Herzlich Willkommen
bei der CDU Hessen

Aktuelles

23.04.2014 - Land
Gesundheitsminister Stefan Grüttner: Förderung für den Aufbau von regionalen Gesundheitsnetzen
Gesundheitsminister Stefan Grüttner übermittelt Förderung für den Main-Kinzig-Kreis in Höhe von 100.000 Euro

Anlässlich der Zustellung des Bescheids zur Förderung regionaler Gesundheitsnetze für den Main-Kinzig-Kreis in Höhe von 100.000 Euro für die Jahre 2014 und 2015 nannte der Hessische Gesundheitsminister Stefan Grüttner die Arbeit im Landkreis „wegweisend für die Zukunft unseres Gesundheitssystems“. Der Main-Kinzig-Kreis startet einen neuen Gestaltungsprozess zur Weiterentwicklung der gesundheitlichen und pflegerischen Versorgung.

Lenkungsgruppe zur Umsetzung des Modellprojekts

„Zur Umsetzung des Modellprojektes ist auf Kreisebene eine Lenkungsgruppe eingerichtet worden, der neben dem Gesundheitsamt, das die Projektleitung übernimmt, zwei Bürgermeister sowie je ein Vertreter der Krankenhäuser, des Gesundheitsministeriums und des Ärztenetzes angehören“, erläuterte Kreisbeigeordneter Matthias Zach als verantwortlicher Dezernent. Noch vor den Sommerferien sollen alle Akteure zu einer Kreisgesundheitskonferenz eingeladen und konkrete Maßnahmen in zunächst vier kommunalen Gesundheitskonferenzen abgestimmt werden. Das Ärztenetz Spessart ist mit dem Projektmanagement betraut worden. Nähere Informationen sind auf der neu eingerichteten Internetseite www.gesundheitsnetz-mkk.de zu erhalten.

„Die Projektpartner möchten die Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung sowie neuartige, sektorenübergreifende Kooperationen in den Fokus nehmen“, erklärte Dr. med. Ulrich Dehmer, Vorstand des Ärztenetzes Spessart ergänzend. „Neben der sektorenübergreifenden Weiterbildung zu Allgemeinmedizinern sollen die gezielte, interdisziplinäre Fortbildung und Kooperationsförderung der Gesundheitsberufe der Region vorangetrieben werden. Diese orientiert sich insbesondere an chronischen Krankheitsbildern wie Hypertonie, Diabetes oder Demenz. Ziel ist dabei, den Gesundheitsstatus der Bürgerinnen und Bürger auf hohem Niveau zu erhalten und zu verbessern. Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung sollen auch die Themen Pflege und Rehabilitation, etwa durch interdisziplinäre Fortbildungen, besonders berücksichtig werden.“

„Bildung regionaler Gesundheitsnetze“

Mit dem neuen Förder-Programm „Bildung regionaler Gesundheitsnetze“ der Landesregierung werde die Erstellung von regionalen Versorgungskonzepten auf der Basis von lokalen Versorgungsanalysen sowie daraus ableitend Umsetzungsprojekte finanziell unterstützt, erläuterte der Minister das Landesprogramm. „Wenn die Modelle sich vor Ort bewähren, wollen wir diese auch für die Landesebene nutzbar machen, das heißt, die Förderung innovativer Ansätze kommt zunächst der Region und im weiteren dann auch der Gesundheitsversorgung landesweit zu Gute“, erklärte Grüttner das Konzept, das nach dem so genannten „bottom-up“-(von der örtlichen zur Landesebene) Prinzip arbeite. Nach einer ersten Ausschreibung des Förder-Programms im Herbst 2013 gingen 23 Bewerbungen ein, wovon neun gefördert werden. „Wir stellen hierfür insgesamt 800.000 Euro in 2014 zur Verfügung. Für 2015 ist ein vergleichbarer Betrag angedacht. Mit diesen Mitteln etablieren wir einen hessenweiten, strukturieren Gesundheitsdialog, der einen wichtigen Beitrag leisten wird, die Fragen der Gesundheitsversorgung von morgen adäquat zu beantworten“, zeigte sich der Minister sicher. Eine Fortsetzung dieser Fördermaßnahmen in den kommenden Jahren sei beabsichtigt.

Ein interdisziplinäres Zusammenwirken der Gesundheits- und Pflegeberufe

Durch die demografische Entwicklung wird mit einer Zunahme von Patientinnen und Patienten mit chronischen und mehrfachen Erkrankungen zu rechnen sein, die ein interdisziplinäres Zusammenwirken der Gesundheits- und Pflegeberufe zunehmend erforderlich machen wird. Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich der demografische Wandel landesweit nicht gleichmäßig, sondern regional und lokal differenziert vollzieht. Damit auch künftig eine bedarfsgerechte und qualitativ hochwertige medizinische und pflegerische Gesundheitsversorgung möglich ist, sind Lösungen notwendig, die sich aus der regionalen Entwicklung der Demografie und Morbidität der Bevölkerung ergeben.

Die Förder-Regionen haben sich verpflichtet, über ihre Arbeitsergebnisse in den überregionalen Gesundheitskonferenzen nach dem Hessischen Krankenhausgesetz zu berichten. „Auf diese Weise wird ein Erfahrungsaustausch unter den Regionen organisiert“, erläuterte der Minister abschließend. „Zudem können die Landkreise dort unmittelbar Einfluss auf die Planungen auf Landesebene nehmen.“ 
Themengebiet: Gesundheit