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14.04.2014 - Land
Gesundheitsminister Stefan Grüttner: Hessen tritt als erstes Flächenland dem Aktionsbündnis Patientensicherheit bei
„Patientensicherheit und Qualitätssicherung im Gesundheitswesen sind Themen, die unsere Gesellschaft bewegen. Eine Verbesserung in beiden Bereichen ist jedoch nur gemeinsam möglich. Durch eine bessere Vernetzung mit verschiedenen Akteuren wollen wir unseren Teil dazu beitragen, eine Kultur zu etablieren, in der es in der Medizin möglich sein muss, Fehler zugeben zu können, um aus ihnen zu lernen und dadurch zu verhindern, dass sie sich wiederholen“, so der Hessische Gesundheitsminister Stefan Grüttner am Montag in Wiesbaden anlässlich des Beitritts Hessens zum Aktionsbündnis Patientensicherheit (APS).

„Wir sind als erstes Flächenland dem Aktionsbündnis Patientensicherheit aus der Überzeugung heraus beigetreten, dass dies eine Plattform ist, auf der man sich vernetzen und eine Kultur schaffen kann, in der bedauernswerte Fehler, die leider auch im Bereich der sensiblen Krankenhausversorgung passieren, nicht kaschiert werden, sondern diese eingestanden und daraus die richtigen Konsequenzen gezogen werden können“, erklärte der Minister. Intransparenz im Gesundheitswesen sei einer der „großen Fallstricke“, gegen die man konsequent angehen müsse. „Wir sehen in diesem Schritt des Landes Hessen ein wichtiges Zeichen eines weiteren Bundeslandes – Hamburg wurde bereits 2012 Mitglied im APS –, die Förderung und Umsetzung einer Sicherheitskultur zur Schadens- und Fehlervermeidung im Gesundheitswesen als Aufgabe der gesamten Gesellschaft zu verstehen“, begrüßt Frau François-Kettner, Vorsitzende des APS, die Entscheidung der hessischen Landesregierung.

Transparenz und Vertrauen

„Wir brauchen Transparenz und die Patienten müssen Vertrauen in das System haben. Um dieses Anliegen bestmöglich von Landesseite zu unterstützen, haben wir im Verlauf des Jahres 2013 daher als erstes Bundesland ein eigenes Referat für Qualitätssicherung und Patientensicherheit geplant, das Anfang des Jahres seine Arbeit aufgenommen hat“, erklärte Grüttner darüber hinaus für Hessen. Das Referat fungiere als organisatorische Gelenkstelle, die Informationen bündelt und effektiv zur Verbesserung der Qualität nutzbar mache.

„Wir wollen dafür Sorge tragen, bei der Querschnittsaufgabe Qualität über das neue Referat organisatorisch bestmöglich an Bundes- und Ländergremien angebunden zu sein. Dann können wir die zahlreichen, wertvollen Informationen optimal bündeln und in Hessen effektiv einbringen und zur Verfügung stellen. Denn Qualitätsaspekte sind in vielen Zuständigkeiten zu finden wie der Krankenhausplanung, der Gesetzlichen Krankenversicherung GKV, der Hygiene oder bei Arzneimitteln, um nur einige zu nennen“, betonte der Hessische Gesundheitsminister.  

Hessen ergreift die Initiative

Darüber hinaus gebe es strukturelle Gründe, die es erforderlich machten, dass ein Bundesland wie Hessen hier die Initiative ergreift, um eine nachhaltige Verbesserung der Qualitätssicherung und Patientensicherheit in der Praxis im Land Hessen zu erreichen; auch durch das aktive Angebot der Mitarbeit in den Gremien des Bundes und der Selbstverwaltung. Beispielsweise sei hier die Struktur des Gemeinsamen Bundesausschusses G-BA erwähnt. Der G-BA beschließt seine Richtlinien zur Qualitätssicherung ohne jedes Mitspracherecht der Länder. Dies mag zunächst systemkonform erscheinen, denn der G-BA ist ein Organ der Selbstverwaltung. Faktisch macht dieser strikte Ausschluss der Länder jedoch einige unnötige - nicht nur landesspezifische – Probleme. Grüttner abschließend dazu: „Wir werden deshalb dafür eintreten, dass die Länder hier beteiligt werden.“
Themengebiet: Gesundheit, Soziales