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29.09.2014 - Land
Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz: Schulentwicklungs-Programm deutschlandweit einzigartig

Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz hat heute in Wiesbaden 30 Schulen mit dem Titel „Europaschule“ und das Studienseminar für berufliche Schulen in Gießen mit dem Titel „Europaseminar“ ausgezeichnet. „Hessische Europaschulen leben Respekt und Offenheit gegenüber der eigenen wie den anderen Kulturen in Europa und der Welt“, erklärte Kultusminister Lorz bei der feierlichen Übergabe der Zertifikate im Wiesbadener Landeshaus. „Ich freue mich, dass wir so viele Schulen erneut zertifizieren können und das wir darüber hinaus auch wieder neue gewinnen konnten. Und Sie können zu Recht stolz sein auf dieses Gütesiegel, denn das Schulentwicklungsprogramm „Hessische Europaschulen“ ist in pädagogischer und finanzieller Hinsicht deutschlandweit einzigartig.“

Die Hessischen Europaschulen sind seit 1992 eine Exzellenzmarke für innovative Schulentwicklung in Deutschland mit dem Ziel, ihre Schülerinnen und Schüler von der Europäischen Einigung zu begeistern und sie zu befähigen, sich in Europas Vielfalt und dem globalen Studien- und Arbeitsmarkt zurechtzufinden. Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern fühlen sich gemeinsamen Zielen verpflichtet. So werden beispielsweise im Schulalltag demokratische Mitbestimmung und Spielraum für Identitätsentwicklung ermöglicht. Außerdem findet sich an den Hessischen Europaschulen ein breit gefächertes Sprachenangebot, das durch den Einsatz des Europäischen Portfolios der Sprachen unterstützt wird. Ebenso wie bilingualer Sachfachunterricht finden thematisch orientierte Austauschprogramme und Partnerschaften mit Schulen oder Unternehmen im europäischen Ausland statt. Europäische Programme und Wettbewerbe gehören genauso zur Schulkultur wie interkulturelle Integrationsprojekte und internationale Betriebspraktika.

Die Schulen arbeiten in folgenden vier Programmbereichen:

  • Europäische Dimension und Interkulturelles Lernen,
  • Methodenlernen und Unterrichtsentwicklung,
  • Schulmanagement und Qualitätssicherung,
  • Know-How-Transfer.

Die Hessischen Europaschulen werden jeweils für einen Zeitraum von fünf Jahren zertifiziert und erhalten die Möglichkeit, Mittel zur Realisierung der von ihnen im Rahmen des Europaschulprogramms geplanten Projekte beim Hessischen Kultusministerium zu beantragen. „Auf der einen Seite steht für die Schulen das Privileg einer finanziellen Förderung durch das Kultusministerium, auf der anderen Seite steht aber auch die Verpflichtung, die Europaschularbeit auf hohem Niveau zu erhalten“, betonte der Kultusminister.

Folgende langjährig im Programm arbeitende Schulen haben die erforderlichen Kriterien erfüllt und dürfen erneut das Qualitätssiegel „Europaschule“ tragen:

  • Albert-Schweitzer-Schule Hofgeismar,
  • Alexander-von-Humboldt-Schule Rüsselsheim,
  • Alexander-von-Humboldt-Schule Viernheim,
  • Anne-Frank-Schule Eschwege,
  • Berufliche Schulen des Odenwaldkreises Michelstadt,
  • Blücherschule Wiesbaden,
  • Freiherr-vom-Stein-Schule Gladenbach,
  • Friedrich-List-Schule Kassel,
  • Georg-August-Zinn-Schule Kassel,
  • Gewerbliche Schulen des Lahn-Dill-Kreises Dillenburg,
  • Goethe-Gymnasium Bensheim,
  • Heinrich-Heine-Schule Dreieich,
  • König-Heinrich-Schule Fritzlar,
  • Kopernikusschule Freigericht,
  • Lichtenbergschule Darmstadt,
  • Liebigschule Frankfurt,
  • Max-Eyth-Schule Alsfeld,
  • Mornewegschule Darmstadt,
  • Oswald-von-Nell-Breuning-Schule Rödermark,
  • Otto-Hahn-Schule Hanau,
  • Schloss-Schule Heppenheim,
  • Schuldorf Bergstraße,
  • Sophie-von-Brabant-Schule Marburg (ehemals Theodor-Heuss-Schule Marburg),
  • Textorschule Frankfurt,
  • Theodor-Litt-Schule Gießen,
  • Werner-von-Siemens-Schule Wetzlar,
  • Ziehenschule Frankfurt.

Folgende Schulen haben an der Zertifizierung erstmalig teilgenommen und dürfen ebenso das Qualitätssiegel „Europaschule“ tragen:

  • Albert-Schweitzer-Schule Kassel,
  • Berkersheimer Grundschule Frankfurt,
  • Bertha-von-Suttner-Schule Mörfelden Walldorf.

Im Schulentwicklungsprogramm arbeitet außerdem das Lessing-Gymnasium Lampertheim mit.

„Hessisches Europaseminar“ in Gießen

Das Studienseminar für berufliche Schulen in Gießen nahm ebenfalls erstmalig an der Zertifizierung teil und wurde mit dem Titel „Hessisches Europaseminar“ ausgezeichnet. Hier werden in der Lehrerbildung europäischer Austausch und das Wissen über Strukturen und Entwicklungen im Bereich der beruflichen Schulen im europäischen Kontext gefördert.

Zukünftig soll geprüft werden, ob weitere Studienseminare in das Schulentwicklungsprogramm einbezogen werden können, da die Qualifizierung der angehenden Lehrerinnen und Lehrer maßgeblich dazu beiträgt, Ideen und Konzepte des Programms einem erweiterten Kreis von Schulen nahezubringen.

Ausschreibung

Die Ausschreibung zur Mitarbeit im Schulentwicklungsprogramm „Hessische Europaschulen“ des Landes Hessen, auf die sich auch neue Schulen bewerben können, ist für das 4. Quartal 2014 geplant und wird im Amtsblatt des Hessischen Kultusministeriums veröffentlicht.

„Für die Zukunft wollen wir mit dem Schulentwicklungsprogramm ‚Hessische Europaschulen‘ den europäischen Gedanken auch in der Lehrerbildung intensivieren“, sagte Lorz abschließend. Dies sei notwendig, um den Europagedanken im schulischen Alltag auch nachhaltig zu verankern.

Themengebiet: Bildung, Europa