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28.03.2014 - Land
Wissenschaftsminister Boris Rhein: Kinderbetreuung an den Hochschulen verbessern
Wissenschaftsminister Boris Rhein eröffnete heute das neue „Ho-Pla Kinderhaus“ am Holländischen Platz, auf dem Campus der Universität Kassel. Die Kita mit 70 neuen Betreuungsplätzen ist eine weitere erfolgreich absolvierte Etappe beim kontinuierlichen Ausbau der Kinderbetreuung an den hessischen Hochschulen. Darüber hinaus sind an der Philipps-Universität Marburg, der Goethe-Universität Frankfurt und der Fachhochschule Frankfurt weitere Betreuungsplätze im Bau. Die Investitionssumme des Landes für diese vier Betreuungseinrichtungen beträgt insgesamt rund sechs Millionen Euro.

Kinderbetreuung an den Hochschulen verbessern

Wissenschaftsminister Boris Rhein: „Wir wollen für unsere jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie für die Studierenden verlässliche Karrierewege und Perspektiven schaffen. Dazu gehört auch, dass wir die Kinderbetreuung an den Hochschulen verbessern, um damit die Vereinbarkeit von Familie und Hochschule weiter zu steigern. Leider übersteigt der Bedarf an vielen Hochschulen das bestehende Angebot. Deshalb bauen wir bis zum Jahr 2015 weitere 190 zusätzliche Betreuungsplätze. Damit steigern wir die Anzahl der Betreuungsplätze um mehr als 17 Prozent im Vergleich zu heute. Ich setze mich darüber hinaus dafür ein, die Kinderbetreuung an unseren Hochschulen kontinuierlich weiter auszubauen, damit noch mehr Eltern die Möglichkeit haben den Studien- und Forscheralltag familienfreundlicher zu gestalten.“

Das neue „Ho-Pla Kinderhaus“ in Kassel zählt mit seinen 70 Betreuungsplätzen zu den größeren Einrichtungen dieser Art in Hessen. Den Hauptteil, nämlich 1,7 Millionen Euro der 2,6 Millionen Euro teuren Kita, trägt das Wissenschaftsministerium. Die Gelder stammen aus dem Hochschulinvestitionsprogramm HEUREKA.

Weitere 500.000 Euro kommen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung. 345.000 Euro stammen aus dem Investitionsprogramm des Bundes für die Schaffung von Betreuungsplätzen für unter Dreijährige und rund 100.000 Euro finanziert die Universität Kassel. Die Landesregierung stellt dem Studentenwerk als Bauträger zudem das Grundstück auf dem Campus kostenlos zur Verfügung.

Attraktivität des Forschungs- und Studienstandorts steigern

„Das Geld ist gut angelegt, weil es nicht nur unserem wissenschaftlichen Nachwuchs zu Gute kommt, sondern auch eine Investition in eine solide Kinderbetreuung ist. Eine gute Betreuung ist für das Aufwachsen aller Kinder von großer Bedeutung. Insofern haben wir hier eine Win-win-Situation, die letztendlich auch die Attraktivität des Forschungs- und Studienstandorts Hessen steigert“, so Wissenschaftsminister Boris Rhein.

Derzeit stehen den Hochschulen in Hessen insgesamt 1.091 Betreuungsplätze für Kinder im Alter von drei Monaten bis zu zehn Jahren zur Verfügung. Seit 2009 (712 Betreuungsplätze) entspricht dies einer Steigerung von mehr als 50 Prozent.
 
Hochschulstadt Anzahl der Betreuungsplätze Anzahl der Kita(s)
Kassel 152 7
Fulda 36 1
Marburg 150 5
Gießen 223 7
Frankfurt 261 9
Offenbach 5 1
Wiesbaden 30 1
Darmstadt 234 10
(Stand 25.03.2014)
 
„Unabhängig von der Finanzierung der verschiedenen Baumaßnahmen unterstützt das Wissenschaftsministerium den Bereich 'Studieren mit Kind' jährlich mit einer Fördersumme in Höhe von 500.000 Euro. Diese Gelder dienen vorrangig zur Unterhaltung der verschiedenen Betreuungsplätze wie beispielsweise der Ganztagsbetreuung, aber auch der sogenannten Spontan- und Ad-hoc Betreuung oder der Notfallbetreuung für Krankheitsfälle“, erläutert Wissenschaftsminister Boris Rhein.
 
Die bedarfsgerechten Konzepte für die notwendigen Kinderbetreuungsmaßnahmen erarbeiten die Studentenwerke in Zusammenarbeit mit den Hochschulen. Sie sind individuell auf die jeweiligen Hochschulen zugeschnitten und stehen in Art und Umfang insbesondere in Abhängigkeit zu sonstigen verfügbaren Angeboten anderer Träger im Einzugsgebiet der Standorte.

Der Ausbau der Kinderbetreuung an den Hochschulen kommt sowohl Studierenden als auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu Gute. Letzteren möchte die Landesregierung jedoch noch weitere Anreize bieten, um sie und ihre Familien an den Wissenschaftsstandort Hessen zu binden.

„Um hochqualifizierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler anzuwerben, wollen wir künftig 'Dual-career-Strategien' erarbeiten, die bei deren Anwerbung auch berufliche Perspektiven für den Ehe- oder Lebenspartner schaffen. Das haben wir im Koalitionsvertrag festgeschrieben“, erklärte Wissenschaftsminister Boris Rhein abschließend.
 
Themengebiet: Hochschule und Wissenschaft