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14.07.2014 - Europa
Europaministerin Lucia Puttrich hebt anlässlich der Wiedereinweihung der Kriegsgräberstätte in Butzbach die Friedensleistung der Europäischen Union hervor
Hessens Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten, Lucia Puttrich, hat in Butzbach anlässlich der Wiedereinweihung der dortigen Kriegsgräberstätte die Friedensleistung der Europäischen Union hervorgehoben. „Frieden und Freiheit sind auch heute noch lange keine Selbstverständlichkeit, auch nicht auf unserem Kontinent, wie die Ereignisse in der Ukraine belegen. Dauerhafter Frieden ist keine Selbstverständlichkeit, sondern es muss dauerhaft daran gearbeitet werden“, sagte die Ministerin bei der feierlichen Zeremonie im Stadtteil Nieder-Weisel.

Bürgermeister der europäischen Partnerstädte angereist

Die Ministerin betonte, die entsetzlichen Folgen von Krieg und Gewalt würden an kaum einem Ort so greifbar wie auf den vielen Friedhöfen der Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkrieges. Auf dem Friedhof in Butzbach haben 519 Tote des Zweiten Weltkrieges – 420 deutsche und 99 Kriegstote aus Polen und der Sowjetunion – ihre letzte Ruhe gefunden. Hauptsächlich Soldaten, die bei Kämpfen, in Lazaretten oder Kriegsgefangenschaft ums Leben gekommen waren. Nachträglich wurden auch zivile Bombenopfer sowie polnische und sowjetische Zwangsarbeiter hinzu gebettet.
Die Europaministerin hob in ihrer Rede die Bedeutung solcher Kriegsgräberstätten hervor. „Sie erzählen als stumme Zeugen, was damals geschah. Für Vergessen und Gleichgültigkeit darf es keinen Platz geben“, so Puttrich. Besonders erfreut war die Ministerin über die Teilnahme der Bürgermeister der Butzbacher Partnerstädte aus Italien und Frankreich. „Ich freue mich, hier mit Ihnen gemeinsam ein Zeichen des Friedens und der Versöhnung zu setzen. Partnerschaften leisten einen wertvollen Beitrag zur Annäherung und zum Verstehen der Menschen verschiedener Nationen und zur Vertiefung der europäischen Integration“, hob die Europaministerin hervor.

Land finanziert Sanierungsarbeiten

Die Betreuung und Pflege der Kriegsgräberstätte wird seit vielen Jahren von der Stadt Butzbach gewährleistet. Mit finanzieller Unterstützung durch die Landesregierung wurde die Kriegsgräberstätte grundlegend saniert. Die Ministerin bedankte sich im Namen der Landesregierung bei den vielen ehrenamtlichen Helfern, die bei der Instandsetzung der einzelnen Grabstätten so tatkräftig mitgeholfen haben. „Die Gräber der Kriegstoten, die Gedenkstätten für die Opfer des Krieges, bleiben für uns auch heute, nach fast 70 Jahren, unverzichtbare Orte der Erinnerung. Sie laden Menschen aller Generationen zum Nachdenken ein. Wir sollten die Kriegsgräber als Mahnung wahrnehmen. Sie erinnern uns daran, beharrlich Wege der Verständigung und der Versöhnung zwischen den Menschen zu suchen und gemeinsam für ein friedliches Zusammenleben der Völker in Europa zu wirken“, so Puttrich abschließend.
Themengebiet: Europa