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17.03.2014 - Land
Innenminister Peter Beuth: Die Aufklärungsquote in Hessen konnte die Polizei erneut steigern und die Anzahl der Straftaten ging weiter zurück
„Die Aufklärungsquote in Hessen konnte die Polizei erneut steigern, die Anzahl der Straftaten ging weiter zurück – das sind die zentralen Botschaften der Zahlen der Kriminalstatistik 2013“, sagte Innenminister Peter Beuth heute in Wiesbaden bei der Vorstellung der Polizeilichen Kriminalstatistik 2013.

Aufklärungsquote: Abermals ein neuer Rekordwert

„Die Aufklärungsquote stieg um 0,7 Prozent auf 59,5 Prozent und stellt damit abermals einen neuen Rekordwert dar“, so Beuth. Seit 2002 sei ein kontinuierlicher Anstieg der Aufklärungsquote von 48,2 Prozent im Jahr 2002 auf jetzt 59,5 Prozent festzustellen. Gleichzeitig sei die Zahl der Straftaten um über 8.800 auf jetzt 386.778 Fälle (-2,2%) zurückgegangen, das entspricht einem Rückgang von über 44.000 seit dem Jahre 2002. „Diese guten Zahlen sind der Beleg für die richtige und nachhaltige polizeiliche Strategie. Sie unterstreichen zudem, wie erfolgreich die hessische Innen- und Sicherheitspolitik in den vergangenen 15 Jahren war und ist. Dabei meine ich unter anderem die optimierte personelle und sächliche Ausstattung sowie ein verbessertes rechtliches Instrumentarium für die hessischen Polizeibeamtinnen und Beamten. Mit diesen politischen Weichenstellungen sorgen wir für ein höheres Sicherheitsempfinden in der Bevölkerung. Hessen ist eines der sichersten Bundesländer. Dennoch wissen wir, dass wir weiterhin viele Aufgaben vor uns haben, die wir im Sinne von noch mehr Sicherheit engagiert anpacken“, machte der Innenminister deutlich. „Ich bedanke mich an erster Stelle ausdrücklich bei allen hessischen Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten. Dieses hervorragende Ergebnis ist das Verdienst ihrer unermüdlichen, schwierigen und manchmal auch gefährlichen Arbeit. Ich weiß, dass ihnen der Schutz und das Wohl unserer Bürgerinnen und Bürger am Herzen liegen.“

„Die Sicherheit der in Hessen lebenden Menschen zu gewährleisten, bleibt ein Schwerpunkt der Arbeit dieser Landesregierung. Ziel ist es, sich nicht auf den Erfolgen der Vergangenheit auszuruhen, sondern die Sicherheitsarchitektur unseres Landes für zukünftige Herausforderungen permanent weiterzuentwickeln und zu verbessern“, erklärte Beuth.

Betrachtung der verschiedenen Kriminalitätsbereiche

Bei der Betrachtung der verschiedenen Kriminalitätsbereiche hob der Innenminister die gute Entwicklung bei der Bekämpfung der Straßenkriminalität hervor. Die Straßenkriminalität ist erneut um 2.049 auf 73.461 Fälle (-2,7%) gesunken und hat damit einen neuen Tiefstwert erreicht. Die Aufklärungsquote liegt dabei mit 20,6% weiterhin auf einem guten Niveau. Der Straßendiebstahl nimmt mit über 45.000 (-163) Fällen den überwiegenden Anteil der Delikte ein. In den Untergruppen sind erhebliche Rückgänge bei den Sachbeschädigungen (-1.433 Fälle) festzustellen und eine Steigerung um 1.266 Fälle beim Taschendiebstahl zu registrieren. Beim Straßenraub konnte die Aufklärungsquote leicht (+0,3%) auf 45,3% erhöht werden.

„Sehr eindrucksvoll lässt sich am Beispiel der Straßenkriminalität aufzeigen, wie die hessische Sicherheitsstrategie mit ihren Programmen ‚300 in drei Jahren‘ und ‚Regionale Sicherheit‘ wirkt. Denn bei der Zahl der Straftaten bei der Straßenkriminalität verzeichnen wir den niedrigsten Wert seit 20 Jahren. Straßenkriminalität findet auf öffentlichen Straßen, Plätzen oder Wegen statt. Darunter fallen unter anderem Raubüberfälle, Körperverletzungen, Taschendiebstähle, Diebstähle ‚rund um das Auto‘ und von Zweirädern sowie Sachbeschädigungen und Sexualdelikte. Die hessische Polizei zeigt Präsenz, um gerade diese Delikte zu bekämpfen. Dies ist mir auch in Zukunft ein wichtiges Anliegen. Mit der Sicherheitsoffensive Hessen bringen wir mehr Polizeibeamtinnen und -beamte auf die Straße, um regionale Programme, wie beispielhaft die ‚Sichere Innenstadt Wiesbaden‘ im Polizeipräsidium Westhessen, zu unterstützen“, so Innenminister Beuth. Eine weitere Maßnahme, die für den Rückgang der Straßenkriminalität sorge, sei die Videoüberwachung im öffentlichen Raum.

