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10.02.2014 - Europa
Sozialminister Stefan Grüttner: "Die 112 ist für eine schnelle medizinische Versorgung einer der Knackpunkte"
Anlässlich des Europäischen Tags des Notrufs am 11. Februar, betonte der Hessische Gesundheitsminister Stefan Grüttner die „enorme Bedeutung“ der Einrichtung dieser zentralen Nummer, die „Leben“ rette. Er betonte, dass Hessen mit zehn Minuten von allen Flächenländern die kürzeste Hilfsfrist habe. „Das heißt, dass nach dem Eingang der Notfallmeldung in der Zentralen Leitstelle innerhalb von zehn Minuten das erste Rettungsmittel eintreffen wird.“

Schnelle Hilfe ab Eingang der Notrufmeldung

Dies nütze jedoch nichts, wenn nicht gewährleistet ist, dass innerhalb einer Stunde - der sogenannten "golden hour" - nicht das nächste, sondern das geeignete Krankenhaus erreicht werden kann und sofort mit der erforderlichen Untersuchung und der anschließenden adäquaten Behandlung begonnen werde, erläuterte Grüttner. Denn nicht jedes Krankenhaus ist zu jeder Tageszeit für alle medizinischen Notfälle gerüstet und deshalb müssen die Notfälle zielgenau in das richtige „gesteuert“ und „geleitet“ werden. Es braucht neben der entsprechenden Diagnosemöglichkeit (z. B. Computertomographie) auch die speziellen Behandlungsvoraussetzungen (z. B. ein freier Operationssaal) und freie Intensivplätze. Deshalb wird von den medizinischen wissenschaftlichen Fachgesellschaften gefordert, dass die klinische Therapie bei wesentlichen notfallmedizinischen Krankheitsbildern nach höchstens 90 Minuten beginnen muss. Um diese Vorgaben erreichen zu können, muss die stationäre Diagnostik und Therapie spätestens 60 Minuten nach Notrufeingang beginnen. In dieses Zeitintervall sind die Zeiträume vom Eingang der Notrufmeldung bis zum Eintreffen am Notfallort, vom Beginn der Erstdiagnostik und -therapie bis zur Herstellung der Transportfähigkeit und der Transport zur nächsten geeigneten Klinik eingeschlossen. „Hessen setzt bei seinen Planungen alles daran, dass diese Zeiträume nicht nur eingehalten, sondern weiter verkürzt werden“, so Grüttner.

112 gilt in der Europäischen Union und der Schweiz

„Die 112 war und ist für eine schnelle medizinische Versorgung einer der Knackpunkte. Heute müssen wir innerhalb der Europäischen Union und der Schweiz nicht für jedes Land eine eigene Notrufnummer wissen, wenn schnell ein Rettungswagen benötigt wird. Es reicht die 112 zu wählen. In Hessen wird dann eine gebührenfreie Verbindung mit der zuständigen Zentralen Leitstelle hergestellt, die schnellstmöglich Hilfe schickt“, erläutert der Minister.

Abschließend forderte Grüttner auf, die Nummer weiter publik zu machen, da viele Bürgerinnen und Bürger diese nicht kennen. „Bei Gefahr und Lebensgefahr gilt: 112 wählen!“

Weiterführende Infos: Notruf 112

Bei Unfällen und Lebensgefahr gilt, den Notruf 112 zu wählen. Die Mitarbeiter der Leitstelle fragen die wichtigsten Daten ab: Wo ist etwas geschehen? Wer ruft an? Was ist geschehen? Wie viele Personen sind betroffen? Welche Art der Erkrankung oder Verletzung liegt vor? Danach sollte man Rückfragen der Leitstelle abwarten. Auch wenn man nicht sprechen kann, sollte man nicht auflegen, denn der Anruf kann meist zurückverfolgt werden und es kann ggf. dennoch geholfen werden.

Um dies landesweit 24 Stunden am Tag gewährleisten zu können, ist eine ständige Zusammenarbeit zwischen dem Rettungsdienst- und dem Krankenhaussektor notwendig, die im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration als oberste Maxime gilt.

So nimmt heute die „Rettungskette“ mit der Annahme des Notrufes ihre Arbeit auf. Die „Rettungskette“ mit ihren Bestandteilen: Erste Hilfe am Notfallort, das Melde- und Alarmsystem der Leitstellen, die Leistungen des Rettungsdienstes, die zentrale Notaufnahme im Krankenhaus und gegebenenfalls die Intensivstation stellen das grundlegende Organisationsprinzip der medizinischen Notfallversorgung dar.
Themengebiet: Gesundheit