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03.04.2014 - Land
Finanzminister Dr. Thomas Schäfer: "Renminbi-Handelszentrum stärkt Finanzplatz Frankfurt"
„Frankfurt ist das Finanzzentrum der Eurozone und damit internationaler Zugang zum zweitgrößten Wirtschafts- und Währungsraum der Welt“, erklärte Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer heute anlässlich der Plenardebatte zur Einrichtung einer Renminbi-Clearingstelle am Main. „Die Absichtserklärung, laut der China einen Handelsplatz für seine Währung einrichten wird, ist der erste Meilenstein zur Etablierung eines Renminbi-Zentrums und damit eine weitere Stärkung für den Finanzplatz Frankfurt.“ Eine Renminbi-Clearingbank werde nicht nur für die Finanzwirtschaft, sondern vor allem auch für die Realwirtschaft enorme Vorteile bringen. „Bisher müssen Geschäfte mit chinesischen Unternehmen oftmals über die Clearingstelle in Hongkong abgewickelt werden“, erklärte Schäfer. „Mit einem eigenen Handelszentrum vor Ort werde deutschen und europäischen Unternehmen der Zugang zum chinesischen Markt deutlich erleichtert.“ Und das gelte umgekehrt genauso für Importe aus China in die Eurozone.

Die Hessische Landesregierung, die Bundesregierung wie auch die Deutsche Bundesbank haben bei dem Einsatz, ein solches Zentrum nach Frankfurt – und damit nach Deutschland – zu holen, von Anfang an an einem Strang gezogen. Als Sitz zahlreicher internationaler Banken, zweier Zentralbanken und Tor zur größten Volkswirtschaft der Eurozone war Frankfurt von Anbeginn als Standort prädestiniert. „Das volle Potenzial des bilateralen, realwirtschaftlichen Handels- und Investitionsaustauschs, das ein vereinfachter RMB-Zahlungsverkehr mit sich bringen wird, ist bei weitem noch nicht ausgeschöpft“, erläuterte der Finanzminister weiter. Gerade für den deutschen Mittelstand, der seine Geschäfte mit China bisher nur in geringem Ausmaß in Renminbi fakturiere, ergäben sich große Vorteile. Deutlich sinkende Transaktionskosten, bessere Absicherungsmöglichkeiten bei Wechselkursrisiken sowie der verbesserte Markzugang seien weitere Vorteile.

Finanzminister Schäfer hob vor allem die Aufwertung des Finanzplatzes im Allgemeinen hervor: „Wir erwarten mit der Renminbi-Clearingstelle den Aufbau vieler hochqualifizierter Stellen in der Finanz- und Beratungsindustrie in Frankfurt.“ Und Frankfurt sei als erstes Handelszentrum für die chinesische Währung bestens für die Zukunft gerüstet: „Denn wir gehen fest davon aus, dass China die Deregulierung seiner Währung weiter fortsetzt und der Renminbi mittelfristig frei konvertierbar sein wird.“ Der mit der Clearingstelle einsetzende Aufbau von Knowhow werde Frankfurt dementsprechend langfristig einen Vorteil gegenüber anderen Finanzplätzen verschaffen, so Schäfer abschließend.
Themengebiet: Finanzen