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29.07.2014 - Europa
Europaministerin Lucia Puttrich: Mehrsprachigkeit bereichert das Leben der Menschen

Toleranz lernen ohne Sprachbarrieren

Toleranz lernen durch Mehrsprachigkeit ist das Konzept von „Le Jardin“. Die Gesellschaft betreibt unter der Leitung von Frédéric Claude Kinderbetreuungseinrichtungen in Frankfurt. „Mehrsprachigkeit bereichert das Leben der Menschen. Es ist beeindruckend wie schnell Kinder sich in fremden Sprachen zurechtfinden. Das zu fördern ist eine besondere, eine europäische Aufgabe“, zeigte sich Hessens Europaministerin Lucia Puttrich beeindruckt von der Arbeit in der Einrichtungen der Le Jardin gGmbH in Frankfurt. 2003 wurde die erste mehrsprachige Krippe im Frankfurter Stadtteil Bockenheim mit damals zwölf Kindern eröffnet. Heute werden in den Einrichtungen der Kindertagesstätte „Le Jardin“ insgesamt etwa 320 Kinder in vier Sprachen (Deutsch, Französisch, Englisch und Spanisch) und durch 120 Mitarbeiter betreut.
Staatsministerin Lucia Puttrich besuchte die Einrichtung im Rahmen der „Begegnungsreihe“, die zeigt, wie Hessinnen und Hessen tagtäglich Europa leben und erleben. „Viele Vorzüge Europas sind für uns beinahe selbstverständlich geworden. Wir treffen Menschen, die die Bedeutung der Europäischen Union für ihren ganz persönlichen Alltag oder ihren Lebenslauf aufzeigen können“, sagte Europaministerin Puttrich beim Treffen mit dem Geschäftsführer der Gesellschaft, Frédéric Claude und der Personalleiterin, Marine Hamon-Leps in Frankfurt am Main.

Treffen mit Frédéric Claude 

Frédéric Claude, selbst Vater von zwei Kindern, wurde in Gaillon/Frankreich geboren. Bereits im Rahmen seines Wirtschaftsabiturs in Frankreich war er mit der deutschen Sprache befasst. Auch die Personalleiterin von Le Jardin, Marine Hamon-Leps, ist in Boulogne-Billancourt/Frankreich geboren und hat bereits zweisprachig ihr Studium absolviert.
Die beruflichen und menschlichen Erfahrungen der beiden bereichern die Arbeit in Le Jardin. „Dabei ist das Konzept der Kindertagesstätte einfach und effizient zugleich: Eine Person, eine Sprache“, erläuterte die Ministerin das Konzept. Die Arbeit mit den Kindern sei gekennzeichnet durch die Orientierung an festen Bezugspersonen, die das Erlernen von Sprachen ermöglichen, so Puttrich.
Das pädagogische Team von Le Jardin ist international besetzt. Die Erzieherinnen und Erzieher gestalten ihren Alltag mit den Kindern ausschließlich in ihrer Muttersprache. „Durch die Betreuung in den Sprachkombinationen deutsch/französisch, deutsch/englisch oder deutsch/spanisch erwerben die Kleinkinder spielend mehrere Sprachen, die ihnen gute Perspektiven für die Zukunft eröffnen“, ist Puttrich sicher. „Die Mehrsprachigkeit trägt dazu bei, Kindern Werte im Umgang mit anderen Menschen weiterzugeben und ihnen Toleranz gegenüber anderen zu vermitteln. Dadurch wird schon bei Kleinkindern das Bewusstsein für die Verschiedenheit der Menschen, der Hautfarben, des Alters, der Traditionen und Kulturen geweckt“, hob Europaministerin Puttrich hervor.

Leben in und mit der Natur

Ministerin Puttrich zeigte sich weiterhin begeistert, dass bei Le Jardin dem Leben in und mit der Natur, gerade in der Metropolstadt Frankfurt am Main, eine besondere Aufmerksamkeit gewidmet wird. Die Kinder spielen und entdecken ihre Umwelt sehr früh in dem Garten der jeweiligen Einrichtung und können so mühelos ein Umweltbewusstsein entwickeln. „Die Verbindung von Mehrsprachigkeit, Toleranz und Umweltbewusstsein macht die Kindertagesstätte Le Jardin zu einem europäischen Vorzeigeprojekt“, so Ministerin Puttrich abschließend.
Ziel der Reihe „Begegnungen“ ist es, Menschen zu treffen, die eine europäische Vita besitzen und durch ihr Vorbild verdeutlichen können, welche konkreten Auswirkungen die Europäische Union auf ihr Leben und ihre Arbeit hat. Nicht zuletzt tragen die Besuche dazu bei, dass das selbstverständliche Miteinander von Bürgerinnen und Bürgern in Europa mehr ins öffentliche Bewusstsein gerückt und Europa als Friedensprojekt so mehr Wertschätzung im Alltag zuteil wird.

Derzeit sind folgende Gespräche geplant:

  • Joaquim Nunes, Pastoralreferent der Portugiesischen Kath. Gemeinde in Offenbach und Mainz.
    Termin: 2. September 2014, 15.00 – 16.30 Uhr in Offenbach
  • Das Ehepaar Danielzik, der Ehemann aus Königstein stammend, seine Frau aus Frankreich, hat sich auf einer Reise der Partnerschaftsvereine kennengelernt. Schnell wurde hieraus eine engere Beziehung und es folgte die Eheschließung. Das Ehepaar lebt heute in Usingen und engagiert sich immer noch im Partnerschaftsverein von Königstein im Taunus.
    Termin: 5. September 2014, 16.00 – 17.30 Uhr in Usingen
Weitere Termine befinden sich in der Abstimmung.
Themengebiet: Kinderbetreuung, Internationales