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16.09.2014 - Land
Innenminister Peter Beuth gratuliert der hessischen Spezialeinheit zum 40-jährigen Bestehen

Die Spezialeinheiten der hessischen Polizei haben ihr 40-jähriges Bestehen heute mit einem Festakt im Biebricher Schloss begangen. Der Hessische Innenminister Peter Beuth hatte zu den Feierlichkeiten geladen, bei denen unter musikalischer Begleitung des hessischen Landespolizeiorchesters zahlreiche Gäste aus Polizei und Politik vertreten waren.

Handlungskonzepte für außergewöhnliche Gewalttaten

In seiner Rede blickte Innenminister Beuth auf die Gründung der Spezialeinheiten zurück, die aus den tragischen Ereignissen im Rahmen der Olympischen Spiele 1972 in München resultierten, als die palästinensische Terrorgruppe „Schwarzer September“ das Quartier der israelischen Olympiamannschaft erstürmte. „Diese Ereignisse vor nunmehr über 40 Jahren führten der Polizei, den politisch Verantwortlichen, aber auch der Öffentlichkeit drastisch vor Augen, dass die Polizei für derart außergewöhnliche Gewalttaten keine adäquaten Handlungskonzepte zur Verfügung hatte“, so Beuth.

In der Folge dieser Ereignisse wurden in Hessen ab 1972 in Frankfurt, Darmstadt und Kassel zunächst sogenannte „Sondergruppen“ eingerichtet. Parallel verabschiedete die ständige Konferenz der Innenminister der Länder das „Programm für die Innere Sicherheit in der Bundesrepublik Deutschland“ mit dem Schwerpunkt der Terrorismusbekämpfung. Die Fortschreibung erfolgte im Februar 1974 und beschloss unter anderem ein Konzept für die „Aufstellung und den Einsatz von Spezialeinheiten des Bundes und der Länder für die Bekämpfung von Terroristen und anderen Gewalttätern“. Am 5. Juni 1974 wurde schließlich durch den damaligen Hessischen Innenminister Hanns-Heinz Bielefeld die Bildung von Spezialeinheiten für Hessen angeordnet – die Geburtsstunde der Spezialeinheiten in Hessen, wie Beuth sagte.

300 hochqualifizierte Einsatzkräfte

Heute verfügt Hessen an den Standorten Frankfurt am Main, Kassel und Wiesbaden über zwei Spezialeinsatzkommandos (SEK), vier Mobile Einsatzkommandos (MEK), zwei Personenschutzkommandos (MEK/PS), eine Beratergruppe, zwei Verhandlungsgruppen, den Zentralen Polizeipsychologischen Dienst (ZPD) sowie eine zentrale Koordinierungsstelle im Hessischen Landeskriminalamt. Der Bestand der Spezialeinheiten wurde zum 1. Februar 2012 um 60 Beamtinnen und Beamte erhöht, wodurch nunmehr über 300 hochqualifizierte Einsatzkräfte zur Verfügung stehen, um Terrorismus und Gewaltkriminalität effektiv zu bekämpfen.

Das Hauptaugenmerk der Spezialeinheiten liegt auf der Bekämpfung des Terrorismus und der schweren Gewaltkriminalität; insbesondere bei Geiselnahmen, Entführungen, herausragenden Erpressungen sowie Bedrohungs- und Amokszenarien. Die Personenschutzkommandos sind nicht zuletzt auch für den Schutz der Mitglieder der hessischen Landesregierung zuständig.

„Tragender Baustein unserer Sicherheitsarchitektur“

In den vergangenen 20 Jahren wurden die Spezialeinheiten zu weit mehr als 7.000 Einsätzen angefordert. Dabei wurden insgesamt mehr als 7.000 Personen festgenommen, 1.100 Schusswaffen, schwere Waffen wie Handgranaten und Panzerfäuste sowie Sprengstoff sichergestellt. Zudem entzogen die Beamten dem illegalen Drogenmarkt rund vier Tonnen Rauschgift und beschlagnahmte rund 20 Millionen Euro Bargeld.

„Hessen braucht seine Spezialeinheiten und Spezialkräfte für die Bewältigung dieser herausragenden Einsatzlagen. Sie sind ein tragender Baustein in unserer Sicherheitsarchitektur. Ich gratuliere den Spezialeinheiten und Spezialkräften zum 40-jährigen Bestehen und danke den aktiven und ehemaligen Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten der Spezialeinheiten, dass sie sich dieser verantwortungsvollen, schwierigen und gefährlichen Aufgabe Tag für Tag stellen“, sagte Innenminister Peter Beuth.

Themengebiet: Polizei, Gratulation