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15.09.2014 - Bund
Innenminister Peter Beuth: Immer schon war es von größtem Interesse Innovationen vor Mitbewerbern zu schützen.

Der Hessische Innenminister Peter Beuth hat am Montag im Rahmen der von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Wiesbaden und des Landesamts für Verfassungsschutz (LfV) initiierten Veranstaltung zum Thema Wirtschaftsspionage eindringlich vor den Gefahren des Internets gewarnt und gleichzeitig für mehr Sorgfalt im Umgang mit sensiblen Daten geworben.

„Wirtschaftsschutz ist so alt wie die Wirtschaft selbst. Immer schon war es von größtem Interesse die Leistungsfähigkeiten, die Innovationen oder die aktuellen Geschäftspläne und -aktivitäten vor Mitbewerbern zu schützen. Wirklich neu am „Digitalen“ Wirtschaftsschutz ist das globale Ausmaß und die Intensität der Bedrohung wertvoller Informationen durch Angriffe und Spähaktivitäten. Verursacht ist dieses Ausmaß und seine Qualität durch die Möglichkeiten der IT. Fast unsichtbar bleiben die Angreifer. Sie sind kaum zu orten, agieren faktisch von jedem Winkel der Welt und die Angriffe werden mit immer ausgefeilteren Techniken ausgeführt. Diese Probleme nehme ich sehr ernst. Deshalb unterstützen wir Unternehmen mit Beratungsangeboten des Landesamt für den Verfassungsschutz und des Hessischen Landeskriminalamts,“, sagte Innenminister Beuth.

Weltweit Schäden in Milliardenhöhe

Mit einem Schadensumfang von 1,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts liegt Deutschland  vor allen anderen Ländern; für die USA wurden 0,64 Prozent oder für China 0,63 Prozent errechnet. Der weltweite Schaden durch Internet- und Computerkriminalität beträgt im Jahr 2013 laut des renommierten ‚Center for Strategic and International Studies‘ (CSIS) in Washington 400 Milliarden US-Dollar.

„Ein wichtiger und richtiger Schritt im Kampf gegen Cybercrime ist das IT-Sicherheitsgesetz des Bundes, das sich aktuell zwischen den Bundesministerien in Abstimmung befindet. Vergessen wir aber nicht, dass neben allen Gesetzgebungsinitiativen und nationalstaatlichen oder EU-weiten Rahmenvorgaben bereits mit einfachen Mitteln der Eigenschutz der IT signifikant verbessert werden kann und muss. Alleine durch einen bedachten Umgang mit den IT-Systemen können Sie für ihr Unternehmen das Sicherheitsniveau rasch erhöhen“, so der Innenminister.

Präventive und repressive Maßnahmen

Gleichzeitig müsse aber auch klar sein, dass Awareness nur ein Baustein der Cybersicherheit sei, so Beuth. „Hier setze ich mit meiner Agenda ‚Cybersicherheit @ Hessen‘ an. Zu den wesentlichen Punkten zählen dabei neben der fortwährenden Forschung im Sicherheitsbereich die Förderung der Sicherheit in der eigenen Verwaltung, für die hessischen Kommunen sowie für Unternehmen und Bürgerinnen und Bürger. Im Koalitionsvertrag dieser Landesregierung haben wir es klar formuliert: ‚Das Internet bietet Chancen und Risiken. Es wird jedoch zunehmend flächendeckend über viele Kriminalitätsbereiche als Tatmedium zur Begehung von Straftaten verwandt. Deshalb werden wir entschlossen präventive und repressive Maßnahmen zur Bekämpfung der Cyberkriminalität ergreifen‘“, sagte Innenminister Peter Beuth.

Themengebiet: Wirtschaft, Verfassungsschutz