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03.06.2014 - Land
Justizministerin Eva Kühne-Hörmann: Denn wer einen Schulabschluss erworben hat oder sogar mit einem Gesellenbrief in der Tasche entlassen wird, steht viel weniger in Gefahr, künftig wieder straffällig zu werden.“

Die Justizvollzugsanstalt Schwalmstadt ist eine der großen Haftanstalten in Hessen. Die JVA erfüllt die höchste Sicherungsstufe. In Schwalmstadt sind männliche Erwachsene mit einer Strafdauer von 24 Monaten bis zu lebenslänglich untergebracht. Zudem leben neben den Sicherungsverwahrten aus Hessen auch die Sicherungsverwahrten aus Thüringen. Derzeit sind es 34 Männer, die aber während der Umbauphase seit Januar 2013 in der JVA Weiterstadt untergebracht sind. Im Laufe des Sommers, nach Abschluss der Umbaumaßnahmen, werden die Sicherungsverwahrten wieder zurück nach Schwalmstadt kommen.

Sicherungsverwahrung vom Strafvollzug unterscheiden

Während des Besuches der Ministerin hatten auch Medienvertreter Gelegenheit, sich ein Bild von dem im Umbau befindlichen Teil des Gebäudes für die Sicherungsverwahrten zu machen. „Diese umfänglichen Baumaßnahmen wurden nötig, weil nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts sich die Sicherungsverwahrung vom Strafvollzug positiv (‚Abstandsgebot‘) zu unterscheiden hat“, fügte die Hessische Justizministerin bei dieser Gelegenheit hinzu. Das Hessische Baumanagement, das unter der Verantwortung des Finanzministeriums steht, ist zuständig für den Umbau und die Kosten der Maßnahme.

Hintergrund

Seit 1842 wird das ehemalige Jagdschloss der Landgrafen von Hessen-Kassel als Haftanstalt genutzt. Rund 230 Haftplätze gibt es derzeit mit ca. 230 Mitarbeitern. Seit über 35 Jahren können die Gefangenen hier, wie in allen hessischen JVAen, schulische Abschlüsse bis zum Abitur (per Fernkurs), aber auch Facharbeiter- und Gesellenbriefe erwerben. So haben seit dieser Zeit allein rund 500 Gefangene einen solchen Facharbeiter- oder Gesellenbrief erworben. Beim Besuch der Lehrwerkstätte für Metall, der Zimmerei und der Lehrküche betonte die Justizministerin: „Hier wird im besten Sinne Präventionsarbeit geleistet, denn wer einen Schulabschluss erworben hat oder sogar mit einem Gesellenbrief in der Tasche entlassen wird, steht viel weniger in Gefahr, künftig wieder straffällig zu werden. Das belegen alle Statistiken.“

Themengebiet: Justiz