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02.07.2014 - Europa
Finanzminister Dr. Thomas Schäfer: „Europa, das ist für mich vor allem eine Wertegemeinschaft, die für Freiheit und Demokratie steht

„Die Europäische Union, das ist für euch heute etwas ganz Selbstverständliches, damit seid ihr aufgewachsen. Bis zum heutigen Staatenverbund mit 28 Mitgliedsländern war es jedoch ein weiter Weg“, erklärte Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer heute zum Auftakt seines Besuchs an die Schülerinnen und Schüler der Wilhelm-von-Oranien-Schule gewandt. An dem Dillenburger Gymnasium diskutierte er mit Jugendlichen der 12. Jahrgangsstufe über das Thema Europa. Schwerpunkte des Gesprächs waren die Eurokrise sowie die diesjährige Europawahl. „Europa, das ist für mich vor allem eine Wertegemeinschaft, die für Freiheit und Demokratie steht. Mit Blick auf die weltweit aktuellen Konflikte sollten wir uns glücklich schätzen, dass wir mit unseren europäischen Nachbarn seit vielen Jahrzehnten in Frieden leben“, betonte der Minister.

„Glimpflich durch die Wirtschaftskrise gekommen“

Schäfer ging in dem Gespräch auch auf die Wirtschafts- und Finanzkrise der Jahre 2008 und 2009 sowie ihre Auswirkungen ein. „Die politischen Herausforderungen durch die Krise waren enorm: Innerhalb kurzer Zeit mussten wir auf Bundes- und Landesebene Lösungen finden, um die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt zu stabilisieren“, erläuterte der Minister. Gemeinsam mit der Bundesregierung habe die Hessische Landesregierung deshalb Programme aufgelegt, um die Konjunktur zu fördern und die negativen Folgen der Krise zu lindern. „Deshalb sind wir sowohl in Deutschland insgesamt als auch in Hessen vergleichsweise glimpflich durch die Krise gekommen. Nichtsdestotrotz sind die Nachwirkungen der Krise auch heute noch zu spüren und die europäischen Staaten und Unternehmen erholen sich erst allmählich“, so Schäfer. Wichtig für die deutsche und hessische Wirtschaft sei vor allem ein wertstabiler Euro, so der Minister, denn „deutliche Schwankungen des Wechselkurses würden die hiesige Wirtschaft besonders stark treffen, da wir viele Waren und Dienstleistungen exportieren.“

Handeln. Mitmachen. Bewegen.

Der Finanzminister sprach mit den Jugendlichen auch über die diesjährige Europawahl: „Eine europaweite Wahlbeteiligung von rund 43 Prozent stimmt mich nachdenklich. Sie zeigt, dass wir öfter miteinander über Europa reden sollten und welche Errungenschaften wir der Europäischen Union verdanken. Leider wurde die Krise der vergangenen Jahren vereinzelt dazu genutzt, anti-europäische Ressentiments zu schüren.“ Schäfer erläuterte, dass das Europäische Parlament aufgrund des geänderten Wahlrechtes zukünftig noch mehr Einfluss auf die politische Richtung Europas nehmen werde: „Das klingt zunächst eher abstrakt, doch die Regelungen der EU betreffen uns alle ganz konkret im Alltag.“ Er ermunterte die Schülerinnen und Schüler, Europa besser kennenzulernen und sich über die politischen Institutionen der EU gezielt zu informieren: „Das Motto des EU-Parlamentes zur Wahl 2014 war ,Handeln. Mitmachen. Bewegen.‘ – ich finde, das ist ein schöner Leitspruch auch über den Gang zur Wahlurne hinaus. Demokratie bedeutet, gemeinsam mit anderen Menschen Ideen zu entwickeln und zu verwirklichen, wie man in einer Gesellschaft zusammenleben möchte.“

Schäfer sagte zum Abschluss: „Die heutige Diskussionsrunde hat mir einen guten Eindruck davon vermittelt, welche Fragen Sie und euch bewegen. Es ist stets spannend, einen Einblick zu gewinnen, wie junge Leute politische Themen beurteilen.“ Der Minister freute sich vor allem über die rege Beteiligung an der Debatte im Forum der Schule: „Mir hat der Austausch sehr viel Freude bereitet und einige Denkanstöße werde ich sicherlich mit zurück nach Wiesbaden nehmen.“

Themengebiet: Europa