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31.07.2014 - Welt
Innenminister Peter Beuth: „Hessen hat sich mit seinem Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus frühzeitig der neuen Herausforderung gestellt

Neues Beratungsangebot in Marburg vorgestellt

Der Hessische Innenminister Peter Beuth fördert das hessische Präventionsprogramm gegen Rechtsextremismus „Rote Linie – Hilfen zum Ausstieg vor dem Einstieg“. Im Rahmen der Übergabe des Zuwendungsbescheids in Höhe von 125.350 Euro an den St. Elisabeth-Verein in Marburg kündigte der Innenminister zudem das neue Beratungsangebot „Pro aktive Beratung von Kommunen bei der Neuaufnahme von Flüchtlingen“ im Rahmen des „beratungsnetzwerk hessen - Mobile Intervention gegen Rechtsextremismus“ an.
Das Programm „Rote Linie“ existiert seit 2009 und ist seit November 2013 bei dem St. Elisabeth-Verein e.V. in Marburg angebunden. „Rote Linie“ arbeitet gemeinsam mit dem Verein „Jugend-Arbeits-Kreis-Oberscheld“ in Dillenburg und dem hessischen Aussteigerprogramm IKARus hessenweit in der pädagogischen Arbeit mit rechtsextremistisch-orientierten Jugendlichen. Zudem wirkt das Projekt in der Elternberatung sowie in der direkten Ansprache von Jugendlichen mit diffus ausgeprägten rechtsextremen Einstellungen, die drohen, in den organisierten Rechtsextremismus abzudriften.

Philipps-Universität federführend

Mit der Leitung wurde die Philipps-Universität Marburg, federführend dabei Dr. Reiner Becker, beauftragt. Dort ist bereits die Landeskoordinierungsstelle des „beratungsNetzwerk hessen – Mobile Intervention gegen Rechtsextremismus“ angesiedelt.
„Mit dem St. Elisabeth-Verein haben wir einen verlässlichen Kooperationspartner im Kampf gegen den Rechtsextremismus gewonnen“, sagte Peter Beuth.
Im Rahmen des „beratungsnetzwerk hessen - Mobile Intervention gegen Rechtsextremismus“ wird das neue Beratungsmodul „Pro aktive Beratung von Kommunen bei der Neuaufnahme von Flüchtlingen“ vor allem folgende Unterstützungsmöglichkeiten anbieten:
  • zur Vermeidung von Konflikten und zur Deeskalation im Gemeinwesen im Zusammenhang mit der Unterbringung von Flüchtlingen,
  • zum Umgang mit rechtsextremen Aktivitäten im Zusammenhang mit der Unterbringung von Flüchtlingen,
  • die örtliche Zivilgesellschaft zur Schaffung einer Willkommenskultur vor Ort.

Der Verbreitung rechtsextremer Ideologien entgegenwirken

Anlässlich der bundesweit steigenden Zahl von Asylbewerbern und Flüchtlingen könnte sich Widerstand in der Bevölkerung regen, der von rechtsextremen Parteien als Plattform für die Verbreitung ihrer Ideologien genutzt wird. Das neue Modul soll dem entgegenwirken.
„Hessen hat sich mit seinem Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus frühzeitig der neuen Herausforderung gestellt, Beraterinnen und Berater qualifiziert und bietet nun für kommunale Verantwortungsträger, die bei der Neuaufnahme von Flüchtlingen Konflikte in der örtlichen Bevölkerung befürchten oder bereits mit Konflikten konfrontiert sind, Hilfe an. Durch eine möglichst frühzeitige, differenzierte Vorausplanung sollen Szenarien durchdacht, fallabhängige Lösungsansätze entwickelt und gegebenenfalls möglichst schnell geeignete Gegenmaßnahmen eingeleitet werden“, so Innenminister Peter Beuth.

Weitere Informationen zu den Hilfsangeboten:

Themengebiet: Extremismus