„Wir wollen keinen ‚gläsernen Menschen‘ schaffen. Ganz im Gegenteil, wir wollen die Freiheitsrechte der Bürger schützen und dazu gehört es, Straftaten nicht nur aufzuklären, sondern zu verhindern“, erklärte der Minister.

Überblick über verschiedene Deliktsbereiche

Zudem gab der Minister einen kurzen Überblick über verschiedene Deliktsbereiche (die Details finden Sie im hier zum Download bereitgestellten Pressepapier):
  • Die Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung nahmen um (413 auf 3.273 Fälle) 11,2% ab.
  • Rohheitsdelikte[1] reduzierten sich im Deliktsfeld Raub um (297 auf 3.248 Fälle) 8,4%, bei den Körperverletzungen um (441 auf 28.952 Fälle) 1,5% und bei den Straftaten gegen die persönliche Freiheit um (190 auf 10.266 Fälle) 1,8%.
  • Einfache Diebstähle nahmen um (657 auf 83.206 Fälle) 0,8% ab und erreichten damit den niedrigsten Wert seit 1977.
  • Vermögens- und Fälschungsdelikte verringerten sich um (6.670 auf 84.337 Fälle) 7,3%.
  • Sonstige Straftaten nach dem Strafgesetzbuch sanken um (3.871 auf 62.483 Fälle) 5,8%, wobei die Sachbeschädigungen (-3.139 auf 35.760 Fälle) den größten Anteil an diesem Rückgang ausmachen.
  • Beim Wohnungseinbruch sind die Fallzahlen im Jahr 2013 leicht um 2,1%-Punkte (+ 225 Fälle) gestiegen. Die Aufklärungsleistung der hessischen Polizei liegt dabei jedoch mit 19,4% weiterhin auf einem guten Niveau. Die Versuchsquote ist nach dem Jahr 2012 wieder gestiegen. Sie liegt bei 41,8%. In vier von zehn Fällen erreichen Wohnungseinbrecher somit nicht ihr Ziel.
  • „Ein Einbruch in die eigenen vier Wände ist für die Betroffenen eine oft traumatische Erfahrung. Unser Augenmerk gilt daher neben der entschlossenen Verfolgung dieser Straftaten gerade auch der Verhinderung von Wohnungseinbrüchen. Zum einen mittels polizeilicher Beratung zur Sicherung von Haus und Wohnung, zum anderen aber auch durch gezielte Kontrollmaßnahmen und Präsenz von Polizeibeamten auf der Straße, die mögliche Täter abschreckt. Diese Maßnahmen werden wir mit Nachdruck weiterführen“, erläuterte Innenminister Peter Beuth.
  • Die Fallzahlen der Wirtschaftskriminalität stiegen 2013 um 79 (+1,4%) auf 5.583 Fälle. Die Aufklärungsquote erreichte 98,6%. Die Schadenssumme lag bei 196 Millionen Euro und machte ca. 40% des Gesamtschadens der Kriminalität 2013 aus.
  • Die Wirtschaftskriminalität verursachte landesweit in den letzten zehn Jahren einen Vermögensschaden von über 1,8 Milliarden Euro.
  • Die Internetkriminalität sank um 13,6% (2.569) auf 16.309 Fälle, bei gleichzeitigem Anstieg der Aufklärungsquote um 16,9% auf 76,9%. Der Rückgang erklärt sich mit der Abnahme in der Deliktsgruppe der Vermögens- und Fälschungsdelikte (-2.114 Fälle).

„Unsere Investitionen in den Bereich ‚Cybercrime‘, wie die flächendeckende Einrichtung von Internetkommissariaten und einer speziellen Abteilung beim Hessischen Landeskriminalamt, sind erfolgreich und zeigen auf, wie wichtig es ist, frühzeitig auf neue Phänomene zu reagieren“, so Beuth.

In seinem Fazit wies der Minister darauf hin, dass die Gesamtstraftaten in den letzten zehn Jahren um über 75.000 Fälle zurückgegangen seien und im gleichen Zeitraum die Aufklärungsquote um 7% gestiegen sei. „Die hessische Sicherheitspolitik hat sich bewährt. Ich sehe den Herausforderungen der Zukunft mit dem Wissen entgegen, dass Hessen sehr gut aufgestellt ist. Mit den entsprechenden konsequenten politischen Weichenstellungen wollen wir dafür sorgen, dass Hessen weiter so sicher bleibt“, sagte der Hessische Innenminister Peter Beuth.

Downloads: Pressepapier: Polizeiliche Kriminalstatistik des Landes Hessen 2013
 
Themengebiet: Innere Sicherheit, Inneres