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09.05.2014 - Europa
Sozialminister Stefan Grüttner fordert Bundesarbeitsministerin Nahles auf, das Programm zur Förderung junger Fachkräfte noch einmal zu überdenken

Angesichts der Ankündigung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, das „überaus erfolgreiche“ Programm MobiPro-EU (Sonderprogramm des Bundes zur Förderung der beruflichen Mobilität von ausbildungsinteressierten Jugendlichen und arbeitslosen jungen Fachkräften aus Europa) nicht mehr fortzuführen, forderte der Hessische Sozialminister Stefan Grüttner Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles am Donnerstag in einem Schreiben eindringlich auf, diese Entscheidung „zu überdenken und den jungen Menschen weiterhin alle Chancen zu eröffnen.“

Wesentliches Instrument zur Deckung des Fachkräftebedarfs
„Es kann nicht sein“, so Grüttner weiter, „dass ein Programm aufgrund seiner großen Erfolge jetzt eingestellt werden soll. Denn hier reden wir nicht nur über die Zukunft der jungen Menschen, die in der EU Arbeit suchen, sondern wir reden auch vom Fachkräftebedarf, den wir in Deutschland und ganz konkret auch in Hessen ohne qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland nicht mehr werden decken können.“ Schließlich weise der Bund in seinem Fortschrittsbericht zum Fachkräftekonzept selbst darauf hin, dass das Programm MobiPro-EU als wesentliches Instrument anzusehen sei, so Grüttner weiter. Im Rahmen des Programms werden bspw. Sprachkurse, Reisekosten oder für Auszubildende auch Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts gefördert.

Fortführung der finanzierten Sprachkurse
Angesichts der Fortführung der durch Mittel des Europäischen Sozialfonds finanzierten Sprachkurse durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge erklärte Grüttner: „Das ist ein wichtiger Schritt, allerdings wurden von den Trägern Bedenken an mich herangetragen, dass bestimmte Zielgruppen wie Flüchtlinge von der Fortführung ausgeschlossen werden. Gerade im Bereich der Sprachförderung von Flüchtlingen sehe ich aber eine Notwendigkeit und eine Verpflichtung, um dem gemeinsamen Vorhaben zu entsprechen, Flüchtlingen den schnelleren Zugang zum Arbeitsmarkt zu ermöglichen und somit auch Perspektiven aufzuzeigen. Daher habe ich den Bund auch hier um Klarstellung gebeten.“

Themengebiet: Europa, Arbeitsmarkt, Ausbildung