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27.05.2014 - Land
Gesundheitsminister Stefan Grüttner: Die Entscheidung für eine Organspende entlastet Angehörige und kann Leben retten

Sozialminister Stefan Grüttner hat die Bürgerinnen und Bürger anlässlich des Tags der Organspende am 7. Juni aufgefordert, ihren Willen zur Organspende zu dokumentieren. Dreiviertel der Menschen in Deutschland seien zwar bereit, ein Organ zu spenden, bisher erklärten jedoch nur etwa 28 Prozent diesen Willen schriftlich und verbindlich. Dabei wären aber 68 Prozent der Befragten bereit, ihre Organe zu spenden. Ein „Ja“ oder „Nein“ im Organspendeausweis schafft Klarheit und überlässt die Entscheidung nicht den Angehörigen in der Akutsituation der Trauer und des Verlustes. „Trotz einer intensiven Aufklärungsarbeit, die auch wir hier in Hessen betreiben, ist hier noch viel zu tun. Es muss uns allen gemeinsam gelingen, Sorgen und Unsicherheiten bei der Frage der Organspende durch aktive Kommunikation und Information zu nehmen und so zu erreichen, dass viel mehr Menschen bereit sind, Organe zu spenden“, erklärte der Minister. „Denn Organspende kann Leben retten“.

Mehr als 12.000 Menschen warten auf ein Spenderorgan

In Deutschland warten immer noch mehr als 12.000 Menschen jährlich auf ein Spenderorgan, hob Grüttner hervor. „Patientinnen und Patienten, die auf ein Organ warten, sind darauf angewiesen, dass andere Menschen bereit sind, ihre Organe zu spenden. Die Entscheidung für oder gegen eine Organspende halte ich für alle Bürgerinnen und Bürger für zumutbar“, sagte der Minister. „Auch Religion oder kulturelle Bräuche stehen einer Organspende in den wenigsten Fällen entgegen.“

„Meine Organe. Meine Entscheidung“ – vor einem halben Jahr startete der Bundesverband Lebertransplantierte Deutschland e.V. diese Initiative und tourt seitdem durch ganz Hessen. Es vermittelt gezielt Wissen rund um das Thema Organspende. Am Dienstag, 27. Mai, ist die Initiative mit ihrem Infomobil zu Gast beim Ministerium für Soziales und Integration in der Dostojewskistraße.

Sich vorurteilsfrei informieren und eine Entscheidung treffen

„Die Manipulation in der Organvergabe hat einen erheblichen Vertrauensverlust in der Bevölkerung verursacht und viele Vorurteile aufgebaut. Deshalb ist es gerade jetzt so wichtig, über Organspende nachzudenken, sich vorurteilsfrei zu informieren und eine Entscheidung zu treffen“, so Egbert Trowe, stellvertretender Vorsitzender des Bundesverbandes Lebertransplantierte Deutschland e.V.. Mit sehr viel persönlichem Engagement sind die Mitglieder des Bundesverbandes Lebertransplantierte Deutschland e.V. derzeit unterwegs. Auch in den kommenden Wochen und Monaten wird man sie treffen können: zum Beispiel beim Hessentag in Bensheim, beim Fraportlauf am Flughafen, beim JP Morgan Lauf, auf dem Uni Campus in Frankfurt, beim Stadtlauf in Hanau und bei Kinzigtal Total.

Für das Thema Organspende sensibilisieren

Sozialminister Grüttner dankte vor allem den zahlreichen Selbsthilfegruppen, Initiativen und Verbänden für ihren unermüdlichen Einsatz, die Bevölkerung für das Thema Organspende zu sensibilisieren. „Es ist vor allem dem großen Engagement der Selbsthilfeverbände zu verdanken, dass die meisten Menschen der Organspende heute positiv gegenüberstehen“, lobte Grüttner. So ist auch der Tag der Organspende auf Initiative der Patientenverbände entstanden und findet seit 30 Jahren traditionell am ersten Samstag im Juni statt.

Themengebiet: Gesundheit