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20.02.2014 - Land
Stefan Grüttner: "Qualität und Patientensicherheit werden in der Krankenhauspolitik noch stärker in den Fokus genommen"

Der Hessische Gesundheitsminister Stefan Grüttner hat heute auf dem Rhein-Main-Zukunftskongress in Offenbach angekündigt, dass er die Themen Qualität und Patientensicherheit in der Krankenhauspolitik noch stärker in den Fokus nehmen wird. "Die Hessischen Kliniken leisten hervorragende Arbeit und wir können insgesamt festellen, dass wir in Hessen eine sehr gute Gesundheitsversorgung haben. Aber darauf kann man sich in der Gesundheitspolitik nie ausruhen. Sie ist für alle Beteiligten eine Daueraufgabe, bei der nie alles gelöst sein wird, sondern im Prozess immer wieder neue Antworten gegeben werden müssen. Messlatte ist dabei für uns immer das Patientenwohl", so Grüttner. „Das heißt: es gibt immer noch Verbesserungsbedarf.“ Daher wurde im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration ein eigenständiges Referat für Qualität und Patientensicherheit eingerichtet, das seit wenigen Wochen seine Arbeit aufgenommen habe, die im Frühjahr der Öffentlichkeit im Detail vorgestellt werde. Als erster Schritt werde Hessen dem Aktionsbündnis Patientensicherheit beitreten und dort „aktiv dazu beitragen, die Krankenhausversorgung noch besser und noch sicherer“ zu machen. Auch der neue Hessische Krankenhausplan solle Qualitätsaspekte stärker berücksichtigen und die Kriterien für die Notfallversorgung überprüfen. Schließlich werde sich das Land Hessen in der nach dem Koalitionsvertrag auf Bundesebene vorgesehenen Bund-Länder-Arbeitsgruppe  zur Reform der Krankenhausfinanzierung engagieren, mit der auch bundesweit Verbesserungen bei Qualität und Transparenz der Krankenhausversorgung erreicht werden sollen, erläuterte der Minister. "Mit dem Hessischen Onkologiekonzept, das aktuell im Rhein-Main-Gebiet angelaufen ist, haben wir bereits gezeigt, wie eine Verbesserung der Versorgung bei spezifischen Krankheitsbildern angegangen werden kann", erläuterte der hessische Gesundheitsminister. "Diesen Weg der kontinuierlichen Qualitätsverbesserung gilt es fortzusetzen".

Ein weiterer Schwerpunkt der hessischen Krankenhauspolitik soll laut Grüttner die Fortsetzung des Konzepts zum Erhalt der öffentlichen Klinikträgerschaften sein. "Hier haben sich aufgrund unserer Initiative eine Reihe von Landkreisen und Städten in konkrete Verhandlungen über regionale Fusionen begeben. Das Land Hessen will sie dabei unterstützen, weil Krankenhäuser mittelfristig nur in größeren Verbünden wirtschaftlich und qualitativ erfolgreich agieren können", betonte der Minister.

Zudem kündigte Grüttner an, die Krankenhausförderung kurzfristig auf Pauschalen umzustellen, um den Kliniken mehr Entscheidungsfreiheit und Flexibilität über den Zeitpunkt ihrer Baumaßnahmen zu gewähren. Diese werde unverändert in den Hessischen Landtag eingebracht.

Regionale Gesundheitsnetze

„Bereits im April 2013 haben wir das neue Förderprogramm des Landes zum Auf- und Ausbau von regionalen Gesundheitsnetzen vorgestellt. Hier sind wir sehr gut vorangekommen und fördern innovative Modelle in sechs hessischen Versorgungsgebieten. Hierfür stellen wir 500.000 Euro zur Verfügung“, so der Gesundheitsminister. Im Fokus stehen sektorenübergreifende, vernetzte Modelle, die bei Erfolg später auf ganze Regionen oder auch das Land übertragen werden könnten.

Die Modelle seien dabei völlig unterschiedlich und verfolgten verschiedene Ansätze wie dem Aufbau von Gesundheitsstützpunkten oder so innovativen Modellen wie der Entwicklung eines intersektoralen Behandlungspfades für Demenzkranke. “Ich freue mich darauf, wenn wir die Modelle im März und April der Öffentlichkeit vorstellen. Das sind vielversprechende Ansätze, die Hoffnung machen und Antworten auf die adäquate Versorgung von bspw. chronisch und mehrfach erkrankten Patientinnen und Patienten in einer älter werdenden Bevölkerung geben können“, so Grüttner abschließend.

Themengebiet: Gesundheit