. Ich bin daher sicher, dass die Mediziner in engem Austausch mit dem Kompetenzzentrum hier alles tun werden, um dem Arzt zu helfen. Gleichzeitig sind die behandelnden Ärztinnen und Ärzte im Team sehr gut vorbereitet und der bei dieser Erkrankung so wichtige Schutz ist auf hohem Niveau gewährleistet. Zwei Verdachtsfälle in Hessen, die ausgeräumt werden konnten, haben bereits gezeigt, dass alle handelnden Stellen wissen, was zu tun ist und ein reibungsloser Ablauf sowie die Versorgung der Patienten sowie der Schutz der behandelnden Mediziner und des Personals waren sichergestellt“, erläuterte der Hessische Gesundheitsminister bei einem Pressestatement im Hessischen Landtag. Grüttner betonte, dass sich nun zeige, dass die Investitionen des Landes Hessen in das Kompetenzzentrum „wichtig“ und „sehr gut angelegtes Geld“ seien. Hessen investiere jährlich 175.000 Euro. Dazu kommen noch einmalige Investitionskosten für die Isolierstation aus dem Jahr 2001 in Höhe von 1.431.500 Euro.

Globale Herausforderungen im Gesundheitsbereich

Gesundheitsdezernentin Rosemarie Heilig erläuterte: „Frankfurt am Main verfügt mit dem Kompetenzzentrum über ganz besondere Voraussetzungen für den Umgang mit Infektionskrankheiten. Gerade als internationaler Verkehrsknotenpunkt muss sich Frankfurt mit dem Rhein-Main-Gebiet auf globale Herausforderungen im Gesundheitsbereich einstellen. Seitens der Stadt sind wir mit dem gerade auf diesem Gebiet fachlich führenden Gesundheitsamt, unter Leitung von Herrn Prof. Gottschalk gut vorbereitet, und die Kooperation mit den Partnern ist kompetent und professionell. In einer besonderen Verantwortung sehen wir uns für Ärzte und Pflegepersonal, die sich unter Gefährdung ihrer Gesundheit besonderen Herausforderungen stellen. Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, mit unseren Möglichkeiten gemeinsam mit dem Land auf Hilfsgesuche zu reagieren,“ so Heilig.

„Das Kompetenzzentrum ist am Gesundheitsamt Frankfurt angesiedelt und besteht aus weiteren Modulen wie der speziellen Station am Universitätsklinikum und einem eigens ausgestatteten und spezialisierten Labor in Marburg, wo auch Proben der Verdachtsfälle untersucht werden. Bei solchen Verdachtsfällen ist das Zentrum erste Anlaufstelle für die Gesundheitsämter, berät und ist 24 Stunden verfügbar“, erläuterte Gottschalk.

„Uniklinik Frankfurt ist bestens gerüstet“

Der Minister sagte abschließend, dass das Beispiel Hamburg, wo bereits ein Ebola Patient behandelt wurde, gezeigt habe, dass eine Versorgung dieser Patienten problemlos ablaufen kann, wenn die Klinik gut aufgestellt und vorbereitet ist. „Ich bin sicher, dass die Uniklinik Frankfurt für die Versorgung des Patienten bestens gerüstet ist.“

Im gesamten Prozess sind das Kompetenzzentrum, das Gesundheitsamt und die oberste Landesgesundheitsbehörde in engem Austausch. Über die letztere werden Informationen zur Infektionslage an das Robert-Koch Institut (RKI), das Bundesgesundheitsministerium und zur Weltgesundheitsorganisation (WHO) weiter geleitet.

Themengebiet: Gesundheit